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Das Füllhorn · 1836-05-27 · 22 (27.5.1836) · p. Spalte 169-170

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Journal
Das Füllhorn
Volume
II (1836)
Issue
22 (27.5.1836)
Date
1836-05-27
Page
Spalte 169-170 (sequence 1)
Language
German
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ü lly p 4-^ » - ä Gin Leitblatt» zunächst für und über Israeliten. Alro. 22. Bamberg, Freitag 27. Mai 1Ü5K Nicht Weisheit, nicht Rath nicht Beraunft — entgegen Sott. Salomo». MoseS Geburt^ Dem Lode weiht der König, der knn Erbarmen kennt. De« Judeavolk« Söhn«, »u »ahlreich ihm geworden. Selch'Wort i« Reich der Sprache, da« die Ver,weiflung nennt, Di« eia« Mutter faffrt, will man ihr Kind ermorden? Slst ja ihr eig ne« Dasein; denn eine Mutter lebt Nor in de« Kinde« Seele, sein Athen« ist der ihre. Und wen» der Tode«en-tl da« emsige umschwebt, Fleht -«, daß seine Schwinge auch ihren Geist entführe. Doch können Zion« Frauen dem grausamen Gebot Ihr Liebst« nicht entliehen. Schnell tauschen Waffrrfiuthen Da« neu« «arm« Leben in starren kalten Tod. La« kümmert « den König, ob Herren d'rob verbluten? Da sieht in armer Hütte eia Judenkiad da« Licht; Die Mutter schaut'« mit Beben; denn—ach! — « ist ein Knabe. Sie liebt ihn schon so innig; doch er gehört ihr nicht; Bald löscht der Augen Lichter die Nacht im Wellengrate. Und gleich soll sie ihn kaffen? Nicht einen Augenblick Für ihr« Kleinod« Pfleg« mit Muttertreue sorgen? Ser trennet sich wohl kampfl« von sein« Leben« Glück? Si« halt, so lang al« möglich, da« ihrig« verborge«. Drei Monden sind entschwunden, noch lebt der Jüdin Sohn. Doch länger gilt kein Z««rn, geschehen muß dag Schwer»; Zu wichtig ist der König ans seinem Herrscherthron, «l« daß vor seinem Zorn Entrinnen möglich war». Da flicht aut starken Linsen ein Kästchen ihre Hand, Und legt darein den Knaben mit stille« Abschied«,ihre«; Sieleicht — so hofft si» leise — wird ihm d« Kästchen« Sand, Fristung p« junge, Dasein«, Srrettqng gar gewähren. Dann auf de- Liebling« Lippen drückt sie «och einen Kuß, Schließt ihn voll Sluth und Jammer noch einmal in die Arm«, Schickt ihn durch sein« Schwestrr hinunter an den Flnß, Und fleh« auf den Knien, daß Gott sich sein erbarm«. Gei Me, bange Mutter; auch in der Ströme Grund Wohnt mild der Geist der Lieb«, kann schützen Deinen Kneten, Wa« heißen Erdgesrh»? Staub nur ist König-nwad, Und nimmer darf geschehen, wa« nicht dein Sott will.habe«. Heariettt« vtteaheimer. HylaS und PhilonouS. *) HylaS. Und wenn auch die Materie an und für sich nicht denken kann; wird ihr die Allmacht Gottenicht die Kraft zu denken mittheilrn können? PhilonouS. Wir wollen sehen, «ein Freund. Wie fängt rS die Allmacht an, daß sie am Dorm Rosen wachsen läßt? Erschafft sie etwa jährlich in der Rosenzeit frische Knospe« quS de« RichtS, und befestiget sie an den Strauch? HylaS. DaS nicht. Vielmehr hat sie in den Dorn selbst den Saamen gelegt, a«S welchem za ihrer Zeit die Rosen hervorsproffen. , PhilonouS. Also, wer den ReftusaaMkn zergliedern, und seine« ivoem^Bau mit mikroskopischen *) »ul Engel«: »Philosoph für die Welt.« De« historischen Eingang dies« Aufsatz« unser« unvergeßliche» Mendel«, lohn'«, der nur für den eigentljchea Philosophen Jntereßr haben kann, ließe« wir,»« Raumersparnis« »egen, weg. - V.RW.

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