Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 1 (12.1.1931)
- Date
- 1931-01-12
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer I R .1 s t a 11. (.<MHT.iNiaiit~aiiw.ili Dr. Lang. Dr Vei$, \<>n Frauen 11. a. Fraci Dr. Mi'y er -Wedel I, Mehrere Ausspracheabende und A ri>ei wemjsi'nschaften fanden eben" falls feine große Teilnehmer/anl so diejenige von candi inr. j o s e f Ei seih an n: ..Finführung in das jüdische Schrifttum", von Dr. Max 1'I a u t : .'.Politischer Wochenbericht*', w.n Ref. Dr. Hermaim Hutten« i e s c r : ..Waffen im Ähneln kämpf" und von Scilla \f o y e r : ..Deutsch-jüdische (.ruiidfragcu'. Vußerdeni verunstaltete die Dcutsdijüdi-chr Jugend eine Stresemaiin-Gedenkstimde am F5. Ok- 'toln-r 1929. eine Dr. J a k o h - I. o e w e n b e r g - Gedenk' -Uni le am' -t. Mar/ l<)'() lind eilie K Ii Ii dg e 1) Ii II g am •). Februar 1'fMi. ferner gesellige Zusammenkünfte /u ("ha-- uiikkali." Purini und Simchas ITinro nptl im Pflegeheim und im Altenhaii-e der Gemeinde mehrere bunte Nachmittage für deren Insassen.' Die Gemeinschaft beteiligte sich an der Gründung de- Nord w estdeutschen Landesausschusse> deut-ch-jüdi-cher Jugend und l>il«|ete eine Jüngeren-Grirppe. — Die Mitglieder/alil hat sich im vergangenen Jalir um fast 's!) Prozent geholien. Der neue \ nr-tnnd besteht aus den Herren Dr. M a \ I' w ic -er. V 11 o n » m a ii n . I. e o ii Bernste und Fräulein Seiita Meyc a ii t. Ref. Dr. Her m a n n Bull e n J a e o b - o Ii n . -H e I m u t h Heine W e i n e r G. L s u n s k \ In der Generalversammlung des Bar Kodiba, zu der an ^imi Mitglieder erschienenj erstattet^ der I. Vorsitzende, Herr J)r. M) a r x . einen Bericht über die Arbeit des vergangenen Jahre-, die als erfolgreifl« [Bezeichnet wurde. Die »teigenile Mitgliederzahl, insbesondere in den Sport-Abteilungen, .-ei ein gute- \ orreichen für das nächste Jahr. \ITii besonderen \ eran-taltiingeii wurden die Fahrt zum I ii i ii t a g des M a k k a b i - \V c|l ve rha Ildes in Antwerpen und der vom Hamburger Bar Kedrira veranstaltete I nriit[ak des Deutschen.Kreises im Makkabi- \\ elt verband, der weit über die jüdische Bevölkerung Hamburgs hinan- Beachtung fand und nicht zu letzt auf die Arbeit des Vereineinen besonders guten Einfluß ausüble, hervorgehoben.- Der Sportplatz -ei nunmehr sicheri'e-lellt. mit den Bauarbeiten werde in allernächster Zeit begonnen, für welche eine- Bäustein-Aktion geplant sei, um die noch erforderlichen Mittel hereinzubringen. Die H O-cfc e > -Abteilung arbeite mit einer erfreulich starken Beteiligung der Jugendlichen: sie habe in fast säurtliehen Mannschaften pute Re-ultate erzielt. In der L'cidit- .i t-h I e t>i k - A b 1 <• i I ii n g hat sidi die Arbeit des Yereins- I raiuers auf dabeste bewährt. Die R u d e r - A h - t e i I u n g sei zwar sportlidi und technisch -elbständig, aber trotzdem ein wertvoller Teil <le-f Verein-. Sie habe es verständen, sidi mit Hilfe ihrer Freunde und Förderer einen neuen A ierer anzuschaffen, und hofTe. auch im nächsten Jahr ein 'Boot einweihen'und ihre Wanderfahrten wjeder aiifiu'hnicii zu können. Die H;ln d I) a 1 I - A b t e i I ii n lt entwickelte sjth erfreulich, insbesondere deren Juaendgruppe. die schon 60 Mitglieder Zähle. Feber ilie Fußball -. die I i - <• h.t e n n i s - und die F e ch t g r u p p e könne Guteberichtet werden, /iilelzt berichtete Herr Dr. Mn\ über die T u r n - A b t e i I ipi g e n . die auch heilte fToch den Mittelpunkt de- \ erein- .darstellen, da der I iirnbetrieb auch von fa-t -ämtliihen Sportlern besucht wird. \uih He K I e i n k i n d e r - G y injn a s t i k w urde w eiter geführt icuil -olle inten-ivictrt. Schjw fnljmen. für weiches zahlreich J;ew ie-en. — Im Winter find» - ( Ii a f t e n .[u'nd S i.n g a b e n «I e I ■ a s o vi --k \ sow ie h e b r ä i s ch läuft, iliiuei mle \ifieit für den jüdischen National fonds. In dei anschließenden Vor-tand-wahl wurden die Herren > a I I \ S o n ii e n r e i ch (I. Vorsitzender). Hans G o 11 - s di a I kl, M a ii I red Glas e r I fc van Gelder.Dr. F. Marx und Kurt Steinhardt gew-nhlt. , werden. ebenso das Virnich! ungen Interesse n A r b e i t s g e m e i n - Itter Leitung von Herrn Kurse statt. I)äneben Aus den Mitgliederversammlungen des Vereins selbständiger jüdischer Handwerker und Gewerbetreibender von 1906. Die" Versammlungen finden jetzt regelmäßig im (o'ineindeliaiise Joluisallee ">4 stat. Dank der Werbetätigkeit des Vereins siud schon mehrere jüdische Hausverwaltungen auf seine Mitglieder aufmerksam geworden und ziehen jetzt bei ' Vergebung von Aufträgen jüdische Handwerker in höherem Maße als bisher zu den von ihue i /ii vergebenden Arbeitenheran. Den Mitgliedern ist vom Verein zur strengsten Pflicht gemacht worden, besonders die kleinsten Aufträge schnellstens, jeden Auftrag aber prompt und gewissenhaft, zu erledigen. Fbenso w ird im Verein dahin gestrebt, daß seine Mitglieder nach Möglichkeit jüdische, insbesondere auch -ahbntht reue Arbeilneluuer beschäftigen und sich gegenseitig durch Auftragserteilung unterstützen, selbstverständlich unter Wahrung der berechtigten Ansprüche, welche nicht jüdische Handw ei k-ineister gegen ihre jüdischen Kollegen als Kunden haben. — I nter w e-ent lieber Mitw irkung des Herrn I s a a c s c n jst mit der Hamburger Bank von 1926.'ein Einvernehmen darüber er-' zielt worden, daß diese Bank jüdischen Kreditsiichenden. soweit die bankmäßigen Voraussetzungen vorliegen, bei Gewährung von Krediten entgegenkommt. — In der jüngsten Mitgliederversammlung vom 12. v. M. hielt Herr Gerson S t -o p p e 1 m a u n . Mitglied' des Repräsentanten-Kollegiums der Gemeinde, einen Vortrag über die Preise für rituelle Fleisdivvaren. Der Vortragende suchte den Nachweis z*i führen, daß diese Preise entgegen der weit veibreiteten Auffassung nicht wesentlich höher seien als die Preise der nicht jüdischen Fleisdihändler, wenn man nämlich nicht nur die Preise an sich, sondern auch die Qualität der W are i vergleiche. Fr gab aber die Möglichkeit einer wesentlichen Preissenkung zu. wenn es gelänge, die liberalen Kreise zum Bezage koscheren Fleisches heranzuziehen, de-sen Verbrauch dann wesentlich gehoben werden könne. Der Redner forderte die Mitwirkung der liberalen Krei-e auch deshalb, weil nurso der drohenden -Gefahr eines I Schach tverbotes begegnet 'werden könne. — Wir beabsichtigen, in anderem Zusammenhang auf dieses Referat zurück zukommen. — In seiner jüngsten Versammlung beschäftigte sich der \erein u. 'a.. mit der Besetzung des Schilrldieiicipostens an der Mädchenschule der Gemeinde' und [mit der Vergebung der Arbeiten beim Neubau des Israelitischen Tempels. ■ Das Delegierten-Kollegium des Synagogen -Verbandes' v. M. zu einer längeren Sitzung zusammen. Iren unter dem Vorsitz de- Herrn Olfen- D r. Fnttrat am 3p. Anwesend i bürg die Herren C-o h n . G o 11 h.o I d . II c ck s die l.evy, Dr. Möller. \\ a r i s ch . W e i ß b c; r schuldigt fehlte Herr Dr. Schlesinger; Vor Eintritt in die Tagesordnung ergriff Herd Cohn das W ort zu. einer BeglUdcwÜnschung des \ orsitzeiidcn. Herrn ()f f enbu rg. zu seinem bevorstehenden 40 jährigen Geschäftsjnbilaum. Was Herr Offen bilfe in einer langen Reihe von Jahren in der öffentlichen Jugendfürsorge, in der Kraiikenhaii-für-orge der Gemeinde-, zuerst als Mitglied, dann als Vorsitzender des Delegierten-Kollegiums des Synagogen-Verbände*, ferner als Mitglied des Repräsentanten-Kollegiums der'Gemeinde bis zu den jüngsti-n W ah- Ibstiiiid' wie Lrkaiilite legt zu Ich geleistet hat. mit Welchem Ernst und mit welche losen Hingabe er sich seinen Ehrenämtern widmet, unerschütterlich er für das von ihm als richtig eintritt, ist zu bekannt, als daß es des näheren dar} Verden braucht. Darum fanden auch die herzlichen Worte des Herrn Cohn den Beifall des Kolfcginms, durch die er' zum Dolmetsch der Empfindungen der zahlreichen K - Herrn Offenburg wurde, als er auch zum Dolmetsch \erchrcr und Freunde Arbeit ist besser als Unterstützung, eigener Verdienst wertvoller als fremde Hilfe! Gebt uns Arbeit für die in unserer Nähstube beschäftigten Frauen! Gebt uns Aufträge für die in unserer Schreibstube tätigen Menschen! Kommission für das Wohlfahrtswesen der Gemeinde Rothenbaamchaussee 38 Fernsprecher: H 2 Klbe 1899 t