Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- I (1892)
- Issue
- 28 (16.10.1892)
- Date
- 1892-10-16
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
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< ' l'Ol i t i i d) f » ‘i'iiitfi lotturn, wolle» wir?IUe Nils einigen in tem liinen Oiefanfiii, fay eS gilt offen uub (r.iMiieten einznleelen fiiv eine höbe, sittliche •l'fliilit, das; ei gi(t, t-iielbaltloS und feierlich P.r o test;n erhoben nicht blofi gegen die '»genannten Auswüchse -es Aiiliielniiisiniis. iondern gegen dielen feil"'i. irel.iiei :rie ein schlich,-»des (*ift an den Seelen frifit. iVebliafte 3» stimmnng > .lln;eu ".Illen, meine Herren, ichiagi da-:- Herz snr Mew'chlichkeit, Sie Alte verah-chenen die Ungerechtigleil Wobl.in. erheben'wir nnlere Ltimmen. rnsen wir den va'Ngen in. rütteln wir die H'leiNgiltigen ans! 'Beilall ' ahne ,ed er leine Schuldigtest auch »ach Vieler bricht nng. dann weiden die Siebe'; nch lenlen. die Sn'i irird wieder klar werden, und, friedlich könne», in neitlviein BTeiiheive-.b nin die Giitei des Tages wie ui» alles Höchste des. Menlchengeistes. die Bniger d.e-'er Ltadt wieder »ebeneinander ichallen. tVcb l-a'ter Be,'all > Und Nil» ».blu",' möchte i.t von fielet Liätie einen Irenen lind warinen Mahnri.' an einen irregeleiieren Brnchibeil nii'erer Engend ergeben laste». Tust ein ibeil feifelbe» von N-Y irainige,, Berirrniig gestreist worden ist, -,»-igt. wie verderblich da-: Gilt wir!:. Ten».das Her; der Jugend ist gn: ihr Sinn ist lii'ch. ibr iNeinnib 'nr alles Sitei-.e einvianglich Tie wahre Reli giosiia-. ivi.che n.-.-ne Mutterliebe i» ihre Leeden gev'lan',1 nnd edle Priester in der .ingend a-v-'uer haben, nnd der höbe .Idealismus, mit welchen, die nmhist Wineii-,ba'i ste erlnllt. dieie biiden im Bereine'weiden ne an, den rechien Weg;il>>ick'i>l!: v'll. Beide alcr l>! ß da: H ö eli >1 e f 0 I, Gei e,tii ig kei i n »d M. iri'chz' w i i c nt' , >, A: '.'enden. . niienii -'ch,- v 2't l'I'dll- -T ii' r ,, di! n: -' n, welche nu ■ limn.!: dem. -Vl'ü -ih,- T'-- - R n a ■ ,-c I ’ "z. V- .n:. -fit. ii a:- aesi-i-11 n :»> .n:»i --- 'h .. BR '' V* ■fl'U d\-v: i*m t v i: i i.i ven '-.ei-nduch, u I nun u,-,i1>e Li>- mir;i::! -. :i : -. u Nr : Hai-.- d »t»; :r ni7N Tin i lx;cri : u1i Unie tii ,tio. als n.i'j irt) 'IN II, :tinc ■;; :i f o ■ B '; :..1, t Ast-i'.ill . i i;.' v. t'.l-N'. I i T cki o.; :: :n r.a» U'llv d-'N , »Nie /.egen die dl." ,'!ll i I.U'.di int ni riüi'iC’ils en in: :'ie ui' ,''.f.Tl:re»eii B>--,1'iinv'lli n'zeil' •-,» vien/ii",! Tr n'ie:;.,"e die e:i-;>Iii.n: Angrii'e. Pr,--.-. de» Boiwm-f anlaygt, da st >n e-nem F.ae ein sich Ne'.-,'v--si".' in <ch"!ken leininen ließ, - io vei wies Redner auf Hanibnrg. ne dae Z,:,r arten >o, vielen Schaden, augerichiei h.r te. W.1st.r ein i'-e ch.- ei wäre eih.be» lioibeir. wen» ein »'.et-er Jviili niiin. ang.-.eigk werten n.ire! Man weiß > nt ti was man l -.i dielen Angriffen auid,e A,mehr h ivnnd.n» uii den U >: vor st and - d e r die ,"\ re el'lieit diestr reine, iv-iin ein Ab.;ee:d,-..:er a,;:e. die Tretcien ve>stande„"iv.Niger als fit» aller: A» ib-'r «Kufe- 'l-'iTi Vite. - v!» T er beiiest'ende Herr bat, ivenn er 'Irank na>. d.„ -. plichii R.nb »i.bt . :-chi»äl t. Hell! ivill re allerdings alle alten -Weibe,' in Fifi'.-iiinen balvii. .leb will. Redner linier l.bha'ier Heilerles: der B,>nnnmlnng. die.NNigbei, die-e: Kranen »ich; -i'ffetttlich be;wei'eln. lonst beste ich ne nur Sille' a»l den Hals. Tr. i.l'jl: fuhr dstnn fort: ö.b iverde der -Wi'-Yi.nicht die Latin,:de.anilinn. ste gegen derartige Angii", gn ve: ibeidig, n. T :e BäiUenfch.i't ln finde, sich dem gegenüber in der Sage eine:- an-'ändig, n .M-n.l -n,.iiel>ten nl:,!.'» mit xoib b.wei'en. Tr ist ni.tn in der >'a,-e-, aick> in >,.ni-;n :reifen. -Rn'e; Psisi i'ueeorig!, Ter Redner be at »aiai-ii :,-n Slnistnv',.dast wa:r die .strante» ins Lviiai .sttnche, »in ste Verl An ,edlen . Lt.t'.mifche -ststii Rv'e i .'»'der istI;I heiva.t'ie es als eine Tbreui'.tNi-, st' Tet:e. als «ivgl.ch -ein-r Behandlung anfuiwei'en. Nebi>>,e»s be weist- ':e I>^„ 'd-'n NI d'i i'eiX^Rei;:eii gevstegie .Hngieue. daß ste nicht NON iF.-rienstii-e .-..-'eitet nv.fen., dgnn ne -en stch da.-iurb l'-ibst de» Boden, euii1 d.m be:. v ,: e Tristen; inlne. Tn..1, .bebe Berbestung beionbe» die an g l;! ii B.. t-.-e;.-' d Bcttes das -ibe einer Bsohlibat. Ltenn stch kiele Sdiiie T'..u'i.-ch weitti-sti, st'- >st dies eine Snge. T as T: rigliche fji'ii,»-" en -!(, : c e ,; - . i <i i - tb e in ißbran >t> en ’ie. Ts >'er. höchste;',eii, daß die Be-.-otd. . - .-. e.'st'.i-.- Rnsichreitiin,'--» Liellung-nebine Tie'e Seine kann Iran »Ni Be -g de, Tbre betamvstn. da sie sich ren Tb e nnd-.Instand ioe.-.ev! . st; st , , - ist . ■ -; ,'v a : i:!! eaiiiiagte nie! .Ulf -'olgende R e i 01 ii I i 0 n : -,,'T >e iiu. Laa.e Ts " ' .'.ttnni.lten -.Rannea ans'allen Lchichte» der Be rbllenuig. ans' au-n S-.i iiviens. das tiefste-emvört über das Verderb lute. .:li m i-e-i gen -. B. r.:.->s-m>c tser.-chligkeil bobn'vrechende Treiben -der -.'INI! nnuen, ".--.ch.s :>-. estn .eng.»;al;ioi.-n. laglich stch wikderbvlenden Blst-in nnd Ha: d.niiae» -r sich snenbari und jimgsl in de» 'eand.i.r.st-i: es ni est-i. w stt-.n Sandiages einen gerade;» rnchlost-» HohevUi-.kt eu.-tU und lv,i einem an'.'.ch.it-'-t?n Benihaiisbriiilie ge'übrt_hal - eil v.ii ih-■ Ln-.nine ru »nein . :-i--|i i:»r - uergilchen Protest gegen die-e Lch.n-ach 'nv ilne Bat-.:st.re: nnd -.r aei.n. d:ß d.e berufenen antoritalwen cheiiönnn n e estin Ti "bsti m:r ciu ro-e e,u> ....ntieten neide», ivrlche die Ble.al, d e -st,-Nn»g, ' i> Bi stisiiii'..s,nstt»e;>'.r Pstichi inaast-n " '.Lliirini 1-1 e-. S-ei-...t i '. . .in d.-r Be.-ini-diui,; d,r .'.st«sti:!:ei: t-.-.e>.chieie >'u-in'eind,;a-h grauen he-,-er -e sich die Slnitcn bei ibrer Ägiiaiion bedienen. Tn'.er reroliuior. e. B.-nuHnn; v.erdi.ne d e -.Inki-'emtiismus genannt zu werden, und;>i bedanei i- >'. - es. daß ui ---» Hutennrie-en nicht gen,-» diel,- avarchnlche» Heran:.',eba ur.e i>,.,-,i-:nviMidier Redaeienr." Ernst B>e Te,ide»;e» Ltellmig genommen wirb, denn dieselben laufen dem Christeulhnm auch zuwider: es iniisie sich eine Stelle im Gesetze finde», die, um Wiederholnngc» ählilichcr Ldenen vorzubeugen, zur schärfsten' Anmendnng gebracht werden solllc. keidcr habe der Saiidmarschall all die Exccfse ruhig hingeiiomme», und um so entschiedener müsse die selbstständig denkeiide Bevölkerung gegen derart . niiphörten Lcaudal ihre Stimme erbeben. Einem Schneider gegenüber sei es wobt überflüssig, jüdische Franenehrc in Schulz -zu uebmeii, traurig und eine höMechsedancrliche Trscheiiinng sei es jedoch, daßall die Siiederträchtigkeite» imgkabndet geblieben seien; ans der Beählerschaii müsse den beriifsniäßigen Hetzer» ein gebikteriiltzeS Halt;iige>»sen werde», iinnier mächtiger müsse eine »in fassende Rgilaiion die Massen ge.ze» Beldiimmiing und Lerrohnng schützen — und hvsseiillich werde, wen» dir Gesetze i» -eiit'prechender Weise gehandhabt werbt», auch endlich die letzte Sliindc der Bollsveihetzer schlagen, ztzcbbasier Beifall. -Tic vom Gemeindkratbe Frauenberger beantragte Resoliilio» wurde linier begeisterter Z n st i nri» u » g einhellig a » g e » o m >» e n. Reich.sralh-:ahi;ca>kiieier Tr. aironawetter heliat »u», von shinpalhischen;',iiri>''en lebhaft begrüßt, die Retiierttihiine. Mit Bezug ans Schneider'» Be n-.erknnae» »her jene nngll'iltiiche» Fralien, welche durch gesetljcl)asllichc Miß - nände dem Sauer in die Arme getrieben >ve>de», sag)e Tr. Ziionaweiler; Er glaube nicht, daß iemand, der so genaue Siste» führt, daß er weiß, ob an einem Tage mehr oder weniger von diesen Frauen lpa;ier.en gehen, rein und ohne Lunde sei. iBeifall und Heiterkeit.» Tein Fraiiengelchlechte sei »och eine Menge anständiger Tiiveihsarieii verichlossen, und.daher sei es Psticht der Hnniaiiitäl, den iR-falle^n-n >wpo-.-.nliel'ei-. Weilers helprach Tr Ziionaweiler das Berhältniß der Wa!ie-.i,1a:i;>, st-re» Ahgeordiicten nnd meinte in Bezug ans die Wähler . T ,1i a f t L di ü e'i; e r's: Eine W ä h l e i > chas I, ivelche sich ihr er Rechte i beiiMiRl ist mit» wei st. was sie von i.h> eu Ahgeordueleu;n sorder» Hai, 1 a ii ii n i ch i eine M i nn iv^lä » g er d nl de n, d a ß ei n i ol chet -M e n sch lie verlrele. .ihre Pflicht sei cs. diesenB,'lbgeo-.tnelen vor ihr GeSict»t Z» sieben. Es lei iranria, dr.fi die Wäblerichasl daigirs nicht reagire, ja daß man log.-.r ihm in Wirihshänsi-kn Recht gibt, zeuge von tiefer sittlicher Brr wildernng. iSel'hailer.Beilo».» Ties zeige, daß es den Zlamps nicht met tl, irae, lolchen Bs,ihlern das WaI>trecht zu verschaffen, da fi iie dieses Rechtes nicht iviii dig iind-. Redner beantragte hieraus einen ^»'»tz;ur bereit s a »geno in »>e ne n Resotn t i on. dahin lautend, daß die B e i la »> in > n n g tief bebauerr, daß Vieler Berlre i e r »och heule nichl von 'einer Wählerichail zur Rechenichasl gezogen werde. 'Selba'ier Beistill.i Tieler ^»iaiz irnite einstinimig ange»o»ime» Sanll.igsal'geLidiieler 'Rost'c e,-gi;ss dann das Wort in seiner Tigenschast 'als -Mitglied des »ieteiösier>eichische» Sandtages. Tns,r Herr Lchneider sitze jl-ohl lieben ebrfiiu'cnbcii Männern im Sand tage Seite,!», aber ihr Totlege ist Lchneider nicht. iSehbaster Beifall.» Man Tage vielfach, es sei ül'erstn-sig, gegen ioutie Perst'iien anfznlreie»; das sei nicht richtig. Be>laniniln»gen wie die heinige haben eine» gine» Zweck Sie zeigen de» anständigen Elenienle» iiniee de,, Slmi'emiini iCIio! Rnse: Jas gibt es nichl!>, wie lies sie heeabsinlen, wenn sie sich in dst-ler t^efillid.aft befinden, Und es weide da;n tymmen, das; sie sich denen schämen. Redlich prolesiiit dagegen, das; man mit den Anlisemiie» Ab machnng.-n l>,ne. Er werte immer niii aller Eiilschiedenheil dagegen proieftiren. .in de» Beiwalii>ngsllls;>ern ii.iisse ina» von kein Griuidsalz ansgehen: Gleiches Reck» liir Alle. Tie Aniiieinilen lag.» aber: Recht für die Einen, lliiiedit i u r die Sl »deren. iBeikall.» Solche Peiione» tönnen nicht zur Berwatttttig berufen ive-.den. Mit den Aiitistmiten paeliit man nicht, liier heißt es .stampf bis;„r Bernichlnng i L-l«eniil'cher Beifall.» Tr. Lei dl er ans Hielzing gab lodann mit Rücksicht ans die Rede Tr. -stiviiawrtter's die Titiärnng ab, das; die Wähterichaft Schneider's durchaus nicht gleichgiltig de» Borgänge» iu, Sandtage gegennberstebe. Es Iverde stt-on in der näck'nen Zeii eine Periaiiinitnng siattfinden. in »velcher inan über das- Barg,hei; Lchneidei's;n Gericht sitzen neide, lleberhaiivl iverde daselbst eine rege Agiiaiio» gegen de» AiiliieinilismuS enttallel, welche auch in anderen Wahlbezirken -Rachabinniig finde» rollte. -.stachd-.-in noch in,brere Redner d>»i Wnuickie Ansdruck gegeben, daß die benlige Beriaiiiinli» g den Aiisgangspniill einer iiitrufu'cii Agilalion der frei sinnigen Bnrgelicha'l gegen das lleberhandnehine» des Aniiiemilisiiius -bilden' »löge, ivnrde dem P-.äsidiiim des'Abivehrvereiiies fiiv die Beransialttiiig der Proi>sttnnd,;ebnng de Tank ansgeiprochen nnd die Beriainnilnng nnler Hoch niien a»' Tr Roibnagcl nnd Freiherrn v. Suttner geschlossen. * ' Tic Prosvi'wie» Ts. Rudolf TI) roh nt, Borsland der zweilen izebiirlshilsTich gittiäkologischen »linik, und Hofrath Tr. Rarl Stell wag siiitlcr v. iTario», Borstantz der ersten Riistcuklinik, naliincii in ilncn Aiilrittsvorlesiiiisten ftcnfall» iTielcqcnhcit, stch über die rohen An grittc aiisziiiprecheii, welche im niederösterreichische» Vandtastssaale steqen.de» äiziliche» Stand-von anliseiiiilischer Seile gerichtet »varen, und die »eiben auf-das culschiedciiste zu vcrurlhcilc». st e » f e r Timt VON Th Roifier A.- M. Weiihnei