Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 2 (12.2.1931)
- Date
- 1931-02-12
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite V> Gemeindeblatt der Deutsch- Israelitischen Gemeinde Nummer 2 sow ic mit »Ich S di ä di her l> o I c n in verschiedene!^ «lotit- Hflen I.ändern I>t-Tül*f und die Möglichkeiten, ihnen l/u bcgeguen. emirter!. Die t el>erli aguiig des politischen V b w c Ii r k,a m p f * auf den Preußischen Landesverband als vorläufigen lteirhsverhauc| sei im wesentliche)!! abgelehnt worden. II. Auf Anti.iL' von Dr. k ii I in u > soll der hulcj nach Ich V\ ah Ich eingesetzte \ u s s di n ß / n r Prüf u u g. ii e s Wahlrechts der Ciemeinde /um baldigen Zusammentritt veranlaßt vvefden. I in weiteret- Antrag der Herren Dr. kal- 111 u s u nit (.cm. der die Zusajmmciisclzung des Vorstandes der Gemeinde in dem gleicfcen Verhältnis wünscht, in welchem die Repräsentanten-Mandate verteilt -iii'd. wii I wegen der vorgerückten Zeit viertagt. . ' >dibiß der öffentlichen Sitzung II Ihr. Personalien und kleine Mitteilungen Zum Gedächtnis der d e u I s dl e n krjegs- ■_•( I i I I c ii e n veranstaltet der jjl olksbund deutscher Kriegsgt abei I ii i sorge wie in den Vorjahren einen Volkstrauertng. dieses Jahr am I. n. VI. Demgemäß wird der Volkstrauerlug in di u hiesigen _Sv nagogen bereits am vorhcrgcl<enden 1 i Ii Ii i t Ii . dein 8. d. M.. dii'rdi eine Gedenkfeier liir die ( >[>(«■! des Weltkriegebeg ingen «».erden. Dr.. L Lichtig konnte am \ d. VI. eine füitfiuid/wan/igjährige Tütign - zurückblicken, lätigkcit Herr Dr. ■r Rabbiner Uli. Schalet) Tau keit dl» llnhhinci der \\ a I I i dl s k l ist altli rkiifiiit. welche umfangreich« l.ichtig in lie-cn _'"> Jahren entfaltet bat. wie stark er diejenigen bc'infliiRl hati welche'seinem von jüdischem Wissen licseehcn ijr.hvon philosophischer Bildung vertieften l nteri idit genoifseii Iii bei». Herr .Rabbiner Dr. Licht ig ist. wie »h vor kurzem in den Mitteilungen d< letzt fl der (. lu-t iditeten. Ki ndei -di: ein Vmt ü riiim il im egelmbt Dr. I.iditi < rrslcrrben hier noch welche H r Gnwtinde bereits inch zum Afaggi l iler ßeerdigiingsmeinde gewühlt wol len-und hat damit nu'ii. weldirer bereit- bis zftt kriegs/eit hat. In dic-er Eigenschaft setzt Herr lic Reibe! der IVntaleiichvoHräge fort, die sein \iiitsv»rgiinger in der Synagoge de- Waisenllrstitilts allwöchentlich hielt und die jetzt wieder jeden Dienstagabend K I hr stattfinden. Vuf lies,- \ ortrage sei einmal besonders hingew ieseu. Den Ehrungen, rn Dr. Mehlig am TaVe seine» Amtsjuhilauiiis i-ntgegeiig« bracht wurden, wollen wir ■ ms .iii-dii <■(•■.-ii. n;i? onsri nun tv mit diesen Zeilen Im Rahmen jlei Vortragszyklen, .weldie der Israelitische Lcmpelvcrhand seil dem \mt»antritt des-Herrn Rabbiners LJr. Italilencialljährlich veranstaltet, sprach Herr Dr. Irdn neiam _'">. \. VI. über das l-lreina: Der betende \l en - ih. Der Redner führte seine Zuhörer durch das ganze weite Gebiet der religiösen Gesdiichte der Menschheit und zeigte; wie?] nicht nur überall, bei den primitivsten w ie bei den kiiltivi'rtesleii Völkern.-die" Vinning eines überirdischen Göttlichen besteht, sondern auch die Sehnsucht, sjch im Gelitte ihm zji. iiiibern. Kr ging i|iich auf die Frage ein nach dem Werte des Gebetes, lie besonders für diejenigen von \ l?e leiitung ist. welche an das Gesetz der Kausalität, d.'Ii. au •len unabänderlichen Zusammenhang und Ablauf alles Ge- -(heheiis giiubea. und zeigte, d iß auch die uberzeugteh Anhänger des! kaiisalitiitsgeLLinkens dem Gebete eine Siedlung in ihrem Denken einräumen. Besonders eingehend vervitMlje Her» Dr. 'Italic n e r naturgemäß bei dem jüdischen Gebete in biblischer und nadibiblisther Zeit und charakterisierte an einigen l'erlen der Gehetsliteratu r den Charakter tipid den Inhalt des jüdischen Gebetes. Ganz besonders interessant U\ aif'i über auch die Proben-aus den Gebeten der etil legenstell kulturell und Völker, die oft. was die Zartheit und Innigkeit des Empfindens betrifft, auf der Höhe echter Religiosität stehen. Der Vortragende fesselte seine Zuhörer nicht nur'durch den sachlichen Gehalt seiner Vn-I uhi iingeu. sondern bereitete ihnen zugleich auch eineil heben ästhetischen Gcirufi durch die Schönheit der Sprache und die- Klarheit der Darlegungen. Vlit mehr Recht als sonst darf man sagen, daß den Redner verdienter Reilall lohnte. " * Die Hamburger Sludentenliille li.it auf Au.ti .ig der Gemeinde sich, bereiterklärt. jüdWchen Studenten, für wjelthe dieallgemeinen Vpmn|£etzii'ngen für die Gevvjährrtng t iiu-s Kreitisches hinsichtlich Her Bedürftigkeit, -o« n- <I<-1 uienschTicheH und wissensaiaftlicheii Bewähfirilg von ilet Kflrsorge-Abteilung als gegcdien erachtet wc-rden. auf Antrag statt'des Freitisches die Barmittel für rituelle Beköstigung zur Verfügung zu stellen. Antragsteller haben eine Bestätigung der Gemeinde beizubringen, dun sie die jüdischen Spciscgesctzc auch sonst innehalten. Die- Anträge auf Gewährung eines Kreilisches sind bei der II a ui'b u rg fe r S t ii cl e n t e n b i l f e e. V.. \ e u e R u b e n s l r a ß c- 15,' Sind v ii t e ii Ii aus. zu stellen. [ ' •ii Kluse in Schreibmaschine und Stctrögraphic vetrulistaltei tfar Jüdische Stellungslose dei J s r a e 1 i t i s ch r S t e I - 1 er u v e r m i 11 I u n g s v e r e i n. Wir weisen auf diese Kurse hin und e in p f eh I elu allen Jugendlichen, deuen ihre Zeit es gestattet.-die Teilnannie an ihnen. I' " . L »■ #! ' 4 ■ I ■ J |Vor kurzem hat Rabbiner lir. S i I Ii e r s]l e i n - s liu-liick der jüdischen Oenehtlichkeil eine in kupier ge- ^tcidic uc- und von vielen Illustrationen begleitete EstherrcHle, die bisher unbekaunl \Niir und von ihm in der Uni« versitäts-Bibliothek zu Rostock aufgefunden worden ist. durch ' eine -ausgezeichnete Reproduktion w ledergesdienkt. Die Estherrolle, c|ie um ulder bald nach 1700 entstanden sein muß. befand -icli im |s. Jahrhundert in der wertvollen Sammlung des Rostocker l niversitätsprofessors. Orienlalisfen und kupfeislecfieis Olnf G. I ychsen. In II kopliiildern und Darstellungen am Sockel der etwa I.JO m langen Rolle ist die- Geschichte der Esther eindringlich geschildert und durch Beschriftung erläutert. Die E|dfiulruckw iedergabe ist nach Größe und Tönung originalgetreu ausgefallen. Ein ausführlicher und vornehm gedruckter Lew! gibt Über1 Herkunft und Art dieses 'merkwürdigen Exemplars iiHter Verwertung der bisherigen Forschungsergebnisse Auskunft. Die- Silbierstöinsche Ausgabe wird-' im Archiv für Buchgewerbe von einem ersten Sachverständigen auf dein Gebiete des Kupferdruckes, Dr. II. \\. K o ck w i t /. ausführlich und in anerkennenden und lähmenden Worten erwähnt. « Die gemeinnützige jüdische Elieaiibahniingsstelle LA Frankfurt a. VI., Eschersheinierlundstraße 2'K berichtet: Bis zum H. Dez. l')2') gingen Anmeldungen von Mfinnertl und Ttö von Frauen aus allen Teilen Deutschlands, zum feil auch aus dem Auslände, en. Die verschiedensten Berufe und die verschiedensten wirtschaftlichen und sozialen und alle religiösen Richtungen sind unter den Anmeldungen zu finden. Bis zum Sept. cl. J. wurden ~i2') Anbahnungen in die Wege geleitet. War eine Anbahnung erfolglos, so wurden sofort, wenn geeignete Bewerber' und Bewerberinnen vorhanden waren, weitere Vorschlage gemacht. Die Arbeit der EA ist mit erheblichen Schwierigkeiten verknüpft, dieauf diespezifische Einstellung der Juden z.ui Ehe und auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Zeit, zurückzuführen sind. Daß -die Zahl der Anmeldungjen der 'Mannet viel geringer ist als die der Frduen, beruht zum f eil auf den kriegsverllisten. Die" Männer wünschen viel- Arbeit ist besser als Unterstützung, eigener Verdienst wertvoller als fremde Hilfe! t Gebt uns Arbeit für die in unserer Näristube beschäftigten Frauen! Gebt uns Aufträge für die in unserer Schreibstube tätigen Menschen! Kommission lUr das Wohllahrtswesen der Gemeinde Rothenhaumehaussee 38 Fernsprecher: H 2 Elbe 1899