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Freies Blatt · 1892-06-05 · 9 (5.6.1892) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
I (1892)
Issue
9 (5.6.1892)
Date
1892-06-05
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I '.’lbomirmciiKVJfCi«: («(liHiotjtid mit -PM»I-»>>,»».1 li- -•Wi. aucrtclinlii.fi'. .W.-liatfufiiiiuuc. fl —-»•■>. tSiiililiic aimnmcnt l It- Organ juv vUmvln* des ^lntisenlitisnms. Crschcilit dir jedem Soiililiilit. 'Jictmctiou und tfDmiiiiftratiPii* Dien I. SvirovrtntU' io. Nliiiiii'.er!>. Wien, 3 uni Ui'.>2. I. ^Inhiflaufi. lernt r»ont Heinde! 'T'cv s-Cr|icncirt)iid)c iln'IK'ficunt»", cm von . Tv. tzudwig Psenncr hernlisgegebencs Blättchen, welches seil seinem Besiehe» der christlich sociale» Propaganda dient, ist viel schädlicher als das Drgan Schönercr's, die „Unverfälschten Deutsche» Worte".. Es ist ohne Zweifel geschickter gemacht und nicht größleutheils der An betnng seines Herausgebers gewidmet. Wohl stellt Pscnn'er, der auch an der Spitze der christlich-soeiglcn Bereinsorganisalion mar schirt und fast überall dabei ist, wo Streiche gegen freiheitliche ZiislUutionc» und Bestrebungen geführt werden, »amcntlich dort, wo man Pläne zur Bccinlrächligung der.Slaatsbürgcr israelitischer Eonfeffio» cntwirst, sein sticht nicht unter den Schestel, aber er lässt auch andere christlich sociale Größen in seinem Blättchen ver herrliche», während Schönerer gleich Zehova keine andere» voller »eben sich dulde» will. Die „Unverfälschten Deutschen Pforte" be schäsligen sich nebst dem Schönerer Eutins noch mit sonstigen possirliche», aber im Grunde nnschädlichei^-Dingcn, z. B. mit Be richten über Rede llebungen bei Festmahlen zechkräfliger Slndenlc». Dagegen ist! jede steile im . T^esterreichischen Bolksfrennd", nn bcjchadct aller Rcbenzwecke, der Hauptausgabe, christlich sociale Tendenzen zu fördern, dienstbar. Bo» Anwandlungen, wie sie hie und da Schönerer hcimsnchen, der da»» ei» Grauen vor der „verlotterten" anliscinilischen Sippschaft einpsindel, ist Psenner gänzlich frei. . Schon der Titel „^esterrcichischer Bollsfrennd" ist eine Un Wahrheit. Irin 'Trgqn, welches der journalistische Anwalt von Vciilcn ist, die sich mit alle» dcstrnetiven Elcimnten, mit iliodernen Hussitcn, großcrvatischcn Schwärmern und rumänischen Zrredenlisten verbünde», hat nicht das Recht, den Ehrc»na»ien „österreichisch" zu fLhre»; ebensowenig ist man volksfrenndlich, wen» man Bor . ichlisge zur Herabsetzung dcS allgcmcineii BildniigsniveanS ii»n pathifch bcgrüszl mnd jene verlästert, die den Ränkeschmieden ent grgentrctcn, welche das Bvll verdummen ipollen. llnwahrheit bildet auch in erster Vinie die Waffe, mit welcher der „Bolksfrennd" -inbcirrt durch Dementis und Widerlegniigen, ununterbrochen kämpft. Wie gesagt, wir Hallen ihn für weil gefährlicher als das „unverfälschte" . Blättchen Schöncrer'S und ' müssen ahn^ daher leider auch mehr Aufmcrksamleil widme». Zn seiner lepte» Ausgabe veröffentlicht der ..Bollsfrennd" eine Aufforderung nn feine Gesinnungsgenosse», in der es heißt: Es fei »othwendig, - daß bei de» »üchsten Wahlen entschiedene, nn abhängige und mnlhige Bcrlrelcr der ehrlichen Arbeit und teS Ehristenlhnms i» has Parlament entsendet werden. DeSlptlt' müsse schon jetzt mit allem-Eifer gearbeitet undin die Provinzen hinaus die rührigste Thütigkeil entfaltet werde». Dazu feien zahlreiche Arbeitskräfte erforderlich, welche die Eorreipondenzen mit den Ge finnungSgenosfen in der Provinz führe» und dieser Aufgabe ohne Entgelt ein oder zweimal die Woche ein paar Stunden opfern. Bewährte Parteigenossen, welche hiezu bereit sind, werden gebeten, sich in der Redaclio» des „Bolksfrennd" zu melde». Eine sehr beachtcnSivcrlhe Aufforderung das! Wer' den Jargon Ser christlich socialen Antisrmilcn kennt, weiß, was unter der Be zeichnnng: „entschiedene, unabhängige und mnlhige Berlreler der ehrlichen-Arbeit und des Ehristcnthnms". zu verstehen ist. >. Es sollen Zndividne» eurnlische Stühle erlange», welche rücksichtslos, nicht behindert durch Anstand und Mitleid mit fremdem Miß geschick, verfahren —, daö ist die Entschiedenheit. 2 Die Unabhänstigleit der Anseikörenen Hai sich in selavijcher Besorgung der ihnen ^nns ttalksburg oder sonstigen Hauplguarliere» der anrisemitischen Ziitcriialivnalo zngehenden Weiinngen zu erproben. .">. Der Mulh, wie er da verlangt wit'd/ besteht im Berdächlige» unter dem Schutze der Zinmnuilät nndJn der Be^veigcrnng jeder Satisfaelion l. Die „ehrliche Arbeit" ist hier das Schüre» e0» fessioncllcr Leidenschaften sowie des Raeen .und Elaffenhafses, mitunter auch die . zue' Buhornng des arbcilsichcnen PöbrlS wohl geeignete Borjpicgelnng, daß Aussicht vorhanden sei, all seinen Röthen durch Eonstsealivn des BermögenS der.„Viibcii ein Ende zu bereiten. Zenes „Ehriflenlhnm" endlich, denen Berlrelnng angestrehl werden soll,, basirl ans einer Rächslenliebe, wie sie der hochwiirdigc Herr Schnabl im »iedcrostcrrcichischen standlagc de finirl hat. So schändlich die. Ziele der Anlistinilcn sind, io wenuzi^die meisten Mittel, welche sie zur Anwrndung bringen, von emei» honetten Menschen benüpt-werde» können, in einer Beziehung er scheinen sie pns uachahnicnswcrlh. Sie stehe» fliih auf und agitiren beizeiten, nicht erst i 11 letzter Stunde. Roch trennen uns, wenn die' Dinge, wie es scheint, einen normalen tzt..,-i^nk nehmen, Zähre von dem Zeitpunkte^ in welchem.Reuwahlen für Landtag und Reichs ralh stallfinden werde», dcssenungeachlel aber Irenen die Anlisemilcn bereits Borkehrungen für die nächste Wahlbewegung. Daran 'vlllcn sich .die Parlcien, deren Prineipien ans Hninanilät, «Gerechtigkeit und Fortschritt beruhen, ein Beispiel nehme», zumal deren Väsfigleit und Saumseligleit schon so inanäien Sieg der antiseinillichen «i'ejellschaflsfeinde ve>schuldet hat. Man kann ja auch für,ine gute Sache agitiren und hiebei reinliche Wege wandelii. Uni sich mit breiteren Bolksschtchlen "in Bervindnng z»' setzen, ist es-keines Wegs nölhig, daß ei» Parteiführer »eben einer „Breltt" Dva auflrele oder'gar Stampiglien' fälsche Wir betonen es 10 -tnnals Was de» Zorlschntlsparleiei, in Oesterreich noUuhni/ ist mehr Rührigkeit, z'ernt vom Zeinde! . " - 1 ^»uden für ixnldwerk und ^lckerünu. Wie baben 'clivii zu wiedetliolleninaleil' gefliise-icklich .da;ans liin gewiei'eu, >oie nmvalie Sie aniiieniiiiiche, 'Behanpinng »ei,. Sich rti>' >• judifäic» Miibüegee lediglich . Sem ».leichtere» WidieiiNc dnech H und Tchachce" »achgebe». Tori >00 es den Ziiden ce»>hgliäu in. 1 wo ne von Ralur daean« gewiesen und, nelüncti Ne genan' 0 Jlutlicit an der illvtodrnLiie» und au deiii Haudwcrt uns n ncli denselben inir genau der Vim und riebe, ivie es 11 in n ai ■ El»ine» Hum Es liegen »ns Iieiile einige anitienm'che Taten v \\,"um eine dmchaus i ii ö i idie Z^niinlion fitv die stvedeiinig des V ine. iverls nlid .randbaues. unter der j.üdi>chen Zug. >!S * it i. Bionaidlic, iveeiep «Galiziens Ziin'oege tragt. Tchon im Zäbre liaiie, wie ivir dem uennzelmien Z.chi berichte-der ieae>iNi>1>en Allianz in Wie» euinelmcc», die'eil'r in Bcrein der Bernstein T t i,f 1 >1 n g-i» Vcn.iberg, Sei >'nr St. breilnng'des Handwerts unter den. Ziide» a l > ri en s ibaug in, ,ii ivcgen fcinor verliälinißniäßig jchwaäie» Bniiel nicht in>iil als I- Zt-g linge zu etlialien r»er>fiochle, eine Subvention von i.tln i ch ans vier Zähre hinaus, also ziiiannnen!««.<>«»> >il ^vourr, »in ihn in die . Vage z» vericven, . weitere 2. » Zöglinge eintznnebine» und dem Handwerte znznfuhren ,Sänimlliche Zöglinge dieses 'Teeeinec erhielten in einer Abendschule, die den geievliche» 'Borichrisien v-m.

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