Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 31 (29.7.1836)
- Date
- 1836-07-29
- Page
- Spalte 247-248 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4889117-4929679-4929881--424-4889466- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Hebron 1× ep/1047559
- Odesa 1× ep/1000834
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
rhereth (mit Cheth, d. i. Sonnenstadt, Heliopolis), aus welche Jesaia wirklich hinweist; als aber Onias zu Antiochus Zeiten nach Ägypten gestoheN war, und dort in Heliopolis einen Tempel, dem Jerusalemischcn ähnlich, gegründet hatte, sich selbst auf Jesaia's Profezeiung berufend, da erst tauschten die Juden in Palästina aus Haß und Abscheu vor solcher Abtrünnigkeit den Buchstaben Cheth in He, so daß die Stadt Ir Hachereth (Stadt der einstigen Zertrümmerung) hieß. Diese Leseart blieb dann in allen Abschriften. Der Paraftast Jonathan ben Usicl, der ungefähr 100 Jahre nach Onias lebte, fand beide Lrsearten in den Abschriften, (bald mit He, bald mit Cheth,) und im Schwanken, welche die rechte sei, vereinigte er beide in seiner Parafrase, und übersetzte: "Sonnenstadt, die einstens zerstört werden wird." (s. auch Meor Enaim von R. Asaria de Rossi Kap. 45.) 3) Raschi kommentirt zu I. B. Mos. 25, 20, "Rebekka sei bei ihrer Verhcirathung 3 Jahre alt gewesen."- R. Cliah Misrachi zu Raschi sagt, Raschi habe dieses aus Scder Olam entnommen. Auch die Tosafoth (zu Jebamoth, 61, b) sagen aus, obgleich R. Samuel der Fromme aus Speier sich für daS Alter von 14 (nicht 3) Jahren entscheidet, daß die Annahme von 3 Jahren dem Seder Olam entnommen sei. Dasselbe nimmt auch R. Asaria de Rossi im Meor Enaim (Kap. 14) an, daß nämlich es sich so im Scder Olam finde. Allein in allen Ausgaben des Seder Olam findet sich folgende Stelle: „Unser Erzvater Jizchak war, als er sollte geopfert werden, 37 Jahre alt; Abraham wohnte lange im Philisterlande, mehr als zu Hebron, wo er 25, während er dort 26 Jabre weilte. Um dieselbe Zeit ward Rebekka geboren; demnach heirathete Jizchak die Rebekka in ihrem 14ten Jahre." — So kann man oft auf Treu' und Glauben irren. — Diese Bemerkungen sind dem Werke: Jggeroth Jascher von I. S. Reggio entnommen, welche 20 hebräische Briefe enthalten, von denen vielleicht spätere Auszüge in deutscher Übersetzung folgen. Josef Klein. Zur Tagesgeschichte. (Bayern.) Seine Majestät der König haben unter'm 1. April l. I. dem Seifensieder Feld, mayer aus Wallerstein, Herrschaftsgerichts Waller, stein im Rezatkreise, ein Gewerbs-Privilegium auf dessen Erfindung, Fett ans eine eigenthümliche Art so zu bereiten, daß eine vdrzügliche Art von Seife und Lichtern Daraus verfertigt werden kann, für den Zeitraum voh zehn Jahren zu crtheilen geruht. (Kassel, 30. Juni.) Vor Kurzem befand sich Nr. Hennighausen, Ritter des päpstlichen Ordens vom goldenen Sporn, hier>, der die Herausgabe einer allgemeinen Kirchenzcitung, welche in Frankftirt a/M. erscheinen wird, übernommen hat, die sich nicht auf die Konfessionen der christlichen Religion beschränken, sondern auf alle Religionen, namentlich auch auf das Judenthum, ausdehnen wird. Schon 500 Mitarbeiter sollen für diese neue Zeitschrift angeworben seyn. (Petersburg, 6. Juli.) Der Direktor der israelitischen Schule in Odessa, Hr. Stern, ist von Sr. Mas. dem Kaiser zum Ehrenbürger erhoben worden. (London, 9. Juli.) Am 5. Juli fragte Sir. R. Jnglis den Kanzler des Schatzes im Untcrhause, ob er gesonnen sei, am Mittwoch (6.) die zweite Lesung der Juden-Emancipationsbill zu beantragen. Hr. Spring-Rice erhob sich so schnell, als wollte er aus den sanften Sir Robert losspringen, und antwortete schnippisch: „Ohne allen Zweifel." Der Mittwoch kam, das Haus war nicht vollzählig, und die Sitzung ward aufgehoben. Die Judenbill, die schon im Februar hätte gefertigt werden können, anstatt im Julius, wird nun zertreten, geburkt oder über Bord geworfen; denn wann kann die zweite Lesung nun beantragt werden? (M. Herald.) (Smyrna.) Am jüngstverfloffenen Namenstage Sr. Mas. des Kaisers Ferdinand sammelte ein Ist raelite dahier Almosen für die Armen aller Konfessionen. Redigirt von Rabbiner S. W. Rosenseld. — Gedruckt in der Fr. Humann'schen Buchdrucker«.