Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 10 (22.12.1932)
- Date
- 1932-12-22
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 2 Gen e-i iideblatt.der Deiutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer 10 unsere Bemüh iingru die I xx ml. \\ curii; sdiräu klingen Fürsorge für u doch, v i-tl \x ir NtHvyciirHjtkeii \\ eiierrejse in hielten xon |ii!f>- l>|s ,/m je ttf .karten u.i Ix'11 n.uli Fränkfur In den Irl/ auswärts zu I Jedem, der lu'iit stral!<|- führt. muH fallen), die-von .ml die W.alul Keiduxx ird ::< als eine halbe in l)enl«(JlLiliH landende xou werten, wenn und iiirsreicln niinatelartgcm v» ieder aiisr<|In unter Mensch« »shjer unter je I(K) Güsten h Frauen und V|>is 4 Kinder: I lauen und t stets Aus- oder JKückvxanderer: hei ihnen meistens unt'einei unfreiwillig längeren Aufochen oder gar Monaten, bis ihnen dnrdi 'Dimhsdinit|ilith hefanden sith unteres Hältst Kinder sind .fi handelt emsidl «Mithält von V i m. \%; oi-isct/ung ihrer Reise eftnöklidit Ich ui|s die allgemeine Notlage iiilßerste hin-- mi der Führung iinn'res Hauses und in der s.iUho iiijif jüdisihfr Oljd aller I rettnd dal! die (leine t»i)i-»- iiüs. voi tiigntig geitcll i-Hlliahurt'n hai ■ iIi-c 1/iiiii; des inerklia i u'eui.i in ielnlen. d. ejlllie! rag lauf xx ei»l und ii Slaßnal ali/tixx enden. \\ i'ilerhell ie I ' ' > ■ III ^.»»-^•«#■1 »«11*1 ■!.•• Nmemb|Tfc'l(K! 4s Persi nf Personen lilehf als je nserc Gäste unterlegt, so gewähren wir ihnen uif Grund unserer jjjeljährigen Erfahrung die anerkennen müssen, eine Beihilfe /u ihrer bar oder in < .« stall einei Fahrkarte: m> erilien Reisegeld II» ///(': Filhf- > na«h Bremen, und je l ijumover und Oldenburg. — i imnier mc'h r (lii-ie von H/elue auf dein Fahrrad, iilu r eine deutsche Lülld- /ahl miii Wanderern mff- Orl zu Ort zieliclki die Zahl dieser aus X6t r-iluifl uit I iilieiK n Menschen im Deutschen onsäettkundigen Stellen auf mein 'unter diesen meist ziellos |«mi befinden sieh Didier Irai sind solche MedailiTlist> danrÜM-i uns-Iii r .einige XäjJite Fnterkunfl .nie. gute \ erplfei nnu finden, sich nach oft u u«ü glichen Fn theh:u nje u im f» <» nach Berliti u.M. Lei|wi# Hi en Jahren komm« u(! bei un< an, t ■IV»a im Aule lie uil-elieiiri enw ärtlg \ Million cel mherw Juden! W ie hät/t nderh dück l mher/ic n, sich »ill Mi und n. als Judenunfi iaea Brief schreiben und eni|>f.■ ilirt'n können! liif-.i H senile . eli loser i in erster ü.inie ide durch ihre 192^ Ins l>|-|| Ii.ii. Jjeclodi: "<li" sith schon l'l"l uif unsere Arlieit ht: .im jetzl /u En ekln- -^i einfs«hi eiihuide "\ i-rmindi 1 il? unser Betrii l> daH u i I sre/w Ull-'en s( er lüdistlii'ii (MmI Hill ifs ii n-i \ ii elilien Noistand mit seinei müssen wir « UI|S<TC I sidi ]»•■ ii|uen. w ieder M entsihi'n r I Juden fühlen. UllcH mal I I strn Jaliren in 15 e l t r a £ e u xol oli Ilinjr ifdj'r alt. erlijiten. <ler »rti iill'der Lajle ist: an je^liiiien' ifje'; •di^shalh inrser (Irinirlidier Buf, . |aln esli(<ii i.iues in hnsi'rer mit xx ju litjler Xxejrth'ndi'ii .'rheit /um W'obl r J u il e ii . /u im ei I d II II f.* e u l I Iii Iii I ill. i-iiii/Hn_-ixerein für 'f>l><la«|&l slralfe 17. i)aiiiiel-Wormser-!lan unser PHcsischeikkonto HaiuUuri: iV Co. ftr ih n Israelitischeri t iJie chlos,-. . I h d a ih! < 1 Bc-itrdcs /um \i.ilzen und Si'iri'ii l!er i]|i ift Beijräjre einiger jruter im d.idnnli möfflidt ftewesen. Ko Ii nission für die Freniilenri-idlenile Milte! /-ur \ertütkiianp: der Gemeindeh eine empfitHllidie ller- 'nijfiilleuden 'Befrafrits hergebenden Jahre ist indes iniiL' der Gemeinileheiihilfe >:i ji-l/t einen erhehlidien in aau/ kui/er /eil schon "in können, die zur A Ii - idih'isen führen xxiirdeil. pten I "■ i unsere (iemeinde PhlhndeJi Mittel für den DiMlief-Vi i M u si i -1 Iii Ilses in den näi'ijedem ( da u hell - genossen, in i "x ie Ulis /II helfen nolfl er dies,-» Berichtes - geht jias durch Zeichnung eines isfmler Noi immer drihp.- der Viinsien ch'i Armen, sljii/en* — n.l \> ir. au Israfütisilier ise. Ilambirrg..). Wüster-- . Beitrags / ii || |.ii n sr e n an )(l(i od.-, un M. M. \\ arhiirj.'. rsiiii/iiiiirsxe/oin für Oli- Personalien und kleine Mitteilungen J V'« il, «I- M~ dem f.?. KiViecxl iij.rte sidi Mim )0<»l\Ld(- der raff, au dem der verslorheiitlaie.j.'ilirijre Sekretär nnseiri'r < .ein. i ii!. Herr Adolph M. Ileymann. irehoren xl Wer immei den \ erstorlieiien arl aäiil lial. wirdsidi ili. sii>s 4<1ili(Inen. Ii'esdleidenen ijliil |ifli<!ilerfülllen M erinm rti und |>ei der Kri n nerunjjr i an ihn einen. Aiifr im Bietrle.ni des Tjiires elire.rhiipikr xerxxeilen. Ado Keyinaiin beh*i saline VVissi \ ptejr sflion an und hc'ohaihlele s,i aus niidisier Nähe ihre-' ihre L'lllgestiimuiig auf Gruud ths Gen'l/i»s. i inlier |S(>4 und die ßeirriiiduni' der Kultiisverhändei Am II. Märt'. 1911 feierte er soirt 50ji|liiriges AmtsjiihiläuiuL xxidinete si«}li dann noch mehr als /xxiji Jahre den Pflichten seines. rr-ilue mit nie Uilfrl ndem (a-däilitnis ii um unsere (.emriIlde: IHil trat 'er. in den Diensten der (.eineinde stand, sein xl ii nie. «•rn DflCS llllilk >h M. is •:«•- essen \mi l.n'ixx ic Juni:. X om ". No- Aintes und starb, allseitig 15». April 1915. I. xerehrt und bei r.i ue rl. Iler.r Max llalbeistndt beging am l. Oktober sein J">- jälu iires (.esdiäftsjubiläum. Aus diesem Anlal! widmet die Fadizcitsdirfft ^hptograpliisdieChronik" Herrn Halberstadi Worte der Anerkerrnung sowohl für seine e|renamtlidie l äliuke'it in der Innung xx ie audi ganz besonders für sein auf alleil von ihm bcsihiiktcn Ausstellungen bewiesenes! forlsc!ti itllidies kiüineii und seine künsllerisdien Fähigkeiten. Herr Halberstadi hat audi den Krieg mitgemachl und xxar aadl seiner VcrWnndung im fehle als Lehrer einer Flieserausbildiinsrssdiüle lätijr. I» . f ■ L Als einer der zehn Preisträger,' die bei dem Wettbewerb defhuinhiiririsdicn ^rcliiieklen für eine Stadtrandsiedlung [vom Reidiskommissor ausgewählt xxareu. führte Architekt Dipl.-Ing. I eli\ Asdier einen Teil'der Siedlung in Langenhorn ans. F.5 handelt siiii um Häuser für Frxxerbslose. die. iinler Mithille,der Siedler gebaut. Wohnküdie. I ./immer. J kamntern und StaH einhalten. Die Baukosten betragen JUKI ÜH: die Mittel stellle d.is Heidi zur Vertilgung. Die Häuser sind seit einiger Zeit bezogen und haben die volle Zufriedenheit der Bewohner gefunden. * Zu dem zweiten Gemeindeabend des Jädisdi-liberalen (iemeiiMlexereins, der-' am Bei- und Bußtag im Gabriel- KieHer-Saal stattfand, xxareir etxxa 250 Männer und Frauen ersihieiien. Im Mitielpunkt lies Abends stand.ein \ ortrag von f ran Margarete Ga>id s tei n (Berlin) über das 1 hema: Notwendigkeit und; Aufgabe des jüdischen Liberalismus. Nach einleitenden Worten über die kulturellen Verhältnisse.: xor etxxa einem Jahrhundert, die nadl der I.man/ipalion zur liberalen Bewegung fiBhreii muMien. führte die Rednerin aus. dal! ih-r Liix'ralisnTus die Orthodoxie anerkennt-, ebenso aber audi für sich^VOB der Orthodoxie Anerkennung und A erstuiidnis verlange. Gegenseitige Anerkennung und Verständnis für einander seien ebenso /u fordern, wie xxir \ci-t siändnis und Anerkennung xon unserer Umwelt verlangten. Der jüdische Liberalismus sei nicht Ketzerei oder gleich- - bedeutend mit abschaffen wollen oder gar abtrünnig werden. \ ielmehr xxolle er alte l ormeii mit neuem Inhalt erfüllen und alle I berlieferungcn wieiler li'liendig maclien. Er sei also nicht zersetzend oder /erstörend. Mindern ein bedeutsamer Aufbaiifaktor des Judentums. W eiter sei der jüdische l.iberalisinus die große (ieineinsc!iafl.. xu di-r all die Juden liinsirömien. die bisher indifferent und allem Jüdischen fernstehend, aus der seelischen Not dieser Gegenwart heraus Wieder-Aiiffthfun an ihre Glaubetisbrüder siebten. Aber nnch diejenigen gelte es aufzufangen, (lie der Orthodoxie enifre/mdet. dem Judentum verloren gehen könrtten. Gerade auf der Heise. ,iuf der sie mit J.ily Montague für die, World I nion for Progressive Judaism Prag, W ien und Budapest liesmhi habe, hätte sie aufs neue erkannt, xxas für das Judentum auf dem Spiele stände und ihm verloren gehen konnte, xxenn niiht der Liberalismus die gelahrdelen Positionen erhalt« Ii und /iMJü(kgexx innen würde. — Fine [faupt- .uifgahe im Liberalismus lalle der jüdischen Frau' zu. Diese Iwsiüiide nicht nur in allgemeiner Gemeindearbeit, vornehih- K«h in' ih n I eilen, für xxeldie die Frau besonders geeignet sei: sondern die vornehmste Aufgabe der jüdischen Frau läge in ihrer Stellung ais Ehefrau und Mutter. Fs sei Pflicht gerade der liberalen Frau, Freitag Abend, Snbbuth und leierliige im Heim so /u gestalten, daß sidi Mann und Kinder ilirer bewußt Würden. Alle traditionellen Bräuche zu neuem Leben zu erwecken, sei Anfgalic der jüdisih-lihcralcn Frau. ' \or dem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrage hatte der Vorsitzende des Vereins, Herr Köret/, die Anwesenden begrüßt. Der zahlreiche Besuch der Veranstaltung bewefse, dal! der Verein auf «lern rechten Wege sei. dem Ofoeralismus in .de ^Gemeinde einen festen Stützpunkt zu geben. Zur StärkungSdes'Vereins und der liberalen Sache sollten die AnwesendSen, die hoc!i nicht Mitglieder seien, dem \ejeine beitreten. Der Verein sei die Plattform für harmonische Zusammenarbeit im Dienste der Gemeinde, für Welche er Interesse erwecken und deren Bestrebungen er fordern wolle. Fräulein Werner wandle sich im Anschlufl hieran noch einmal besonders an die Fra'uen und bat diese.