Die Gemeinschaft
- Journal
- Die Gemeinschaft
- Volume
- 1928
- Issue
- 15 (7.12.1928)
- Date
- 1928-12-07
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/4889559-5436037-5436069--286-4889802- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Wer uns helfen will, untere Zeitschrift „Die Gemeinschaft" fortzufflhren und auszubauen, der tende für dieses Heft einen - wenn auch kleinen — Betrag an unsern Schatzmeister oder bestelle ein Abonnement. Der Jahrespreis für unsere „Gemeinschaft" betragt RM 3.*-. Die Lieferung kann mit jeder Nummer begonnen werden. Wir bitten, den Bezug bei Herrn M. Oottfeldt, NO 55, Heinrich Rollerstr. 24 anzumelden. Die Druck- und Versandkosten dieses Hefles sind durch Spenden aufgebracht worden, für die wir an dieser Stelle herzlichst danken. Als Falkenberg seinerzeit mit der Idee hervortrat, den infolge mangelhafter jüdischer Erziehung religiös Indifferenten, für die selbst der liberale Gottesdienst der Großen meinde nicht mehr zugkräftig war. neues jüdisches Leben einzuimpfe.n und ihnen eine neuzeitlic he, etwas, mehr ver ständliche Andacht /vi geben, da begegnete er zum Teil schroffer Ablehnung, zum Teil aber hatte man nur ein Kacheln und ein Achselzucken für ihn und seine Idee. Als dann aber in wenigen Jahren die Sc har Gleichgesinnter stark zunahm und ein Teil nicht der schlechtesten Mitglieder der konservativen SynagMgc des Berliner Nordens zu ihm überging, da verdächtigte man ihn. er wolle eine neue Kcformgemeinde schaffen, und man wünschte und prophe/eihuseinem Unternehmen ein sc hnelles Ende. Und heute r Falkenberg hatte jüngst zu einer Aussprache „in einem Kreis wissenschaftlich eingestellter oder interessierter Menschen'1 über ,,moderne Weltanschauung'" zu sich geladen. Ks wurde referiert, korreferiert und diskutiert. Das Referat haity Herr Herr Rabbiner Dr. W c \ I. Das Thema-ist eigentlic h für einen Rabbiner recht heikel, und man muß es dem Herrn Referenten zugute halten und volles Verständnis dafür haben, daß er sich, um jeglichem Gewissenskonflikt aus dem Wege zu gehen, in seinem Referate weniger auf religiösem Gebiete, als vielmehr auf den Randgebieten, den Naturwissenschaften und der Medizin, im Endziel aber auch in sozialen Kragen, die ja in besonderem Sinne religiös sind, bewegt hat. Ks ist jedoch an dieser Stelle weniger von Interesse, was er gesprochen hat, als vielmehr, daß er gesprochen hat. Und diese Tatsache allein ist schon, wenn man berücksichtigt, »laß Herr Dr. Wcyl der religiöse Kührer zweier konservativ orientierter Gemeindesynagogen ist, ein Aufschiuli moderner Weltanschauung, denn sie zeigt deutlich den völligen Wc^ fall der früheren kleinen und kleinlichen Rücksichtnahmen und die Betonung der persönlichen Kinstellung. Auf mehrfachen Wunsch richten wir einen Sprechiddl ein. (Für diesen Teil sind die jeweiligen Kirnender verantwortlich)- Moderne Weltanschauung. Von Dr. Erich Alexander. 21