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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1929-06-03 · 6 (3.6.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
5 (1929)
Issue
6 (3.6.1929)
Date
1929-06-03
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Gemeindeblatt der Deutsch - Israelitischen Gemeinde. Wiihlfälirt'pflejiP. in der Fremelenpfle?e, in der Krnuken- Hiaii'iiii-ori:»- mul in dem Jugendamt'der Gemeinde, )n den \ ii|«tiindeii der I bellte rsch ule', des Mädihenwaisenhaiise.s, de-! KimlereiIiolnnir'hpims vXX ilheliiiinenhöhe. des Altenliai -innil de- .-Pflejrehoiiii.s der Gemeinde. In der der Ge neimje nalie-telienden Mitlel'tnnd'hilfe arbeiten sie eln ii'ii in verständnisvoller und eni'i.ier W eise mit: andere; Ge! ilele der sozialen Arbeit wie die jiidisdie Berufsbei aliina-sU-lle sind aii"ihlie(?rich ans "der Initiative j ii I i » di e > 1 > a ii e ii lierv orjrepanjren. [\irbt uciin^ auch ist die Zahl der Beruf lidi im lii'eil'te der Allgemeinheit stehen d e II I lauen unserer Gemeinde. An drei Mädchenschulen. in denen dei ■ eriillte I eil der weiblidien jiidisdien Jugend I lafnbn i u's erzoeen wird, wirkt natnrscmäfl eine jran/e Anzahl jüdischer l.ehreriiineh. Die Oberleitung des Kränkenh.iii'jes de, Gemeinde liejrt seit-langen Jahren in den I landen einer Kran, die l lihrnni; des Xfüclchcnwaisenhaiises. «les l'l h'Lelieinis und des kiiidcrerhnliin£shci,iis XX ilhelnijiieiiliölle i'l I rauen aineilniut. I.iner Ju;renclpflp;rerin obliejrt <fie gesundheitliche Hir-orge für sdie Jugend, in dem jüngst te neben einer männlichen l.ehrkralt bereits äusgebildete und zwei, in Kindergärtnerinnen. In dein Jisroel, der. an sich zwar eine dndi mit dem Jugendamt der (- düng stellt, wirken gleichfall- Kräfte, und die leitenden^ Bei abteilnngen unserer Gemeind So zeigt die Arbeit der jin ein vielgestaltiges BiI i und f mfang ausgedehnte lätig sifien Gesanillndt unserer Stadt. Hamburgs ans dem /ii'aminoii'C ton nah und fern neue An reg» I loffnulig. Dali sie ijnerseils Wirken ihre zahlreichen Gäste Arbeit zum Wohl der < Wunsch. Nummer 6 die heranwachsendc jiidii rganisierten Hort w.irken eine Jii^cmkIlcitc*rir>. eine c|c-r Ansbildiing stehende 1 ..indergarten der Agachiselbständige Finri^htiing ineiude in enger Verbild - ansschlielllich weibliche ipntinneii der XX ohlfahrlsnd ebenfalls Krauen, isrlten Krau in Hamburg .. eine rege, nach Inhalt eit zum Besten der jiicli- Dal! die jüdischenf lauen u mit ihren Gefährtinnen ng c-mpfangen. ist unsere ich ihr Beispiel und ihr neue mit hiebe fiir die it erfüllen, ist unser i I i heu Sidonie Werner: Erinnerungen •l'fii Jahre, nachdem die Henrv.-Jone--l.oge in llamdncj segensreiche lathrkc-it begonnen, wurde im J a lire l-ov ein ihieni weitschaiieinleii. genialen clämaligc-n l-’ri'identeii (> u-ta c 1 ii ch . .der Israelitische Humanitäre I itiueineicdn gegründet. ’Wolil hatten jüdische- Krauen immer schon clrnritativ -e.jibeitet und gab es auch schon, wie allgemein bekannt -ii indische 1-rauc-nv orc-ine: bis in- Xlittelalter zurück liillt -!(|i dana'chwei'en. (A\ ie notig w ir in Hamburg organisierte jüdi-che Kranen Iiclitcni. le hrte mich da- ( holerajahr Ikuf. f nzählige i-che Männer konnte ich beobachten, die beherzt, in uplernder W ei-e. -iih zur Bekämjifnng dieser ver- :ie|-<i c-ndeii Sieuchc* beredt fanden: aber jüdische Kranen fand df ni i gend-. /ui or-ten Besprechung für die Gründung cdnes jüdischen f i ntien v ereiiiwar ich eilige kielen. ich bc grülhe den V or-chl-ig mit f.n-thiisiasmiis. si^flpmich auch -ofcdit ganz in den Dienst der gntc-n >ache. " Ne» w arc-n bei dieser t.riindnng da- Sv stein. .-die- Xlaunigln >1 igk eit der Arbeitsgebiete-. die wcdtgcdienden >tiitutc-n. he Art der ( bgain-alion. Diet-elcdgschaft dc-r^ jinli-chcn f rauen . w ar .zuer-t er- - -diic-ckend ge ring, und wir mullteii muh lange unsere Ansprüche auf geeignete Mitarbeiterinnen zu riiek-ch rauben. Die. jüdischen f rauen hatten noch nicht liC-giiffen, dal! sie durch eine >chicksalsgc-mcdiiscfiaft Uiitc-inander verbunden -nid. dal! die jüdische- Gemeinschaft die -Mitarbeit der Krau hrciuchte. dalj -ie sich bew ül!t zum Judentum zu bekennen Matten, dal! -ie bewuüt um die Sinngc-stabiing ihres-Kji anen- 1 ciiii~ ringen sollten, .-solange noch ein Mann — und sogar ein. so bedeutender Mann, wie- Git-Iav I nch ohne jecte f inschiänknng war an der .-spitze de- Kranenv ereins stcpicl. konnte- Von einer ..jüdischen f Italien bew egn ng nodi nicht L-osprochen werdc-n.! t dehhberechtignngsbi siic-bnngen waren nicht spürbar, \A c-i tmaü'täbe für K ranc-nleislniigen gab enicht. Die Persönlichkeit von Cäi-tav I uch war zu stark, als dal! der I i.meueiiifliil!. der in der Arbeit wohl zu spüren war. nach ■ i il!en hin zum Xu-drück gekommen-wäre. Wohl hatten f rauen in ini'C-rm Vorstand erkannt, dal? In« wirtschaftliche- und auch dagesellschaftliche heben sich ln W i, knngsbereich der b rauch auUc-rordentlich erweitert ü itte. Da- X Ordringc-n. der Freuen im Krwerbsieben mit seinem Kampf, mit seine n Hc-mnningen inne rer lind anderer X11. Inachte die Jüdin in einen .'starken. Konflikt-mit den I am11;(-!itTii(|ilioik-ii.. ilenn einzig und allein waren jüdische!! 1 c-jn bestrebt, die’ 'luchter zu V erheiraten. SicJier ist die!.holder natürliche Beruf der Kran: aber bei der Minder- /aiir <l,-r Männer gab eimmer ..überzählige" Mädchen.! - Ln-dnilte einer hoch stärkeren f.nergfeentfa billig von h iic-n niiserc-r!fiifirer albei den anderen Konfessionen. mii uii-cic- I.Ilern dahin zu bringen, dal! auch Mädchen, sc d ie u -iczu einer, inneren Harmonie gefangen, einen Bend zngefohrt w erden in ii—c*n. IUI' I el in Die hinw elteinriiisse sind bei . schne idender Bedeutung. ..denn! zeit der .-sinn für die I amilie. "! In zäher Pionierin beit miilheii i l.rde. Spatenstich um Spaten-lich. i Mut der Krallen, nudhen ihren XX isiicheni ihnen jüdische .Geschichte izubrinien, damit -icerkennen! Literatur. unsere Kun~l Schütze Iden Meisterwerken der XX eb nie- Nicht durch X ordrängen. nichlt ^allmählich, kaum walirneliniba iSelbsterziehnng miiÜten wir nnteil iAufgaben, die uns Zuwachsen. 1 iefschmer/liih c r u grollen Führers Gn-lav I nch Igcg au der Kntw icklung -ozi b»rg lieteiligt i-t. wird me Jiiele-n v oll I iefein iiiisernr Xolke wm wir uns jeden sein Jtlbreil, c-i ringen, wir muhten den illc-n w ecken, muhtejii vc-r- , jüdische 1 iteraturi naliesollten. daf! auch iuiseic iiiii'chliehen. die -ich mit i können. Inreh Xiimalhiiig, ganz nchs das X er! rauen, du i ch machc-n Ihr die grohe-n ir den Xerlust uiisc-rc-s l. fc-br. lütlü). und wc-i -jüdischer I railenarbc-it in llamaiilliiireu. ihm in Anerkennung jiidi(sehe nlf raueiisachcnach dc-i duukh.i i I lallen ziiwandeln. -che Herz." v c-rt rauten icklung tzte. zeitgemäl!-.- f ür-orgegctigkeil in XXoldlnhrt um leicht. ..Das gute,! jiiiliverden. dal! man Iiüt an npiziigc-hen habe und dal? ableliiieu lind!, die eine illeln -ich gestatten kann. zu verwerten: nvere-iiis in Frauenhände liandeii. eigenen Heilten zu n waren zu erstcelK-n. ewir setzten stellen ein. .Stillprümicu nahmen uns seiner, X erdieii'te um nn-eie zu sein, wenn auch die starke -eile erst nach seinem lode c-in-c l »sei -streben ^wur aal eine richtet, die bisher übliche XXohlt. Auch elavcar nicht solltedahin gelenkt Geldern sorgfältig >> X c rein manche- I ntc-r»t iitzui> inzelüorsnn aii' ihren eigenen X f.s gab die geringen Xlittel III tzbi ingc-nd denn cfls die I.eitnng de- Francübergifig. war ein f elilbc-trag vm Fs galt f rzic-hniigsarlic-it in tpisc-rn leisten, würdigere f.liescjiliehnng . . galt vor allen 1 fingen, bessere Mutier heranziibildi-u. Da- Sei bst nähren der Kinder hatte -ui ter den jiidiscJien Krauen eine starke Abnahme erfahren, aus. richteten Säugling-beratn ng. der Kindef an. Fs erstand unser Frholinigshc-im in Segeberg. unter der immer in Dankbarkeit zu l-rw älinenden XIitw irkinig F a » 1 l.a-kii r-, .ilcr unser Berater, unser Helfc-r, [unser ‘Jreiind war. ohne d.c-ssen llilfej wir nic-mals zu clic-sc-m |weitumfassemlen Kindi-rhill'werw gc-konii»c-n wären.: j Auch seiner- Hülirigkc-it haben wir es zu dankc-M. dal! Iw ir in engem Aii'chlul? an unseref rhcdniigshäiisc-i in! Segeberg eine 1 laushabiciigsschide c-r ichtc-u konnten, die! jüdi F-che Xlädchen für die” f ührung dc-> eigenen Haushalte!, oder für den liausw irt-challliehen Ben f vorbereitet. j Fange, ehe die f ordern»g naei jüdischen 1 laiishabungsjthulen allgemein wurde, Jmt uti :er Xoistand in der|haus- Sv irtschaftlicJu-n Aiisbilclnng jüdischer Xlädchen ein Abwehr siiittel gegen die um -ich greifendi-ii Xlischehen erkuntit. i Jetz.t gc-rade vor f> jahrc-u rriindetc der Israelitischejjumanitare f rauenve-rein in (>e neinschaft mit der XX eibjichc-n Fürsorge f ranklurt a. XI., dessen Xorsitzende s. /> p «5 r t h a Pap pen he im war. den Jüdischen Frauen- -nng und Hfehtunggebung aller Deut leliland bedeutet. blind, der die /ii'anynenfus jüdischen F raiienvc-reine 3858

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