Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 10 (6.11.1931)
- Date
- 1931-11-06
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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■Seite 8 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen 'Gemeinde T Nummer 10 in in iiiiii * ■ * i um /eilen, getadein winken. Begcistci Vii f Ii Ii reu mit ein Schreibstube der Kommission lür das VV ohllahi tswesen. Insert Hille um Zuweisung von Schreibarbeiten jeglicher Vit wird erfreulicherweise von vielen Seilen. aller immer noch nickt genügend beachtet. \\ ir richten daher erneut an die Crememdemitglieder die- Hille um Zuweisung vidi Auftrugen. Wir garantieren für z.uf lieelenstellcnde Krlcdigung. Kommission für das Wobltahrtswesen, » K<>thenUium-( hiiliswee sS. Kll»e IN'W. Die erste Makkabiah im Frühjahr 1932 .Makkabiah ein neu ge-schal lene-s Wort für eim| tgauz neue und erstmalige Sache. K'ijie Suche, die auch in e!ic<vn Zenlcii. gettrade in diesen Zj'ilejji"*fähig ist. Interesse yu cm- -TU hg aIis/ulöieif. Kine Sache, nur illirch- •inem Ideatismip. der Opfcrfrcudigkeitj und I jii~.il/ letzter Kne^gicn verlangt. Die- Mhkkabiah isi «las erste große Treffen jüdifcche-r Lni ner und Spnrth-i ans ijllerJ Welt in I' a I ä s t i n a.' J \ er- iiisialtei ist der Mukkahi-VV clt\ erband. der seine f'ntcrwiliande in f.allen Ländern Kuropas hat. in Nord- und •siiil- Vnicrik.t. in Südafrika, in Australien, ja sog.'ir in ( Iii na. /tu ilrm sowohl sportlich wie auch zahlenmäßig uullcrorjlcntluli starken deutschen kre-istim Viukkahi-VV cltverhanji geholt der Hamburger Bar Kochlia. Zwei Jahreviildes hei. elal! in Mährisch-. >-t'ijiiil. auf einer Tagung des VVe-ltvfibandtH mit ungeheurer Begeisterung und tiefer innerer Bewegung die Delegierten sieh;von ihren Sitzen erhoben und einstimmig den Be«ehlul! lallten /lir V oraiislaltunt . Vläkkaliiah. Jeder'der Tcil|iehmciiileii fühlte, dal! cl.if HeschluK \ oii historischer liedeiutung war. nicht /um w -Wn deshalb, weil er in seinen folgen we it über Ii s Mak'kkibi-Weltverbandes fiinausgreift. Vor wenigen Wichen brachte die Bilder-Beiluge des burger Hatnilieiibltiltes einige interessante Aufnahmen: jüdische Moloii-adfa Ii re-r in den Straßen I. und /ins de l'ülire-i der Gruppe; überreicht dem Obe-rbürgcrmeistefi I im ■Ion ein Albuin coli lel-Vw iw als Geschenk des Hü lueisters dieser jüdischen Stadl. Iis handelte sich um (iruppc de- Makkabi in Palästina, die sich tuif einer P -Mliil.ilahrl lür die" Vlakkahudj durch gro^e teile Kufe lietand. Das Aufsehen und das littCTcs.se. das diese Gru|H,>c in I oudnrj erregte.l w ar unerwartet groll, die l.inpfänge und Veranstaltungen für die palästin(Misischcii SpOrtsleute winden zu einer Angelegenheit der gan/eii jüdischen Öffentlichkeit Londons bis in ihre höchsten Spitzen. Schon vorher waren die Makkabim in allen jüdischen Gemeinde^, in leiic-n 'sie sj,ji ,nifh ieltc-n. enthusiastisch gefeiert wurden, im allem!iu S a 1 o ii i k i und S o f i a, aber auch in F r u n k- I ii i I und köl n. I In-rall begeisterten ihrcsportliche Lei und die Idee, für die sie warben, die Makkabiah. Ks sich damit, dall diese Makkabiah wirklich etwas is U.i allen Juden, nun einmal wirklich ohne L Hier colfes \ erMändnis und freudige Zustiniiuung finde durrti Iii gt vielleicll ihr besonderer erzieherischer VV e riet ein i l-iti-i- (K'n Italiinc M I lam- \ Oll rgeiJeine opaopus istung /eigte . was chied.; l nd v\. der. wie schon gesagt, »eil über den kreis der Veranstalter und kcilne-hinendcn hinaus /u wirken geeignet i~t. In vielfacher llin-icht kann diel Makkabiah zii einem Svmbol jüdischei Lebenskraft, jüdischen Wullens, jüdischer Gemeinsamkeit w erden A ii dl 11 Ii in b ii r g s J u d en m ü s s e n w i i s e n . w.is die Makkabiah ist. auch ihr Interesse und Verständnis null! geweckt werik-ii. damit auch sie /u helfender Mitarbeit / i-.iniini ii»te-he-n. Wollen doch nie-hr als jo Bar koehhnner.' (iL h. es wollten noch istina mitmachen de- Geld hätten). und unendlich schwierig sind die \ iclrn/eii die Fahrt nach l'a v iel mehr w enn V l ncmlliieh groll faltigen Ytrhcrcitu tge-n. aii denen seit Monaten in der Well gearbeitet wtird. Mir allein im Landeselbst und in Be r I i n Jwo die Jedling der gesamten \ cTaMslaltung ihren s>ii/ Ii.ii. I ngcfnhr J">l>o Makkahim haben sich zur Teilnahme ui.'iueldet. dazu koiimen JlKHl Makkabim aus Palästinä.l|)rei trolle Dampfet bringen die Teilnehmer am gleichen 'lagern den Häfen \on Ilaifa. einer für Ost-Kuropa ab konslan/a. einer für \\ e-st-Kuropa ab ' 1 riest und einer aus Vnie rika. Drei \\ ochi-n elane-rt die ganze Heise, deren kosten unglaublich gering sind. 1 nerheirt ist die Fülle der \or- 'lKTcitungi-n. die nötig sind, damit alles klappt. Man kann sich kaum \orstclleii. an was alles gedacht werden muH: an die Verpfljegung. die \crtekilung a-uf dem Schiff, die I litcr- ORAB- IIKMiTIÄLEIt ^c iSiegbert Ftuj@ H2, tw Langenfelde,'Försterweg 43, beim israe^./f^ejdht D7.6187 Hamburg-Ohlsdorf, Fuhlsbüttelerstrasse^S^, ■ar b'riugung im Lande. Fragen der Kleidung. h\gienische, Maßnahmen' iiiicI ürztliebe Versorgung, ausreichende Versiehe-' rung ge-gen alle mögliche-ii Heisescluideii — das ist eine ■ flüchtige- Znsammeastellang einiger Tdter wichtigsten Dinge. Aiilleiile-in setzt jetzt die Vorbereitung fjjr die turnerischen und sportlichen VVettkämpfeein. So werden im Stadien von lel-Vwiw.das für diesen Zweck gebaut wiid und dessen (■<• läiuleeh-r Bürgermeister von Lel-Awiw zur Verfügung ge-- Stellt hat. Massi-ul; e iübiingen aller I e-iInelinie-nilen vorgeführt Dies,- werden in allen Ortsvereinen auf Grund vptl Pliotogiiiphieu und Note-ii seirgfällig e-instudierl. Ferner — und nicht zuletzt — ist e-inc gew isse geistige V orbe-rc-itiing von größter Bedeutunk. In gemeinsamen Kursen wird \erseicht. soviel ke-nuinis eles modernen Hebraisdi zu \e-rmilteln. dal? eine Verständigung im Lande einigermallen möglich ist. In anderen {Kursen beschäftigt mau sich mit Palästina, seiner Geschichte, seinen Menschen, seinein moderneu Viilkiii. damit das, was aul den Fahrten durchs Land gestehen wird, in genügender VVe-iseversfanden und beurteilt wcrelcii kann. | " y d Denn e-s ist selbstverstüudtich, daß die Makk.ibiah kein liirn- und SportTc-sl ist wie irgendein anderes, sondern dal! sie ihre entscheidende Notebekommt durch elas Krlebms de-s I anile-s. durch das Zusammensein mit unseren Menschen drüben. Uber den VVe-ri elic-scs Monientes etwas zu sagen, ist, beute nicht ine-hr notWendtg: Aber auch dnmit ist keineswegs die'ganze Heelc-utung der-Veranstaltung 'erschöpft. Sicist vielmehr möglicherw'e-lse dazu bestimmt, politisch einegrolle Holle' zu spielen und damit wirklich ein für uns historisches Kreigriis ku we rden. L in jedem verdacht aiis- /uweiehe-ii. dal! ele-r Besuch mehrerer löusend junger jüeli- -cher lurne-r und Sportler in Palästina irge-nilu'ie eine aggressive Neric- Irän. wird die Makkabiah in Übereinstimmung mit der Regierung in London und der englischen Verwaltung in Jerusalem als große; de-inon:-tiati\e Kundgebung unseres VV rllens zu Freundschafl und friedlichei Zusammenarbeit mit der arabischen Kinw'ohnerschaft aufgezogen Zu diesem Zweck urerdcn neben englischen - arabische Mannscharten eingeladen. Man versteht, wie wichtig es ist. dal! die ge-sainte Veranstaltung durch ge- II .i ii es t c- V in liereilung die riehlige Form be-kommt. und w ie notwendig c-s is|. dal! je-elc-r e inzelne I e ilne Inner sich voll der Verantwortung bewußt ist. die er trägt. Selbst\ eistänillieh sind aitch-die grollen Organisationen ele r jüdischen Vrbc-ile-rsehaft. elicnicht dem -Makkabi angehören, zur Te-ilttnhmc eingeladen und vwrde-u sich in großer Zahl beteiligen. Mehr ile-nii je ist c-s heute sowohl erfreulich \e ie notwendig, dal es noch grolle- Ideen gibt, für die junge Mc-nsche-n Zeit. Gedanken und Knc-rgic-n ciiiztisetz£ri gewillt siml. Nur die Fähigkeit, das zu können, nur der Idealismus, der darin steckt, lälll Zeilen, wie kvir sie jetzt durchleben, erfragbär erscheinen. Schw ierigkeiten stärken den Willen, der zur Überwindung notwendig ist. siegeben den Beweis, ob der Idealismus echt ist. ob die Sache,Jür die man käniplt. so greil! ist. dal! sich de-r Einsatz lohnt. So weit c-s an ele-u Veransfnftenden liegt, wird die Makkabiah stattfinden. Gerade jetzt gilt es. an Meinen Punkt zu resignieren, jede Arbeit werterzuführen. Gerade durch die Tatsache ihrer Durchführung beweist die Makkabiah ihre schöpferische kraft. Welche große Bedeutung, welchen hohen moralischen VV ert siehat. das dürfte elureli diese Darstellungen klar geworden sein. I!s bleibt der Wunsch, dall jeder, aber auch jeder Joele versiehe, daß auch ihn elic-se Sache'angeht, wc^il auch er im Falle des Gelingens Nutznießer ihrer Bedeutung' und ihres Wertes ist. I\. M.