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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1930-04-10 · 4 (10.4.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
6 (1930)
Issue
4 (10.4.1930)
Date
1930-04-10
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nummer 4 Äriswahl der stimmt, d. h. 3 auf )ie allerdings für die Liste eingetretesr vativen haben 373 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Liste entfallenden dis Mehrheit der Kandidaten Ue- Wähler, welche sind. — Bei den Unpolitisch-Konser- .... . 282 — 655 Wähler unveränderte Stimmzettel oder solche für mindestens 2 Kandidaten abgegeben, 410 Wähler Stimmzettel für nur einen Kandidaten. 332 von diesen letzteren Wählern haben die Auswahl der Kandidaten bestimmt, d. h. tnapp Vs Per gesamten Wählerschaft. — Bei den jüdischen Sozialisten ist das Ergebnis der Abstimmung der 15 Wähler, welche für. mehr als eine», und der 67 Wähler, welche für nur einen Kandidaten gestimmt haben, gleich^die Tatsache, daß diesen beiden Gruppen mit zusammen 82 Wählern 178 Wähler mit unveränderten Stimmzetteln gegenüberstehen, scheint auf eine gewisse Geschlossenheit dieser Wählerschaft, auf Hingebung an ihr Ziel und ihre Kandidaten und auf eine Versachlichung des Wahlkampfes hinzudeuten: möglich ist aber auch, daß den wenigen Wählern die einzelnen Kandidaten nicht hinreichend bekannt waren. — Bei der jüdischen Volkspartci ist bemerlenswert, daß sie durch die Aufstellung von genau 14 Kandidaten dafür Sorge getragen hat,, dah diesen die Stimmen der. unveränderten Stimmzettel gleichmäßig zugeteilt wurdens welche Bedeutung das hat, wird bei der Betrachtung des Wahlergebnisses der liberalen Liste erkennbar werden. Aber auch bei der Volkspartei ist wieder festzustellen, dah den 225 + 326 551 Wählern, die unveränderte Zettel oder solche mit mehr als einem Kandidaten' abgegeben baden, 786 Wähler gegenüberstehen, die nur einen Kandidaten aus den Mitbewerbern hervorgehoben haben. Von diese» 786 Wählern haben 441 »die Auswahl her 4 Kandidaten bestimmt, d. h. also genau *3 der gesamten Wählerschaft. Diese Tatsache darf nicht ohne weit:rcs als eine Majorisierung der übrigen “'s der Wählerschaft gewertet werden, denn ein anderes Ergebnis ist kaum t enkbar, wenn von 14 Kandidaten nur 4 gewählt werden lönnen. Esdarf außerdem nicht übersehen werden, daß die 326 Wähler, welche nur teilweise veränderte Stimmzet el abgegeben haben, immerhin wesentlichen Einfluh auf dij gesamte Stimmenzahl ausgeübt haben: so werden die Kandidaten Dr. Kalmus und P h o e b e Earo auch in der zweiten Gruppe bet] Wähler von keinem anderen Kandidaten übertroffen, während allerdings Dr. Marr und S. Horowitz in dieser Gruppe von den Kandidaten Weißberg und Dr. M ich a ei i s überflügelt morden sind. Völlig abweichend von den bisherigen sind die Feststellungen. welche bei der Betrachtung! der liberalen Liste gemacht werden. Die 'zunächst auffallende - Tatsache, daß die ersten vier an der Spitze der Liste stehenden Kandidaten gewählt wurden, findet ihre zwanglose Erklärung darin, daß die Herren L i s e r und Dr. Fränkel in den letzten beiden Wahlperioden führende Mitglieder des Kollegiums waren und daß die Kandidaten Kurt Nathan und Änni Bauer diejenigen >er Jugend, des Gentral-Vereins und der Frauen gewesen sind. Bemerkenswert aber ist, daß die Entscheidung teilweise schon innerhalb deb Gruppe der Wähler fällt, welche zwar Streichungen in der Liste vörgenommen, aber doch für mehr als einen Kandidaten gestimmt haben, nämlich bei den Kai didaten L i s s e r. Dr. Fränkel. Dr. Mener-Wedell und Bauer: nur!bei den Kandidaten Nathan. Tr. L o e w e n b.e r g -und Dt. Jlrias entschieden die Wähser. welche nur für die Genannten cingetreten sind. I Dagegen springt best der Betrachtung des Wahlergebnisses der liberalen Liste eine Tatsachesin die Augen, welche vielleicht von den Verfechtern dir gebundenen Listen gutgeheißen werden kann. Diese treten ja dafür ein. daß die Reihenfolge auf der Liste die Reihenfolge der Gewählten bestimmen soll. Wer aber | pill, daß die letzte Entscheidung mittels der Stimmenhäuflupg den Wählern in die Hand gegeben wird, wird sich! vielleicht nicht ohne weiteres mit der Tatsache abfinden, daß von 817 unveränderten Stimmzettel,! die 10, ersten Kandidaten 817 mal je 2 und die 8 letzten 817 mal je 1 Stimme erhallen, d. h„ daß die 10 ersten 817 mal. vor ihren übrigen 8 Mitbewerbern bevorzugt werden. 8171 mal 23 Stimmen sind 22 876 Stimmen, hiervon der 18. Teil rund 1270 < 1271 > Stimmen, D. h.: die ersten 10 Kbndidaten haben aus den unveränderten Strmlstzetteln ein uifverdientes Mehr von 364 Stimmen, ' (en ein unverdientes Weniger von 453 lzas das bedeutet, wird ersichtlich, wenn Dr. Fränkel von seinen 3326 sie» und den Kandidaten Dr. L i v P - ihren 2820, bzw. 2558 Stimmen je »en: denn dann würden diese beiden die letzten 8 Kandido Stimmen erhalten, etwa dem Kandidat! Stimmen 364 genomf mann und V a l k 453 hinzugefügt wur letzten mit 3273 und 3111 Summen den Vorrang vor Dr. stimmen erhalten. Hier also ist die Seite 7 He auch nach gruppierbstverdcn. äten: Liiscr 1698, r. Livp m a n n k 1599. Ko reu Dr. Locwcnberg Fränkel mit 2962, Stelle, bei welcher unser Woihlrecht angrtifbar ist. Glicht uninteressant ist auch die Reihenfolge der Kandi daten der liberalen Liste, die sich ergibt, wenn der Anzahl der für sie cintretenden Wähler Es haben nämlich gestimmt für die Kandid Bauer 1655, Dr. Mciicr-Wedcll 1617. 1614, Dr. Urias 1610, Rathaä 1693. V ä 1596, Stern 1596, Bachrwch 1591, 1590, Schindler 1531. Knobln ch. I581i, Alerandcr 1577 Dr. Fränkel 1575, Dr. Op>pcii hei in e r 1678. Dr. Mag nus 1572,- Dr. Abraham 1572 'Wähler ° Folgerungen aus diesen Feststellungen und Betrachtungen zu ziehen ist wohl noch nicht an der Zeit. Vielleicht lesen andere anderes aus den liief milgeleillen Zahlen heraus und äußern sich daher zunächst auch cinmäl zu den Einzelergebnisscn der Wahlen. > Hier iei nur noch zum Schluß eine Tabelle angeführt, welche die Wahlergebnisse iür die 6 Listen kurz zusammenfaßt und -ihr prozentuales Verhältnis zueinander darstellt.! . 7 's- -Sal “üi S kä — /=< ks 3 s-ä 3.H £ 5 C SS? *? =1 sfi £ SW N=?ij N - “ ‘ N m m 1 in in Handwerker NN 7:! *i:> lu.U 11.22 1 7,w. M,72 UM -.'tcvvuili W1 1.(1 7.1,1 ör7fi ■ 1 UO; MMN) KM Uiw.-Nonkervaiive :t;;i Iw 1<«K> I>?V>0 km CU,P; LoziaUNe» 17li jt[7 117(1 Aolksvariei ,-,'ö NAi 7?m> 1.(17 »(..-:( KM Uivcralc Pl7 7.M -.Möl :(7,'js JU'li J7.11 ICO Anianimcn >7Nl 157.- .(l.’l *,7*»n 17.',,'-’ 1 U.'.HO 311.1?!* WM Gemeindesteuerpflichtige, welche die fälligest Gemeindesteuern nicht oder nicht,in der gesetzlichen Frist zahlen lönnen. tun in eigenem Interesse gut, rechtzeitig beim Vorstand der Gemeinde oder des deni zuständigen Finanzamt Stundung zu beantragen. Unterbleibt ein solcher Antrag, so tritt ohne Zulun und ohne Kenntnis des Vorstandes das 'Mahn- oder Vcitreibungsverfahren ' ein. Die Steuerpflichtigen haben die damit verbundene» Umstände sich gegebencnialk selbst zuzuschreiben. Der Israelitische Mädchenbekleidungsoerein. I Dieser Verein, eine der s cg e n re i ch st ä n Wohlfahrtseinrichtungen der.Gemeinde, ist in Gefahr seine W^rtsamkeil einstellcn zu müssen. Der Verein! besteht seit!»> Jahren und hat eine vielseitige soziale sowie ethische Ausgabe erfüllt, indem er Schülerinnen der. Israelitischen,- Töchterschule nach Bedarf ein; — »ach dem Kriege sogar zweimal im Jahremir Wüsche (>)en6 den, Beinkleidern, Strümpfen usw.j sowie mit Kleidern versorgte. Aber eine seiner wirksninsten Aufgaben bestand darin, daß er den. Kindern nach Bede rf neues gutes Fußzeug lieferte, das während des ganzen'Jahres -in tadellosem Zustande erhalten wurde. . Alle Kindcrsreunde wcrdqn einsehen, daß die Auflösung gerade dieses Vereins rief zu> betlagen wäre, denn dadurch, daß er die nötigen Kleidungsstücke lieferte^ leistete er den Kindern in gesundheitlicher und sozialer Beziehung vorzügliche Dienste, indem er sie vor Wgtterschäden beschützte und durch eine hübsche, aber unaufsällige Kleidung, wobei jede Uniformierung ausgeschlossen war, vor Beschämung bewahrte. £119: letztere erscheint mir gerade jetzt, wo alle Stände ihre Kinder in dieselbe Schule schicken, von > besonderer Wichtigkeit. Ich richte daher an alle Kinderfreundc die herzliche Bille, wenigstens den geringsten jährl chen Beitrag von ö Jhl weilerzuzahlen oder dem Verein al > neue Mitglieder b-^'ntreten. In bezug auf das letztere stützt sich mein Vertrauen besonders auf diejenigen, die vielleicht ininal Gelegenheit hatten, sich persönlich von der segensreicher Wirksamkeit des Vereins Zu überzeugen. , Anmeldungen zum Verbleib oder Reueintrirt in den Verein erbittet die Unterzeichnete. Mar» Marcus, H c n s a st r-a ß e 74 I.

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