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Freies Blatt · 1893-01-08 · 40 (8.1.1893) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
II (1893)
Issue
40 (8.1.1893)
Date
1893-01-08
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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5cfle 8 .freies 3? I a 11. Nr. 40. 'tinitiSinn* /'viot'iliiiitf madH, aber andt Verne an die Cl’erflddjc kommen, wci.iie ’>! v fiaiiii'iiiMii Itne." SV ringt denn der ÄttttsctiijlistiinS über andere als ir.i.’,u'iir>iije VenteV -- I». i?it öiftntlidjf iVeillling in Krems.! ■ftne K rc in? nmb nnS gcfd)ricbcn: it::e >inIIIer mit einem Jngp meCei ner in'nro.ieiilicii nmüdtltdirS Jllngliief für vine egoini'dien Ztvccke ansbenieiid, bat das ,.?eut'd)c 4!olfeblo11" auch r.n einem in nnierev Stadt iräbrend ber tibriftnadit aii-kgebrocheneii Schaden 'einer, dem nnlnerc Hältst? zttin Ci"'er fielen, dstnlaß genommen, um gegen inneren rettriülidKn Bürgetineiüer und liberalen Abgeordneten Tr. Heineni a ii n eine kleine Innige Htps veranstalten. „Wir wollen," schrieb kaS Argali für bstttistitaßigs Perdrebting, der Wahrheit, „die mannigfad)cn Aettße, Hingen d>S Ilnn illenS und der Entrüstung, die wir in der Brandiiacht über den Bürgermeister und die Feuerwehr zu höre» bekamen^ nicht wiedergeben. Tu» aber kann wein gesagt werden, daß mir eine vernriheilende -Stimme brtr'due, daß Alles iibereinftintmte in dem Tadel eine» Wemeiube Cbtrbonbte‘5, das niebt Etnttdn genug befiel, um die Nothwendtgkctt der litnblirmtg einer Üchtdigen Feuerwache in einer Stabt mit fall II dt) Einwohnern, die noch dazu durdi ihre Bauart be’onfcren Sdnib gegen FenerSgeiahr verdienen würde, zu erkennen. Taß Krems heute über keine Feuerwehr verfügt, die ernsteren Aufgaben genmebvit wäre, das ist nid)t;um geringsten Theile die Schuld des libekaien Bürgermeisters Tr. Heiiiemann und einer, ilnn unbedingt ergebene» gesiunnngsverwaiidteii Ctiaut :e " Tein „Tenlllben Bölksblatt" 'können feine t'stgner wirklt'di dankbar 'ein da'iir. daß cS feine 'Wahrheitsliebe und feine xainrtr'ttri'r selbst tunt derantge Crnntungcn aut den liranger stellt. Welcher Art die rinmütbigf lintrüüung über nufer liberales StaMoberbaupt hierorts ist, mögen die Hergänge tu der Sil.’iing de» (?emeinbeau»idmMe» vom 28. Te- »viubor benvivn, bet ireldier der bekannte autiiemiti'dte Partcimaim Gemeinde r.nl' Tr Stingl r.trr Feiieiirehrdebatte heraorrief. Tr. Stingl, der kaum in 'eit Berdidtt der Liebedienerei gegen Tr. Heincinann kommeir dürfte, erklärte j lategori'd’. ein Borgehen wie das des „Teittstben Bblksblattes" dürfe nicht; geduldet weiden „Tas muß ent'd'ieden zttrtickgewtcsttt werden," tagte Tr. Stingl. j —'>ter imtü 'e’crt eine Richtigstellung erfolgen. Wir laitcn ttit-J von fie’em ' Blaue nidn oenirtbeilen. I>!> habe niebt als Barteimann, tondeni nur zur Sache ge'v.od'en. aber iw tage, verflucht 'ei die Stunde, wo diePolitik'j , audt da hereirrge;ogen wurde." Ter stürmiidte Bei-all, welcher den Worten Tr. Stingl'S 'olgte, beweist, daß er diesmal der Stimmung aller Gut g ijiititett Ansdrndk gegeben'batte. Tags farauf trat über Eiiiladnitg der Fetter! wehr ein auf dem Gebiete des L'ö>chtvesens anerkannter Fachiuantt, der für feine i Bekdienste tun daS Fettet wehrwes, n erst jüngst vom .'taiier mit dem goldenen Bet dteitstkren; ausgezeichnet wurde, Herr Ptoststor 'i S dmeek, Hanptma»» der Fenertvebr in St,Bolten, bijiioriu.nm in Begleitung einer liommiifton die Brandstätte nt Ivft.btigeit JaJ llrtbeil diestc Fachmannes widerlegt auf das Glänzendste alle Attwüi'e des Wiener VtigenntonitertrS- und bebt hervor, daß auch eine Bcrtt'S 'enentt.eltr keine Iteffereu Anstalten hätte treffen können. Auch tathiesige Antitentiteitbiatt nentitdu mehrere Zn'd itfieu vom Brande bedrohter HanS bescher: in denstll-en ist jedoch gegen den-Bürgeniieitier aud> nidn der Sdattat eines Bottt itr'es zu nuten Tas „ Teiti-die Bolksblcht' muß al'o in Znlttnst die ttstnitliche Bteiuuiia etwas Heuer beobad'ten, ehe es dieselbe vertreten will. 'Krieg oder Frieden. < Man schreibt uns aus Prag: Krieg oder Frieden! — ■o J-tift ein ■.’lnifelfdireiber -brr raciealen „N e o d viS1 o st" den It,-tner Indctt ats; Wdihnachtsgrttß tu Krieg oder Frieden, ruft der Römer von der Moldau, bringe idt in meine Toga:, wählet nnd das bald! Sonst — sonst? Tie Ant traut bleib; er 'chuidtg. radi läßt füll dieselbe bei der bekannte» Schwärmerei ■viijer trsefiunungsgeno'ie» ’tir Rußland pud nnii'die Zu stau de leicht const'.liten litte nas haben die indi'dten Ginwobner öi.-inc-, der alten Kreisstadt., t eihtod eu. das den .Zotit des vanstavisti'chen Apostels in solchem Maße erregte „In l'eit.v!, ti'che. Tuckmäutcrei." tagt „Reodvislost", „wageil es die It.-iticr Juden n.idjt. th ö ri;:'.iu!,uin cüen' zur Schau zu tragen, denn als Kanslente und st"tliitdbesti.'- i nudnen ne zu sehr den wirth'chastlidten Boncott sc» >vus le svui»', aber nd.r Srzie'.'nng ihrer Kinder, in der Srinagoge, in der Konversation ui’.tjer tüteigieidieu und tu e. Auswahl ihrer Zeiiungsleoiüre, da kehren sie d esaetti annde Seite 1.ivor. Mil lonig'üßen Worte» unterem Bürgerthnme .l itwtd .lu, im Pttstn ab r v.vgiüete Pfeile gegen dasselbe verbergen,' da» ist 7'.- indi'che Praktik, bange .'genug haben wir diet'em Treiben zttgetehcit, welches uns um st cnirnnClieber beriibreii muß, als die Fid-iner Juden, l'lott S geüagt. immer rn.hr an Grund und Boden erwerben, immer mehr Gilt' flnsi in der Stadt und Umgebung gewinnen." Tb ihrer indenfeiiidlicheii Tendenz dürfte der „ReodviSlost" in verschiedenen Prager Kasieehänsern die Thüre ge> wiesen werden, waS wohl'keineswegs zur Abkühlung der erreglen Nerve» der Herren Fudenfreffer beilragen wird. tBkriifehecr itub Freischärler.) Tie „Krenzzeiinng" bezeichnet ihre näheren Anhänger, die ^.weiland Loitservativen, ak-r antisemiltscheS Berufsheer, die Ahlwaidt, Üiebermann :e. als Freiid-ärler. Tb diese Bezeichnung richlig ist, möge dahingestellt bleibtAi jedensalls aber sind Beide einander würdig. sNiikisemtkischer Größetiwabit.)' Znleht werden sich die antisemitischen Rowdyhänpilinge auch noch für große Mäimer halten, die i» künstigeit Jahrhniiderte» vielleicht and, ihren Horner sinden werden. In einem „Ter Jude in der Revolution" betitelten ZnknnsiSbilde in der Zeitschrift „DaS XX. Jahrhundert" legt der bis heute blo» berüchtigte Antiseiiiitenhäuptling Tr. Bauer einem Inden die Worte in den Mund: „Hab' ich Dir nicht oft erzählt.vo» den großen Männern der Bergaiigenheit, von dem Stöcker und Henriei, vo» dem b'iebertnann und dem Böckel, von dem Förster und dem Bauer und den anderen Feinden der Kinder Israels . . . '?" Ter ehemalige leipziger Tberaiitisemistling Theodor Fritsch verglich sich früher einmal itl einer gleichen Anwandlnng vo» Verrücktheit mit Robert Mäher nnd Galilei. Mau muß also den Aitlisemiieii gegenüber ivenigstens die Gerechligkeii wallen laffen, daß daS R'arrenhanS auf ihre Führer nicht viel weniger Ansvrudi hat als das ZnchlhauS. ' Briefkasten. Aboiinciit A. T., Salzgrics bi. ES ist uns ganz unbegreislidi, dnrd) welchen Ui,' oder Zufall in der Zn'eudnng Ihres AbonneiiieitlS eine solche linier' bredmng hetvorgeriifen worden wäre. Wir bitten mit Entschuldigniig und sind' bereit, die etwa fehlende» Nummern nachzittrageii. „Iaiiiiurr." Anonnme Einiendniigen können wir nicht berücksichligen. Herrn K. P., Tainpfgassc. Tankend abgekehui. Wir haben für gewöhmid, sür die>es Genre leider keine Verwendung. Hrrrn B. Lch., Gutsbrsilicr, r'idkowill. Lie irren. Sie abomiirleii im. Verlaute des MonaieS Teoember und bekamen den Nack>irag für diesen Monai: al'o reicht das Aboiineuieiti bloS bis tttt November. Seblib wird eorrigierl. Tr. B., Sclöaii: Komiilt in der nächsten Mitunter. Herrn 2. M., Nllkoliit. Wie auf dem Kopf unseres Blattes etftdjtlid), kostet. DaS halbjährige Abonnement fl. 12."); nur ersuchen daher, die sehleudeti 2-"> kr. in Marken;tt übersenden. G. 2., Budapest 1 Namentlich im T rient werden Pamphleie, welche die Bluibeschuldigniig erneuern, von aittiseiiiiiiidten Soldknedtleu colportirk. Auch in Malta wurde vor Kurzem ein solches Pamphlel auf den Straßen feilgcboleti, - jedoch auf ItUervention des Erzbi'chofS von Wesimiuster dem Utiftig behördlidi ein Ende gemacht. , P.' 2., Berlin: Ahlwardi ist Ihal'ächlich ein der „Westphälischen Resorin" würdiger Redaeleur. An zahlreiche Freunde des „Freien Blnkles". stAnßer 2ia»de, die viele» bet n»S einlaufenden Zuschriften einzeln z» beaittworien, iprechen wir in dieser Form den besten Tank sür die freundliche Anetkenmiiig nuferer Thäligkeil aus und erwidern auf» Herzlichste DaS Prosit N en > ahr! Zur öcnchtttiin! st - Ldir crlauücii uns daraus aiifnicrffam;» iiiachc», daß wir bei UcücricuDiiiin von ^ldoiliitinclitsbtträficll zwar Postmarktii, nicht aber Stempel au tsicldcsstatt auuchmcu köuucu. Ferner er fiulicu wir dringend^ sowohl bei Abonneittente-Annleldnngen als Neelauiatiouen Llame und Adresse (besonders Crt und Post leserlich;u schreiben, da wir sonst bei. bestem Willen nicht in der ^age sind, eine Perantworlunfi sür nichtbestellte l5remplare;» übernebnieli. Die Administration. Beitritlserklärungen;um „Verein zur Abwehr des AntiseniitismuS" werden eiitgegengenoiuine» im Leeretariate des Vereines, Wien, I., Parisergasie 4. Abonnementsanmrldungrn auf das „Freie Blatt" nimmt Sie Administration, Wien, I. «eilerstäkte 10, jederzeit entgegen. Ebendaselbst werden auch einzelne Nummern abgegeben. Probenummeen zue weiteren Berbreitung des „Freien Blattes" werden GesinnnilgSgenonen ans Berlangen bereilwilligst zur Beringung gestellt. Herausgeber und verantwortlicher Nedacteur: Ernst Li clor Zenker. — Truck von Eh. Reißer & M. Wcrthiter, Wien.

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