Die Gegenwart
- Journal
- Die Gegenwart
- Volume
- III (1870)
- Issue
- 37 (9.9.1870)
- Date
- 1870-09-09
- Page
- Seite 340 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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(Etngesendet) Auf r,uf. an die israel. Lehrer Böhmens! Eger am 5. September. Edürfte den meiften Lehrern bekannt sein, daß am 20. und 21. d. M. in Prag eine Versammlung der deutschböhmischen Lehrer tagen wird. G« erscheint daher anzrzeigt, daß wir diese Gelegenheit ergreifen, auch unserem Verehre neue Elemente zuzuführrn. Ich habe in dieser Angelegenheit bereit« mit dem Öbmanne de« israel. Lehrervercin« und dessen Stellvertreter mich in» Einvernehmen gesetzt und e« ist zum Beschlüsse erhoben werden, eine Ncbenversammlung de« isr. Lehrerverein» zu veranstalten. ES ergeht daher an die erren Eollegrn in Böhmen die höflichste Einladung, sich in rag recht zahlreich einzufindcn und bei dieser Gelegenheit auch die Nebenversammlung der israelitischen Lehrer zu besuchen. Gleichzeitig ersuche ich höflichst, einige Themen für die Nebenversammlung zu übersenden, welche ich bis zum 16. b. M. entgrgruncbmr. Als erste- Thema dürfte die Kräftigung und Belebung de« isr. krhrervereineS in Erwägung gezogen werden. Ferner der Anschluß dcS israel. Lehrervcrein« au den pädagogischen Verein in Prag. Dann ein Antrag des Herrn Pick in Kalladei die „Blätter für Erziehung und Unterricht" in Prag alsBereinSorgan «nzuerkennen. Wenn die Versammlung zahlreich besucht wird, so können wir eine Rcftaurirung der gesunkenen Kräfte unsere« Vereines erwarten. ES ist übrigens sehr traurig, daß selbst BereinSmitglicder, im eigenen Fleische wühlend, den Verein lebensunfähig zu machen bestrebt sind. Ein Anonymus unter Chiffre — wy — greift den Verein in den „freien pädagogischen Blättern zu wiederholten malen an u>d zwar au« keinem andern Grunde als weil man ihn bei verhetzten Generalverstumnlung-runden Vorstand zu wählen verschmäht hat. Ja, du lieber Gott! wer nur genug Ehrenstellen zu vergeben hätte. Mit Einer Stelle will ich diesem Herrn Anonymus schon dienen, wenn er mir nur verspricht, «« bester zu machen, als ich es bisher gemacht. Doch einen kleinen Fehler hat der bewusste Cchlaukopf; er kann zwar sehr wohl schimpfen, schmähen, verleumden, lügen u. s. w., nur von der Bibel versteht der Mensch nichts, das hat er mir so ziemlich zugestanden; alles Ebräische und Religiöse ist ihm Sauerteig. Doch thut nichts l — Ich werde eine Neuwahl des Vorstandes beantragen und wenn derselbe Anonymus mir verspricht, dem Vereine nützlich zu sein, so werde ich für seine Wahl zum Schriftführer des Vereine« Propaganda machen; denn mir ist wahrlich nur um das Wohl de» Vereine« zu thun. Aber, nebenbei sei eS bemerkt, eine Erwiederung auf seine letzten Jnvektiveu liegt schon in Wien. PH. Lederer. Schriftführer de« isr. Brbmortrtac» in Böhmen. Conkurs. Bei der israelitischen EultuSgrmcinde zu Horajdiowic kömmt zu Beginn des Winterkursc« an der concessionirten Volksschule die Stelle eine« geprüften Lehrers der auch rrnp u. jm sein soll, wofür ein IahreSgchalt von 500 fl. nebst freier Wohnung und üblichen Emolumenten zugcfagt wird, zu besetzen. Bewerber um diesen Posten wollen ihre Befähigung«- und bisherige BerwendungSzeugniße bis 20. dieses an gefertigten Vorstand Franco rinsenden und auf Verlangen einer Probeeinladung folgen. Dem Acceptirten werden die Reisekosten vergütet. Horajdiowic 4. September 1870 Erste öffentliche,-höhere Handclslehranstalt Praterstrasse 32. Die absolvirten Hörer genießen die Begünstigung des einjährigen Freiwilligendienste» in der k. k. Armee, ohne sich der Freiwilligenprüfuug unterziehen zu müssen. Einschreibungen finden vom 26. September an statt. Der Unterricht beginnt Anfangs Oktober. Am 2. Oktober beginnt ein Vorbereitungskursus für den praktischen Eisenbahn- und Telegrafendienst. Jahresberichte durch die Direktion und jede Buchhandlung. Carl Porges Direktor. Rabbiner Prediger S. Roseuberg in Prag. (^ederhausMchen, Fr. 14. im II. Zlock) erbietet sich, gegen ein mäßige« Honorar Knaben zur Confirmatton vorzubrreiten; in und außer dem Hause Unterricht in den Wisteuschaften de« Iudenthum« wie in den Schulgegenständen, zu ertheilen; uud einige GyMNüfial- und Realschüler unter «äßigeu Akku-uni en in gänzliche Derpflegung auszunehmen, und für deren Fortschritte in dem Studium zu sorgen. Kundmachung. Nachdem die Renvvirungsmbeitin in der großen Hofsynagoge , ihrer Vollendung entgegen gehen, ist mit der Bermicthung der Sitze begonnen worden und eS findet dieselbe an Wochentagen von 2—3 Uhr Rachmittags und an Sonntagen von 8—10 Uhr Vormittags in der Synagoge selbst statt. Außerdem übernimmt Herr Buchhändler Jakob! W. Paschel es, Geistgasi« 996—1. aus Gefälligkeit! VormeickUngen auf Sitzkarten. Karl M. Fürth. ärandeis Verantwortlicher Redakteur I.Mranöet»