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Die Gegenwart · 1870-05-06 · 19 (6.5.1870) · p. Seite 189

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Journal
Die Gegenwart
Volume
III (1870)
Issue
19 (6.5.1870)
Date
1870-05-06
Page
Seite 189 (sequence 9)
Language
German
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— W9 Beilage M ,,Se^en»nr^' Nr. IS. fti D ft $ | Mi t t t hm) ftitetitnr. ■ ח “ st 70 וו 1 ד ז :1 ־ r f ■ י L. Nur Florenz berichtet mau da» Erscheinen einer dfouvülr Wk Dpnqti, wA'cher׳ bereit-' einen Band schöner LcheLm ffa die Jn^end verökfeMcht h'ajl. Ebenso erscheinm vokt Beffi an« Padua zwei' Werke über ,Eise»,bahnen" und über die ״Davchfmaschieuen," Werke die sich durch ihre Üefe Sachkenntnis kmd estlkuhe klare Darstellung auszeichnen. Zn Uakona erschien ein Werk: ״Änkona seinx Geschichte und Monumente"; der geschichtliche Theil wurde von Hrn. Eza« varini, Profchvr d«, schönen Wissenschaften bearbeitet. — In IewihS Ehrönikle Nr. 51 ist eine interessante Skizze über den 'ausgezeichneten Mahler Simon Salomon und seine bc״ rühstitt' Mke. - ' י - "' =" Die Iewjsh Times bringt eine sehr interessante Predigt von Hrn. Dr. Tinchoru unter den Titel: ״Der Syllabu». dea PMtS. ML. Vi.- M. dF.^GMabuL Moses." Engen de- Publiku«- rechtfertigen? Frankreich ist taub für die׳ RechtferAMg einer Riebetträchtigkrsk. Man muß sich die Schande gefallen lassen, wenn man den Berrath vollbracht hat. Zudem sehe ich nicht ein, wie ich ein Verbrechen zu rechtfertigen im Stande wäre, da» ich verabscheue und das Sie vor keinen anderen Richter stellt, als vor die öffentliche Meinung. Wenn Sie ans mich als Ihren ReliqionSgenoffen gezählt haben, so müßt» Sie diesen Irrthum fahren lassen; Sie gehören gar keiner Konfession an. Sie haben den Glauben ihrer Bäter abgeschworen und sind auch nicht mehr katholisch; keine Religion mag Sie, und Sie können auch keine anrufen, dmn Moses hat denjenigen der Bcrfluchnng geweiht, der ein Verbrechen wie da« Ihrige begeht und Jesus Ehristus, durch den Perrath eisteS seiner Apostel ausgeliefert, ist ein genug beredtfameS Faktum in den Augen der christlichen Religion. A. Cremieux." Wochynaiyeiger. Sl M m 1 I e n. -X (JubtlLuqr de- Hause- Rutschild.) (Sy ist nun eür halb« Jahrhundert verstrichen, seitdem das Haus Rochschild sich in Ocherreich etabliri hat. Durch großartige industrielle Unternehmungen, so wie durch die verschiedenartiysteu Finanzoperationen hat sich dieses WetthayS Verdienste ׳unk Ocherreich erworben, die bereits Kaiser Franz dadurch geehrt, daß dem damaligeu Chef des Hauses zu einer Zeit, nur der Erwerb vyn Grundbesitz dem Juden strengstens verboten war, -chattet wurde, Grund und Boden zu aquiriren. Später wurde der Chef des HazlseS Rothschild in den Frei« Herrnstand erhoben, und es war die kaiserliche Regierung überhaupt nicht׳ geizig in der Anerkennung, mit welcher sic dst Verdienste des Hauses Rothschild um den Staat zu loh. neu sich bemüht HE Ein Baron Rothschild war auch das erste jüdische HerrenhauSmitglied in Oesterreich und auch das fünfzigjährige IubiläM des Hauseist durch einen besonde. ren kaiserlichen Gn'adenakt ausgezeichnet worden. Herr Moriz G o l d s ch m i d, Geschäftsleiter und Vertrauensmann des Hauses Rothschild in Wien ist seiner Zeit aus Frankfurt gleichzeitig mit dem verstorbenen Baron Salomon in der österreichischen Residenz eingetroffen und repräsentirt das WrlthauS ebenfalls nahezu seit fünfzig Jahren. X Luriosnm. Die Juden in Amsterdam theilen sich in zwei Gemeinden: in die spanische und in die deutsche. Die spanischen Juden halten sich für vornehmer. Dennoch finden für beide oft Heirathen statt; aber man bemerkte unlängst eine sonderbare und lächerliche Ueberspanntheit. Bei den Gebeten für Todte oder Kranke, wenn es sich handelte, um ein Mädchen aus der deutschen Gemeinde zu verheirathen an einem aus der spanischen, machte man keine Erwähnung von den väterlichen Beinamen der Verheiratheten, indem man sich weigert, einen deutschen Namen im Tempel auszusprechen. Jew. Chroniclc. X (Brr Denunziant der Herzogin von Berry ) Das Ableben der Herzogin von Berry bringt auch den getauften Juden Deutz wieder in Erinnerung, welcher in dem roylisti׳ Aufstande von 1832 eine so schmähliche Rolle gespielt hatte. Deutz starb zehn oder zwölf Jahre danach mit Hinterlassung eines ziemlich bedeutenden Vermögens, der Preis, welchen er für seinen an der Herzogin begangenen Berrath erhalten hatte. Adolphe Cremieuz schrieb zu jener Zeit dem Verräthrr folgendes Brief:"״Mein Herr,! Jede Beziehung zwischen mir und Ihnen muß aufhören; ich habe Sie zwei Stunden lang anaehört, das ist htpug; würden Sie vor das Kriminalgeeicht gebracht werden utid Mich zum Dertheidiger begehren, so »yüHe ich Ihnen meinen Beistand nicht vetsagen: alle An^klantrnchewen da- Recht, diesen in Anspruch zu nehmen; aber^O^lM frei.lyälltin Glanze des lukrativen Triumphes; ich habe nichks^ür Sie zu ihun. Sollte ich Sie in den tu! Monate Mai. 7. Samstag Sabbathcing — 0. Ijar Thorabschn. 8. Sonntag 9. Montag 10. Dienst. 11. Mittw. 12. Donncrstaö 13. Freitag 14. Samst. הנהנים הלוים 7 11. 43 M. SabbathauSg. 8 ll. 23 M. Ijar — 8. — 9. — 10. - II. 12. — 13. rabbatheing 7 ״ Thoraabfchn. Hafthara ll. 33 M. Sabbathansg. 8 Uhr. 33 Min. Markte. Böhmen. 7. Miltschin. S. Vrraun. Birla, Brozan, Caslau, Go de! (bunzl. Kr.) W. GrorgSwaldr, Gitsit in, GroOa», Kohljanoivip, Leit»» misch! Rm. Mtt, PeterSwatd, PridiSlau, Prichowi», Schlagarnwald Rm. L-chlackenwerth Rm. Smichow. Smidar, Welwarn. 10. Drntsch. hrod, Leitomischl, Achwarzenthal, U»l»schodau Rin. Wodno». ll. Caflau (2 Tage) Rm. Daschip Rm. Gollsch-Jenika», Koiiiggräp Rn». Münchrngrätz Rm. 12. Bnnardip. Chiesch. iährast. Moldaul«׳». M»ncheugrätz, Nassabrrq, Prosetsch, Schonsrld Rm. Scnul. Ltrahlhostip, Zerhowih. 14. Birkenbcrg. Mähren. 7. Krain Rm, Mähr. Dsira» F. G.u. W.Remeckn Ra dostin Rm. 8. Brün» (14 Tage.) Bulau, Lud, Dnrnholz, Hr.idisch F. G, R 11. W, Hrozua Lhotla Rm. Iamiii(, Keliich F. G 11. R. Klodauk (hrad. Kr.) Rm. Kremst» Rm. Misliborch. Radosti». Schlappaniy, Tlu matschau, Welka. 10. Dürnhol; Rm. Hradikch (8 Tage), Hrozna Lhotta, jkrttsch, Klobmik (hrad Kr.i. Mähr Renstadt. Pohrliy, Echlappnitz Rm. 12. Kamenitz, Zwiltau W. Schlesien, v. Ddran, Tesche2) ״ Tage), Wigstall Als geboren nachträglich angrmeldrt: April 13. v״»»a, Tochter dch Herrn Wolf Polalschck and Kolli», R. (5. 1080 -2. - Camilla. T. d. H. Joachim Woltär. Haiidclsinann ans 2icl׳e». R. C. 282 — 3. — 18. Bertha T. d. Hr». Bcrnard Duz CoiuiniS ans Dut> (Be;. Wolliii.l N. C. I'.7׳—Bcrlha, T. d. H. Bernard Schwarz, Schuniach» auS?echinp N. C. ti7. — 20. Rosa. T. d. £\ Salomon Hauser, Tchumachcr ans Doiiiotiur. R. C. 177 — 3. — 21. l'ouifc, locht, d. Hrn. Markus Poppcr, Buchbinder in Prag. R. C. 2 49 5.— 23. Johanna,!ocht. d. Anna Pollak au» Draschip, R. C. 417 1. Trauungen im Monate Mai. 1. H. Mark. Rcselcs, Kuhälter au- Prag, mit Frl. Karolme.!. d. H. Jacob, Faclor in Sabihlitz. im Soreknsche»-Salon — H. August Woltär. Handelsmann in Lieben, mit Frl. Klara. T. d. H. Lippmann Brande,s. Handelsmann auS Prag, in der Krnhenhoj-SytMgogt. — Herr Adalbert Freund, Haadet-maun au» Rrubidschow, mit Frl. Pauliur. I. d. H. MathtaS Schneider. Ha,1dels.ua,in a״S Prag, in der KlauSshnazöge. — H. Adois Groß, SchueidergeseUe auS Humpolep. mit Frl. Läcill«, Lacht, d. H. Moses Köuig. Houstrer au- Raudnlh, N. L. 73—3. ‘— H. Bimedltt Federer «uS Kuttenplan Ssttwer, mit

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