Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- I (1892)
- Issue
- 13 (3.7.1892)
- Date
- 1892-07-03
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Abonnemrutsprris: G-nzjShrig mit Postzusrndung . . fl. 8.50. VicrttljShr.fl.—.50. Mit Postzuscnd. fl — .05. Sin,eine Nummern 4 tr. Organ zur Abwehr des Antisemitismus. Redactiva und «»miniftrotioH: Erscheint au jedem Sonntage. Vien I. Seikorstätts lt). Nummer 13. Wien, 3. Juli 1892. I. Jahrgang, Die Aeceptionsbewegmm in Ungarn. > 3" fol*P'. £ie Forderung der Juden Ungarns „ach Nr r J; ceptio» ihrer lioiiftmou I>t aber eine Mahnung, dag , die uuge- Im uiigartscheu Oberläufe steht die Budgetdebatte uuinittelbar ' ordneten kircheupolitischcn -Zustäiide nicht weitcrbcstchcn können, bevor, und ihre» Kern wird obne Zweifel die Erörlernng der ' Sie ist zugleich das iiiänitliche Verlangen nach einer eclalantc» bevor, und ihre» Kern wird obne Zweifel die Erörlernng der.] Sie ist zugleich das männliche Verlangen nach einer eclalantc» lirchenpolitischen Frage bilden. Die ullrainontaneil'Magnaten vom i SatiSfaclion für die patriotischen Bürger jüdischer Konfession Schlage des Grafen Ferdinand Zichy und des Grafen Nikolaus! angesichts der Verunglimpfungen und Verlcumduugen des 2fnti Morij Eßterhäzy, deS SohneS des Jesuiten-Affiliirten Mori; ' semitismns. Eflcrhnzy, der auch i» Oesterreich in trauriger Erinnerung steht,; Der Antisemitismus ist kein einheimisches Product in Ungarn, lviinen in ihrem frommen Ucbercifer die Slclion der Bischöfe! sondern Importwoare aus Deutschland. Ein verrückter Kopf, kaum erwarte», sie wolle» derselbe» voraneilen und in der Budget- > Victor Isi"czl>, hat diese Eoutrebande zuerst cingcsührt, nichlsdebalte deS QbelhauseS die Wegtaufenfragc aufrollc». Eine solche j würdige Patrone von der Lotte Verhovay's und Güza Qnodli'ö Discussion kau» sich aber unmöglich auf diesen' einen Puiikt bcgesellten sich ihm bei, sie faiidcu Helfershelfer an den Barys und schränke», sie muß die gcsan mte kircheupolitische Frage ergreife»,; Necski Bandis. Vielleicht gelingt P ^iioch eininnl, actcnmäßig fcstuud so wird denn der UnterrichtSmini^ter Graf Ejnky in die zustcllcn, zu welchem Eentrum die Fäden führen, die in Tiözai'age koinnlen, seine Erklärungk» über die Neceplivn der jüdische» j Eszlnr geknüpft wurden, und die Quellen zu coustatire», aus Eousession im Oberhausr zu wiederhole'». Tie Erklärungen des . welche» die Subsidien flössen. Hätte man diese Spur vor acht Grafen EsnlN haben bestimmt die Einbringung einer diesbczüg-! fahren verfolgt, dann tpüre schon damals" der internationale lichcn Vorlage für den Hetbst in Aussicht gestillt. Graf Szapn-Y ' Eharakter des aittiscmilischen GaunerlhumS klargestcll, worden, ba' öi*' Stimmung im Äbacordnetcnbaiise hinreicheiid keni.ci. Vlunnn, blich die gro"» ry-n-ti lcrnk, und die Lllllliug dics-ö Atinisterpräsidenten, den man imporlirlen ausländische» Prodlict fremd lind kalt. Nur die duldet, für den sich aber »ieniand begeistcrl, ist nicht stark genug. ' Decadenlc» schlossen sich der neuen tzchre an: die ruinirtc» als baß er ein zwe tesinal den gefährlichen Versuch »iiicinehinen Vicrtelmagunle» iiud Gentry-^cule, welche nicht begreifen gelernt köniile, eine Abschwächung der Erklärniigen tcS Eiillllsniiiiistcrs Halle», daß mau mit cincni »litllerest Einkoniiircii i«cht--de» hcrbcizuführen. s-Eavalicr spielen könne. Dcr Anliscmilismüs hat in Ungarn gründ . Die Receplion der Eonfessionen wurzelt iin alten ungarischen ' >ich abgewiethschaftet, heilte gibt eS in Ungarn keine anlisemitische Slaatsrecht. Die Rcccplion gab der Eonfession nur die staatliche Au Partei,- ja mit Ausuahme Isi.'-czl,s keinen aniiseniiiischen Abgc eitennung und de» gesetzliche» Schutz; in der weiteicu Entwicklung; orductcn. Der Antisemitismus in Ungarn ist gewesen, lind selbst crthcilte sie den Bekenncrn der rccipirteu Eonfession die bürgerlichen! confuse Thoren, wie Iva» Simonisi, den- »ieinand je ernst und politischen Rechte. Allein die Geschichte deS ungarischen Staatsgenommen hat, kvnnleii nicht mehr'das anliiemitischc Steckenpferd rechtes kennt iiumerhin Fälle, in denen die Bekenner einer rccireiten, lvcun nicht ein Thcil des Eleruö in der publicistischcn pirlcn Eonfession »lannigfachiu Beschränkungen, sei cs in Bezug Verlretiing des Anliscinitismus eine Förderung seiner Zwecke er auf die Neligiousübuiig, sei cS hinsichtlich ihrer bürgerlichen und ,■ blicken würde. ' politischen Rechte unteiworfen wuidcu. Ern die Geset-gebung vom Aber nNn, da das,'wüste Hcp Hep Geschrei verstummt ist, Iahte 18-18 hat de» Begriff dcr R ceplion präcise festgestellt, fordern die jüdischen Bürger Ungarns eine' sichlbarc Sühne. Sie iildkm K 2 des 31. XX : 18-18 de» Grundsatz ausspricht: „Für sind bürgerlich und politisch gleichgestellt, und diese Gleichstellung alle in diesem ^aude gesetzlich rrcipirten Eanfessionen wird aus befindet/sich in Ungar» nicht auf dem Papier. Alle Negierungen nahmslos vollständige Gleichheit u N d Reciprocität > Ungarns haben cs als eine Ehrenpflicht beträchlct. den G. A. festgestellt/' Das! ist cs, um waS es sich handelt. Die jüdische XVII : 1868 zur Wahrheit zu mache». In Ungarn wirken jüdische Religion ist in Ungarn nicht rcc pirt, wohl aber sind durch Richter an den Tbergerichlen und beim oberste» Gerichtshof,"und G. A. XVII : 1868 die israelitischen Beipohncr dcö Landes mit die Eonsession, bildet leinen Grund, das Avaiicemcnl beim Ad den christlichen Bewohnern zur Ausübung jedes bürgerlichen und juncieii oder beim Rathssecrclär zu spcirc»7 Aber die Juden rer politischen Rechtes als gleichberechtigt erklärt worden.' Die Relangen, daß die Unbill, der sic ausgesetzl waren, gesühnt werde: e'cvlion enthält aber ein noch höheres Maß der Berechtigung: sic sie verlangen, daß ihre Eonfession nach jeder Richtung den anderen reiht die rccipirte Eonfession unter jene Kirchen ein, welche gewisse . Kirchen gleichgestellt werde. . Die Legislative hat. die Billigkeit Ehrenrechte genieße», sie gewährt »ach dem G. 3b. I.UI: lstiK dieser Forderung anerkannt, Gras Esnky hat ihre Erfüllung zu den Bekenner» dir rccipirte» Eonfessionen. das Recht deS liebergesagt. Tie Gestaltüug der Mischehen und des Utbcrlrilles zuin lriltes von tiner Eonfession zur aud.reu und das Recht, mit den Iudcnlhiim ist dann nur. eine. Frage dcr Zeit. Auch das Qber- Bikcniiern dcr rec'ipirtcn Eonfessionen Ehe» cinzugeheii. Das ist Haus ist reformirt, und Graf Stefan Karolhi wird nicht mehr es also, was die Indern Ungarns anstrcbc». fr sch gewaschene und beim Budapcster Rothbcrgcr .rasch bekleidete Tic Bewegung, welche sich bezüglich dcr Rcccption entwickelt . Barone aus Siebenbürgen;u»z Sturm gegen eine Regierungs- Hat, ist durch de» vollständigen Stillstand hervorgerufen worden, Vorlage führen. Graf Stefan Kärolhi vermag nur auf zwei welcher die confessionelle Gesetzgebung auch in Ungarn seil dem politische Thaten in seinem.Rben hinzuweiscn: er war dcr Adjutant Jahre 1868 erfaßt hat. Daö Projcct des Baron Josef EötvöS, Klapka's bei der Qrganisirnng der ungarischen Vegion, lind er hat eine dlirchgreifende gesetzliche Regelung dcr intcrcoitfessionellcn und das Mischchcgcsctz' gestürzt. Eine Macht, die sich nur ails solche kirchenpolitischcn Fragen herbeizuführcn, wurde nicht verwirllicht, Thaten stützt, ist keine unnherwindliche. Die stolzen Magnaten des weil sein Urheber viel zu früh seiner Wirksamkeit entrisse» wurde, SldelscasinoS'. haben schon oft klein bcigegcben, wenn der Slurm und als in Deutschland der Eulturkampf auSbrach, verspürte, man ' sich erhob. . in Ungar» keine ^ust, dem Fürsten Bismarck auf dieses rpinöse - -