Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 4 (10.4.1928)
- Date
- 1928-04-10
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
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leitt io Gemeindeblatt der Deuts h - Israelitischen Gemeinde. 'Ji'umiuei' 4 Hamburger jüdischer Eport- und Turnverein e. B. 1,. Nebungsabende: für Damen Mittwochs, 20—2L Uhr, purnhalle, Papcndamm 4; für Herren Donnerstags, 20—22 Uhr, Talmud ToraSchule, Grindelhos. .2: Neugründung einer Frauenriege und einer j Alten-Herrenriege.! 3. G e s ch ä s t s st e 1 l e: Frl. Else Abrahainsohn, Peterslr. 33 b. \ Anmeldungen werden dort öder an den TurnaberUien schrift-! lsch angenommen. > 1 - Dr. Fürth, Vorsitzender.! Deutsch-jüdische^ Jugend. Dienstag, 17. April. Soziologie des Antisemitismus. Sludienwt H. Landahl, M. d. B., Leiter der Lichtwark-Schulech Dienstag, 24. April. Wahlrecht und Wahlsystem. Rechtsanwalt * Dr. Pi. Eichholz, Md. B. Dienstag, 8. Mai. Jugendstil-! sorge! und Jugendpflege (lnit Beispielen aus der Praxis). Dr. j R. M. Nathan, Syndikus der Deutsch-Jsraeliti>chen Ge-! mcinde. Sämtliche Kurse Logenheim, Hartungstrage, 20% Uhr. Junge .jüdische Menschen, die sich zum deutschen Volkstum bekennen, sind herzlich willkommen. : Zur Notlage der älteren Angestellten^ . Das große Problem der Unterbringung der älteren An- > > gestellten in der Wirtschaft ist seit langem Gegenstand nicht! .Nur der Erörterung zwischen den Arbeitgeber- und Arbeitj ''Nehmerüerbänden, sondern auch der Erörterung in der! Oeffentlichkeit und im Reichstag, wie in den Landtagen und j den kommunalen Parlamenten. Wie immer man das Problem vom Gesichtspunkte der > Aufnahmefähigkeit der Wirtschaft auffasien mag, di« Tatsache bleibt destehen^daß die Einschaltung der älteren und {rößienteils sehr berusserfahrencn Angestellten in die Wirtj Haft nicht7nur soziale Pflicht ist, sondern sich auch aus rein wirtschaftlichen -Erwägungen empfiehlt. ■ Ganz besonders gilt dies für die schwer um ihren Unterhalt ringenden jüdi,chen Angehörigen des Angestellronstandes. Aus diesem Grunde erichcint uns ein Rundschreiben des Eewerkschaftsbundes der Angestellten (GDA.) bedeutsam genug, um cs imi Wortlaute wiederzugeben. Warum stellen weitblickende Unternehmer ältere Angestellte! ein? Aus zwei Gründen. Aus einem wirtschaftlichen unt> einem sozialem 1 „Äarum aus sozialen? Aeltrre Angestellte haben als Familienväter, als Ernährer von Frau und Kind, oft von Vater, Mutter und Geschwistern, größere Verpflichtungen zu erfüllen als ihrtz jüngeren Kollegen. Weshalb aus wirtschaftlichen? Aeltere Angestellte find repräsenrativcr und erfahrener. Trotzdem werden jüngere den älteren oorgezogen. Warum? Weil die Gehälter der älteren höher sind als die ihrer jüngeren Kollegen. Dabei ist die Ersparnis der Mehrkosten nur eine scheinbare. Was der ältere Angestellte zahlenmäßig mehr kostet, bringt er durch Erfahrungen und Personlichkeitswerte vielfach wieder ein. — Was wird ferner gegen ältere Angestellte ausgeführr? Aeltere Angestellte sollen weniger anpassungsfähig sein. Auch dies ist ein Trugschluß. Jahrelange Angestelltentätigkeit kann Einfühlungsvermögen, Sicherheit und Gewandtheit nur vor-, stärken. Die bereits im Betriebe tätigen Angestellten bekräftigen diese Erkenntnis! Gerade an leitenden und verantwortungsvollen Posten werden meist ältere Angestellte beschäftigt. Bevorzugung älterer Angestellter heißt auch noch lange nicht, Einstellung eines beliebigen Bewerbers! Eingehende Prüfung des einzelnen ist nicht nur notwendig, sondern auch erwünscht. Ehe eine Ablehnung eines älteren Angestellten erfolgt, sollte aber erst eine persönliche Unterredung vorangcgangen sein. Der persönliche Besuch, beseitigt Voreingenommenheit und Bedenken. Die Praxis bestätigt, daß gerade persönliche Vorstellungen älterer Angestellter zu Einstellungen führen. Der in den nächsten Jahren eintretende Rachwuchsmangel ist ein weiteres Argument für die Notwendigkeit der Berücksichtigung älterer Angestellter. . Es mahnt zur Personalpolitik auf Sicht! Nicht nu? iiü Interesse des einzelnen Betriebes, sondern auch der gesamten Wirtschaft. Uebcr den Rahmen des Einzelbetriebes hinaus wird die Eingliederung der älteren Angestellten zum Problem für die gesamte Wirtschaft. Unternehmen,-Staat und Wirtschaft müssen mit dessen Lösung neben der sozialen Verpflichtung wirtschaftliche Gebote erfüllen. Das Eingreifen des Gesetzgebers. sollten die deutschen Unternehmer durch Initiative überflüssig machen. Grausame Not erhtischt dringende Abhilfe! GewerkschastSbund der Angestellten. miarm crbiS Israelitischer Pier Kasseubcstand l. Mitglieder - Beiträge . Spendenbuch, Büchsen, Sparlässen »Zinsen > . npa xmp man ^eta sür Krankenpflege. Begründet im Jahre 1711. E itty a h in c u: 1. 1927 einmalige Spenden ,/t.ll 3ö3,ü I „ 1580,00 „ 1172,00 21,30 .TtM 3130,0? Aufgaben: Krauten Unterstützungen s in dar, zmn Kuraufenthalt .; . . ’. . . . zur Pflege, Fleisch, Wein, Milch, Eier . . Medikamente, Bäder, Brillen, Bruchbänder Verteilungen lt. Statur zu vXN 41CS und in bar . . . und 395 Pfund Fleisch .; Kinderheilstätte Kiijingcn! Jnlaiso ujw.! Drucksachen . . . . : Kaisenbestand 31. 12. 1927 AU 102,00 250,00 300,17 127,30 895,00 513,50 5,00 373,90 39,30 232,89 tf.fC »130.05 Mir der Verösseiitlichuri^ dieser Abrechnung verbindet der Vorstand des' seit über 2» Jahren bestehenden Vereins N118V81 v'^>in E'kp N13N die Bitte an die Mit-, glieder, ihm weiter ihr Woihlwollen zu erhalten, und, die Bitte an Nichtmitglieder, ihm beizutreten. Meldungen bei Herrn I. Mojes, Hallerplatz >4. Postscheckvergütung: Hamburg 40 581 unter I. M o s c s.! H. a in b u r g , 2. Janugi Für detz I. M o s e s, Vorsitzender. 1928. l Vorstand: I. D r e i b l a t t, Kassierer. Israelitischer Fraucuvcrcin sür .Krankenpflege. Bilrnz 1927. l j Einnahmen: Kassenbestand »1. 12. 1920 Bankguthaben 31. 12. 1926 . Mitgliederbeiträge 1927 Rückzahlung einer Hypothek Spenden ...:.. , > A u S Unterstützungen ... Stahlfachmietc . . Abschreibung . . . Inkasso . Lö,chung einer Hypothek Kasienbeständ 31. 12. 27 Bankguthaben 31. 12. 1927 'J 205,75 575,33 2217,10 347,— 217,30 »ad e n .tt. 3562,48 .«! 3010,— ..! io.- . . . *.! 42,70 .! 2,- . 375,45 .1 . '.. 97,33 s! cU; 3562,48 Der Verein konnte im verflossenen Jahre- 150 Pfleglinge mit Naturalien unterstützen und!außerdem 750 -tt in Har verteilen. Indem er Mitglieder!» und Freunden die Abrechnung für 1927 unterbreitet, bittet er sic, ihm weiter ihr Wohlwollen.angedeihcn zu lassen! H a m b'u r g, Februar 1928. _ Rosa von Son, 1. Vorsitzende. . 1 Heimarbeit VtrllM P. Holfter, Breslau Hb. I