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Die Gegenwart · 1870-05-27 · 22 (27.5.1870) · p. Seite 216

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Journal
Die Gegenwart
Volume
III (1870)
Issue
22 (27.5.1870)
Date
1870-05-27
Page
Seite 216 (sequence 8)
Language
German
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216 Vricffaste« der Nedaktio«. rück;! de« l«. — Herrn — d in *. O. flftft wedrr Xratai) noch Witz ix J*nillrtcr. »usnokme mfiffttt wir,u< dem ®»n>» txrwdgenu rrbl. Cnli. <?•». in Nmprolchiy Heb« brrrtl« an H. Otratirar Mftbtirfern, bir „All. isr. un.“ Mirftr fd> mit Ihnen in Vnbintung ietzn«. — Herrn S». in k—g. Die ZupSnte in Ihrer Gemeind« wurden bereil« in einem onsiren Blatt» belprecken, teetmch «nt die Mühe erspart teilt. — Heri» SP. hin. Cir geböien )u streu Rdsonirhelbeu, die teenn e» sich handelt, rffm oufzutreien, fich in» Eckneekenhou« zu- Briefkasten der Administration. Saffetier M. in SP. Ihr Aboannncot haben teir bi« Ende Jnni vorg,schrieben. — Hcrru K. in R. Ihr Abonnement hat noch za laufen. — Zur Adoptining cineS armen jüdischen Waisenknaben aus Rußland hat sich die Lultustzkmein-e in Neuflraschih (Löhmea) erboten. Diese edle Handlung sei andem Cultusgrmeinden zur Nachahmung empfohlen! Die Redaktion der „Gegenwart" im Namen der „Alliance israelite universelle“ in Paris. Die Industrieschule und Weisnähcrei der Elisa« Lethe Goldfinger, verehelichte Raudnih, befindet sich gegenwärtig Aistädter Ring Rr. 934—1. Weinhandlung Z. Oppelt Reffe über den Hof 1. Stock rechts. Daselbst werden Kinder in Verpflegung und Unterricht so wie auch Näherinnen ausgenommen. _ Bestellungen auf alle in da- Fach weiblicher Handarbeiten cinschlagendcr Artikel werden prompt «ffektuirt. Im Selbstverläge drs Verfasser« ist erschienen: Mecbiltah de Rabbi Jsmael tr.it kritischru Noten und kinrr ousführlichrn Einleitung versehen von M. Früdmann E ibliclhtkcl und kector am Letd-Lawidraaedj in Wim. Preis 2 Thaler 20 Elbgr. ferner ist durch ihn zu beziehen 815rv ckedv Lxd von box Autor voranstrhenden Werke« Preis l fl. 50 kr. Rationelle Anwrisnng zum Anbau der neuerprobten Der geeignetste und paffrndstr Boden hierzu ist guter kräftiger Mittel- und Bruchboden, überhaupt solcher Boden, auf dem man guten Koggen, Grünsuttrr, Frühkartoffeln, Gerste lind Lein mit Sicherheit anbauen kann. Strenger Lehm- und fester Thonboden sagt den Rüben nicht zu, da in solchem Boden die Knollenbildung schlecht von statten geht. Nachdem nun zum Anbau dieser Rüben ein paffende« Stück Feld bestinimt ist, wird dasselbe mitteltief durchgrpflügt. mit der Egge glatt geeggt und dann der Saamen ganz dünn breitwürstg gesürt; die« erreicht man dadurch, daß man unter l Pfund Saamen ungefähr 4 Metzen frischen Sand (nicht Flugsand) gut durcheinander mischt und hiermit 2 Magd. Morgen besäet. Da der Thau sehr mohlthütig auf den Saamen eimvirkt, so ist e« am beste». wel»n man denselben liach Sonnenlmtergong de« Abend« anssäct und de« Morgen« früh vor Sonnenaufgang die Saat leicht, ungefähr bi« % Zoll tief unteregget, wa« vermittelst einer leichten Egge, Rechen oder eine« Dornbüschels geschehen kann. Sobald der Saamen anfgegangcn ist, >va« eben nach dieser Methode nicht lange dauert, so beobachte man die Rüben, ob btrselben auch zu dicht stehen und gehe, wenn da« der Fall ist. sogleich mit dem Verdünnen vor. so daß alle Ouadratfuß eine Pflanze stehen bleibt, denn ein dichte« Stehen taugt nichts, und kann e« leicht kommen, statt dop sich Knollen bilden, die Pflanze hoch schießt und zu dem Glauben führt, man habe nicht engl. Futternibsaamrn. sondern Rap« aufgesäet. In 14 Wochen sind die Rüben vollständig auSgcwachscn. und «oerdrn die erst gedankten bi» zum Anfang de« Winter« verfüttert, dagegen dir zuletzt gebauten zum Winterdedarf aufbewahrt, da dieselben bi« im bohcn Frübj«br ihre Nahrhaftigkeit und Dauerhasttgkeit behalten. Englischen Riesen-Fntter-Rübe. Bei strenger Brobachttmg vorstehender Anweisung find diese Rüben, dir schönsten und ertragreichsten von allen jetzt bekannte« Futterrüben, werden 1 bi« 3 Fuß im Umfange groß, und 5, ja Ist bis 15 Psi>. schwer, ohne Bearbeitung denn fie verlang« weder da« Hacken noch da« Häufen, da nur die Wurzeln in der Erde wachsen, die Rübe aber wie ein Kohlkopf über der Erde stellt. Da« Fleisch dieser Rüben ist dunkelgelb, die Schaale kirsch» braun, mit großen saftreichrn Blättern. Vorzüglich kann man dann die Rüben noch anbauen, wenn man die ersten Vorfrüchte herunter genommen hat. z. B. nach Grünfütter, Frühling«kartoffrln, Rap«. Lein und Roggen. Geschieht dir Aussaat in Roggrnstoppel und bi« August, so kann man mit Bestimmtheit ein« groß« Ertrag erwarten und mehrere hundert Wispel anbauen. Auch wird der Versuch lehren, daß dieser Rübenbau zehnmal bester ist, a>« der Runkel- und Wafferrüben - Anbau, dn nach der Rübenfütterung Milch und Butter einen sein« Geschmack erhalten wa« bei Wafferrüben niemals der Fall ist, und der Runkelanbau viel Arbeitslohn kostet; auch al« Mastfütterung nimmt diese Rübe die erste Stelle ein. Da« Pjund Saamen von der großen Sorte kostet 4 Gulden und werden damit wie oben cmgedeutrt 2 Marge« besäet. Der Ertrag ist pro Morgen ru. 22(1—260 Scheffel. Pret« für die Mittclsortc 2 Gulden pro Psm»d. Unter '/4 Pfund wird nickt verkauft. Um guten Erfolg drr Flu«saat zu sichern. liefere ich den Saamen nur bi« 1. Angust. «2- Frankirte Aufträge werden mit ««gehender Post expedirt, nnd wo der Betrag nicht beigefügt, wird solcher per Pcstvorschufi entnemmen. Ferdinand Meck in Schwedt an der Oder. Druck und Verlag ven Zender» k Ar«»ön» Lnanttvvüücher Udaurur K.WsAdei». V

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