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Das Füllhorn · 1835-03-05 · 10 (5.3.1835) · p. Spalte 79-80

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
10 (5.3.1835)
Date
1835-03-05
Page
Spalte 79-80 (sequence 4)
Language
German
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i. GAßttz HttMüMch zogenommene Verbrauch des 'h«Wrißlh«LierS sehr ergiebig sein. Regiebeamr» »rrßchju«, daßallein ta Leipzi« dies Jahr die Konsumtion überS0,000 Thaler betragen habe. - 'Korrespondenz-Artikel. (AnSbach, d. IS. Febr. 1835.) Sormangenehm es auch für mich ist, die Beiträge zu ihrem Füllhorn, daS in dieser Kurzen ZeitseineS Erscheinens sich seines hohen Unternehmens schon würdig gemacht hat, mit einem Ereignisse zu beginnen, dazu de« traurigsten Erscheinungen unserer Zeit gezählt werden muß, so istesdoch allzuwichtig, alS daß ich nicht, alS Augenzeuge davon. Eure Hochehrwürden genau Bericht erstatten sollte. Am Dienstag, d. 10. dS. M., Morgens «s Ahr nämlich, hat die Stunde geschlagen, in der die Himmlischen über die Ausnahme deS hochverehrten und allenthalben gepriesenen Herrn Ober- Rabbiner- MoseS Hochheimer dahir in ihr -Mich dein Richter über Tvd und Leben einen Lobgesang anstimmten, in der aber den Irdischen «inen unersezlichen Verlust zu beklagen, daS Loos geworfen wurde. Wäre eS nothig, nur irgend etwa- Rühmlichevon dem Verblichen hier zu erwähnen, da mit seinem Namen zugleich sein Rahm und seine Größe bizu den entferntesten Gegenden sich verbreitete? In einem durchlebte« Zeittckume von 8oz Jahren verfloß seit-deni Erwachen seine- Bewußtseinkein Tag, in dem er nicht RüzlicheS, SdleS und Gutes mit dem glühendsten Eifer gewirkt hätte — und so wavdenn sein Kommen und sein Gehen gesegnet. *) Di« Anstalten, welche unter Leitung des hochlöblichen Vorstände- und anderer ausgezeichneten stemeindeglieder zur feierlichen Bestattung, die gestern am 12. d. M. Statt gefunden hat, getroffen wurden, waren ganz des großen Mannewürdig. Begleitet «on dem Herrn DistrikSrabbiner -K öheim au- Gnnzeohausenund dem hiesigen Vorsinger folgte dem Leichenwagen der Sohn des Hochseeligen, I. Hochheimer, Rabbiner zu tzchenhausen, der seinen liebevollen Vater, seinen großen Lehrer, sein All^ .'in chm beweint-. Därauf folgte die ganze Schuljugend gut ihrem Hrn. Lehrer an der. Spije, die einem väterlichen Beschüzer kindlich in ihm betrauett. Daran schliißen sich die Gemeindeglieder feierlich -ekeidet in geordmsem Zogt, denen der verehrliche Vorstarch und die zu heiligen und «djen Zweken pereniten Korporationen in Wagen folgten, die bitte« Thränen über diesetraurig« Veryängniß weint«». Aus der ganzen Umgegend war ein Herbeistromcn von seinen unzähligen Freunden, die aufgeschrrkt oon dieser Hiobspost, wie bei der Bestattung un« serS Stammvater-Jakob einst herbeieilten, durch Thränen am Grabe ihrem Schmerze Linderung zu verschaffen. Am Grabe wurde von seinem Titl. Hrn. Sohnes dem Herrn DistrikSrabbiner Böheim au- Günzenhausen und von drei sehr_ ehrenwerthen und kenntnißteichen GemeindegM« der Reden in hebräischer Sprache gehalten, die alle der AuSdruk einen tiefen und herben Schmerzewaren. Mir, dem fünfjährigen Schüler degrohen Lehrer-, ist vom -ochlöblichem Vorstände >ie Würdigung zu Theil geworden, durch eine Redin deutscher Sprach«.meine innigsten'Stühle an den Lag legen , zu dürfen. Sine Thorq, ei» größte- Kleinod im, Leben, ward hie Gefähöin seiner Hülle im Grabe. So ze,gtt sich denn bei der Bestattung schon, wie fruchtbar der Same sprojstt, den der große GeisteSheld auSgestrrut hat. Man wußte angeerbte Zeremonie zeitgemäß mit erhabener Würde 'au-zuuben. Der große Geist, der seine Wöhnong nun über Sterne aepflanztthat, er mög emS ewig leuchten. Ich bitte Sie,, gütigst diesem Briek in Ihrem Füllhorn eine Stelle zu ginnen, und zeichnete.». . A. B. Grünbaum, RabbinatSkandLat au- Gunzenyansen. M> »»ich al« Echristßeller bat sich der trüg Verbuchen« veryjent gemacht: Außer einer hebräischen Pramvattt ' unter dem Titel Sapl» druob, bie'er schtUb.aab die » anfSugllch; bevor sie durch spätere derartig« Arbeiten verdrängt ivurbe. vielen jungen Leuten »üblich war. gab er augs Aimchw «tt Anmerkungen «rau«. ' - Aphori-men auS,hem Tsllmud. ES kommt bei gotte-dieustlichen Verrichtungen nicht auf da- Viel oder Wenig an, sondern vielmehr auf die fromme, göttliche Absicht dabei. Nicht jeder Mensch ist so gluklich, an zweien Tafeln zu speisen, <d. h. Nicht jeder fromme ist zugleich auchhierln diesem Erdenleben glüklich.) ugleich auchhierln diesem Erdenleben glüklich. . Die Gebetg im Hause Gottewerden voi nehmlkch erhört. —— - . , " ' Hat Jemand im Sinne, etwa- Gute« zu thun, wird aber, ohne sein Verschulden, -daran verhindert, so wird ihm schon der Porsgzur That angerechuet. - - > N-.' < Rbbigirt von Rabbiner S. S. Rosen selb. » Verlegt von Fr. Walthr in Linkelsibsi-l,.-

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