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Freies Blatt · 1892-12-04 · 35 (4.12.1892) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
I (1892)
Issue
35 (4.12.1892)
Date
1892-12-04
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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feite 8, Freies Blatt. Nr. 35. iTiN’tl’ai.i1 Mii>1ieirt)irften n:-tt „binivcgfegen".' Schon ker droliende To», den „l;,luiiiti’» an;d)laflfii, zeig!. wie klug eine valieani'che Politik ui:., urlilk' com '.tmiifmiii'mu« Porsibiib leifto» würde. l Tlchlling 11 Ul) Uvahrhcit.i Tie nnti'emilische Walirbei:sli»be fiat 'sich nif.'i". Yi'.m.U im M.c! neu Liäne;» zeige,i >s>legeiibeir crl'nOt. Fn 'einer l.i.' i» '.Kiimmaor.aMto iidmliHi Cot ,.C .' ft ovvo i >1> i idi e Polli i eu » d" »iner Ca fi'!L<marfo „flu-5 der meCfritf» Tek>nIe. imi'örfi C!!!“ 'einen c.iiiil’iiicir Vovi-n einen Por'aU. der. in ewvörcndcr Weise anigebausichk. de», c.'naniuen Platte;u de» benignen flngri'ien gegen die ^uden G-legenheil gibt. Ter eiirnl'»:,' Portall lrng int, ober, wie uns mllgelbeilt wird, folgendermaßen zu i '.Hin II. Noveniber Mittags. M'iiiji der Tohn des Tramwaharbciters i\vir, ,U’r i ii cf, xin ITjähriger Tckiilinnge, den 8 Fahre allen Zahn des Pi ivaileainten Adott'Povver vor dem T>tnllgcbände in ')i fii p c hj i ii fl wieder Km mit der Rauft au' d-ni .Her'. Ter kleine Popper war nämlich an einen anderen Tebiiliniigeii Namens Hariinann angestreiff,. nnd da rief dieser: ,.V ,1 n :'f d en ,eIIdeilbnaI» nieder". TieS genügle iiiv Wavrinek, lim sich auf den kleine,, jungen zu stürze,, und demselben mit der.,rann mehrere n näniae Täiüae an» den .'iev' zu verseven. Ter Anabe kam nach Hanie und liagie 'einen Ellen, über Säimeizen .1» ,Talge denen begab sich der Pater Naäi:»ittaas mit dem'elben in die Scknile,. um zu eibeben, wer her junge '.'Imn,’rnit >oi, und den'elben znr.Perannrorlnng zu ziehen. Fn flbweieicheit des Tderlebrers erandie si.b Herr Popper an den Etanenlehrer Carl Filke, der sieti dein 'ai"'aereg:ew .Herrn Popper znr Au'findnng des ,-inaben bereit erkiarie Waprinek irar eben im Tnrni'aale. und dort agnoSeirle der kleine! Pexrer denselben als ddNfenige», der ihn geschlagen. Herr Popper wollte nun j den Fangen de, Polizei nbettfrben lan'en, inorans Herr Lehrer Filke sagte: ' „Tas Petle in. Tie rerarchire» sieh selbst" nnd dabei Herrn Povper ein i ipani'.heS Rohr '.eigne. Poppdr g.w nnn ibaisachlich dem nnaben einige Ttreiche , — i:'C enk'ei me si>1' dann. Tie>e ganze Treue tpjelte sich im Tiini'aale ab.! Pin Abend deS'elben Tages Herr Popper den Feanz Waprinek ans . du '''..ne 'pitkend. nid nar daher v'.ir erstanm, TagS daran' anS dem Munde; d,s Teeei lrerS;u er'al'ren. den Wavrinek in Folge der Fncknignng kränk > gen'.N'e: >e> Ter Tb iNe eer siiedie indest noch an, ''eiben Tage den schul diene!;n WaprilN'k, der denselben Niekil krank.' »ondern ans der Gasi'e liernin lullend anira' Teunoch beinnlne n.h der Paier W.iprinet'S nin ein ärztliches Parere, das Tr. Tücher ansnelü.-. fl>„ nächsieu Tage von dem beeideten Ge t i.htsarzte Tr. PT ein . nochinais niiier'nchr, lantete der Befund wesentlich , d',s. denn T> Wein eonnaiirleiinr am Leibe zwei grrötbete Slreisen, die' u-leediiiaS von Tckläaen berriisirteii. änßerie aber;n dem einaben und denen Miitt.'r 1- „F l> r 'vielt "Ii! der Perlei.'1'ng Coinöd'.e". Tennoch war ker C!v: lebrer '.vm;::.:. einen gütlichen Pergleich zwischen den beide» Patern;n erzielen. H . ' Povre, eik.alfe süsi auch geneigt, dein PTaprinek einen Anzug zn lausen. Ter Pater deeie.l'.ii veilangte indeß :p> n. flks Popper die'e 2iiiniiie zn doch 'and. '.'bergab PTapünek n? die. ganze flügelegenbeii ans flnratlien 'einer amt | 'Trennde den: aitii'emiii'chen CipenSnolen'chreider Tr. linier!' e > a;:. u, e.cher argen Prpoer dir .Intrige li egen leichter körperlicher. Per -j l.i' ..' f eisiane..' Trepdein 'an'rn binierber noch Perbairdlnngen wegen einer guü .lYN -.Insteagiing der Pi' "lrgeni eil siait: Püriben irmeen indeg kurz el'."b.e1 n. da 'i'iav. n-.iriin iir ' ch o n eine 2 um me v o n 2 "» fl. als Cni'chadiattng : e •.; a n g te. P.-i dir'er Grieg.-nl ei: iiiach.ie.eer Tberlebrer den P.-apiPi,'! anttne:k'ani. da>: dl,"'e Torr r;:i:g einer Erpressung 'ehr ähnlich. ' de. :'n: o:n-'l>r. a'.S das Geapcht ge: e, de.» PTai'rinek an' einem kürzlich von -:: i:i r.el -.N'teii Ml.chae'chätf i'.ch Lchtildrn tabe, die er nnn i.'kuell tilgte welle. Tie a.U'! l e Terd.inng -iesi 'P.'ap.ine! '»d'.'i auch durch einen Beamten bee Tiain'.rai'ae eü'cha'l an Polw'r sielle». To weit nnvee öin'frinaiiouen, die w:r r/n p.'iüo:!':.:.-,, ' iranendu iirdi aer Teile er dielten Tes fl,iti>'emiterblalt bin. r'.t'ii i H : - u Pei per sich ::: der Tch'.üe nie ein':: Tollen geberde», indem '.1.'. :a: .-eY ,-.n ''i.i'ender '.tt: der T'Nde Pquper dem Z'ehrer das 'panische f.'.'br : : : H .i.d nnd -'chd:g mit deui'.-lben in Gegenwart d»s Z'ehrerS nnd ' r :p .'.1 u. T biiler t.’it Cl'ri'ienlnal'en mit >'o:cher xraki nnd Wnib. io :;M: M' : :• ':a ""4 c de zweimal abbrach. Ter Lehrer, ein schwäch Y.sier :-f. \ .laden, der ein >ebv siaiker Manu ist. be- ", ' - '. y... i».chk abziiivebren. Ern nach Zwölf Tage» I'YY Y d.' : ä ' Y'a. .. nrk mit eingtdundcnem Gesichte, in d e 2.1 : ■ 1. ■ Tdv'!,! ra^!de: niinten'chliche T'ltde den armen ein■ - d e:? '!-rj "? 1 Sinaben, kein wohlhabender Man», der eine zahlreiche Familie zu cmähren hat und sofort den Arzt holen lossei, iiinsite, verlangte vom okuden Popper eine Entschädigung von 30 fl. slir flrzt. flpoihekc u. s. >v. Zude Popper aber wieS diese Forderung brutal zurück und drohte eist noch mit der ErpressungSklage!!" An diese erlogene Darstellung kniipst dann taS ..christlich sociale" Organ seine Reflexionen im bekannten flittiseinitciifiile, die in die stcreolype Forderung nach sosorliger Einsührnng der eoiifeisionelleii Schule anSlanse». Tic ganze Ängelegcnheil wird überdies noch ein gcrichllicheS Nachspiel habe», bei dem es sich zeigen wird, wie »«christlich daS christliche Blatt wieder einmal gelogen Hut, nnd wie weit die Berhetzniig sclbii der Fugend schon gediehen ist. .'Tics gcsllllkell.) Eine« der Schönerer Blättchen, die „Tstdeuts che Rilndschau"^ ist lies gesunken. Es schenk nicht bloß vor plitnipem Lügen nicht zurück, sonder» cs versucht auch, eine kleine Pression ans Ziiserciiten auSzniibcii Und überdies bei dem Mechaniker Schneider sich einziischmeichelii. Was das plumpe Lügen betrifft, so bringt da« genannte Schönerer Blättchen, dessen „Schriftleiter" der frühere Gehilfe Pergani's, >st. H. Wolf, ist, die Behauptung, Tr. .ilncki liüfre in Teschcn als Coinpromißcandidat der Pole», Czcchen und Liberale» in den Reichsrath gewählt worden. Sogar Leser anliskinili'chcr Blätter wincn aber, daß die Slaven dem Dr. Älucki in der Person des Tr. Michejda einen Gegencaudidaten gegenübergestcllt halten. .Diese Lüge compreinittirt nur das Blättchen, wird ihm aber »ichlS nützen. Auch möchlcn wir bezweifeln, daß sein mit dem Hut in der Hand unternommener Prr'sionsverinch von irgend einein Erfolge bei Fnsercnlen begleitet sein werde. Tic ..Tstdenl'che Rundschau" bittet schön ihre Leser, die Geschäffsleute, welche dieses Blättchen durch Fnsecaie mtterstütze», bei Einkäufen, besonders für das bevorstehende Weihnachlsfest;u berücksichtigen und ihnen zugleich die Mit ibeillmg zu machen, daß sie dic>e Berücksichtigung dein Jnscrale in der dcut'cheil Rundichau";» verdanken haben Dagegen glauben wir, daß Mechaniker Schneider, wenn das Schönerer Blättchen sorlfahren wird, z» erzähle», daß er „maßlos beschimpfl" wnide, daß inan ihnl „heimlich ein Mißiranensvolum veriepen" wollte, was aber feine in „Hellen Hansen" herbeigceillen Wähler glücklich vereileltcn y., sich erweichen lassen lind Herrn Schönerer, der ihn einst gc'chmäht halle,'pardo»niren werde! Einen Erllärungsgrund für da-s Peihalien. des Schönercr-BläuchenS euihält der Bciefkasteil, in dein es heißt: „Nach Salzburg. Wir hatten nnS imiigsl gefreut, wenn alle L. T. C. Burlckenlchaffe» die Einladung zn dem Cominers' bei Sulke zninindest \ mit einem Begrüßungsschreiben beantwortet hätten, wie es .Germania' nnd . .LibenaS' gciban haben." Za. ja, die Reihen der „llnversäljchten" liebten sich 1 fut-J nicht und mclir, und derc» Trganc sinlen immer tiefer. Lliefkastcn. Hertll P. :>i. in >!rakau Sie haben Reält. Als die Berhaffnng des nun mehr zn zehn Fahren schwere» .'terkerS verurtheillen Hendl geil) erfolgte, wurde er von dem hiesigen Liigenblalte Ihres Laiidsniannes Pergani als „Fnde" bezeichne! Wir eniiprechc» hicniik Ihre», Wunsche nnd coustaliren, daß „Hcndigcrn ein iinversäl'ckik arischer Tchnrtc" ist. Jur grtAlligon vrachlun-! ^ciit Herren 'Jlbuimciitcii, bcrcH 'Jltioiiiicnicnt mit Ifijtcm sJioutmbcr cuöctc, mcltlic Dnofclbc aber yi erneuern wünschen, ersuchen wir, iniö litcbou rechlreitig in .^ciiiitnis;;n scyt», da wir grnildsiitzlilli olinr Brsttllliiist keine weitcren Excmplart bcistrllk». Tstö „Llciivstrstphischc Protokoll der nm 1H. £ctobcr 1S!>2 vom herein zur Vtbmchr des Aiitiscmitiöinlls ucraiiftaltctcn Protestvtrsammliiiist" fnnu, soweit der Porratl, reicht, qratis »nd franco durch die Admlilistration des „freien Blattes" (Wien, I., Etilerststilc 10) bezogen werden. Die Administvation. ^rilritl--erkllirttngen zu»! „Verein znr Abwehr be>7 Antiscinitislnuö" werden entgegengenomuicil im Lecrctariate des Bereines, '^itii. l.', Plnisergassc -I. - - . r; - —--- --— ^lionncmentsanmclbtngen auf Sa« „Freie Blatt" nimmt die Administration, Wien, l., Seilerstätte 10, jederzeit entgegen, Ebendaselbst werden auch cinztlne Niimmerii abgegeben. Probeimmmerit zur weilereu Berbreituug des „Freien Blattes" werden Gesiliiiungsgeiiosseu auf Berlangeu bereitwilligst zur Berfüguiig gestellt. Herausgeber'und verantwonlichet Redacreur: Ernst Bi clor Zenker. — Druck von Ch. Reißer & M. Werthner, Wien.

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