Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 12 (1932-1933)
- Issue
- 9 (12.1932)
- Date
- 1932-12-01
- Page
- Seite 95 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 9 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOREN U. O. R.‘R. Seite 95 Aus dem Leben der Ameisen l'eber «las Leben der Ameisen wurden hervorragende Arbeiten veröffentlicht, aus denen wir hier einiges initteilcn wollen, das von allgemeinem Interesse sein dürfte. Frich Waimann, einer der unermüdlichsten Forscher auf diesem Gebiete, beschäftigte sich besonders mit der Frage nach dem Zusammenleben verschiedener Ameisenarten. Dieses Zusammenleben ist zumeist bedingt durch Gründe der Nützlichkeit. So halten manche Ameisen andere als Sklaven, die die Nestarbeit, das Austragen der Puppen und so weiter besorgen müssen. Während dabei manche Arten die Fähigkeit behalten, diese Arbeiten auch selbst zu verrichten, verlieren sic andere ganz und können sich nicht einmal mehr selbst ernähren. Man kann einer solchen Kolonie, der ihre Sklaven genommen sind, noch soviel Nahrung vorlegen sic verhungern trotzdem. Ihre einzige Tätigkeit ist Krieg zu führen, wozu sie durch die mächtige Ausbildung ihrer Zangen auch recht geeignet sind. Kleinere Ameisen leben oft in den Nestern größerer Arten, aber als Feinde und Räuber. Die größeren Ameisen können in die engen Räume des ungebetenen Räubervolkcs nicht eindringen und sind so vollständig wehrlos gegen die zudringlichen Mieter. Sogar fremde Tiere werden oft als Mieter bei den Ameisen gefunden. I.ange schon ist bekannt, daß sic Blattläuse, Schildläuse und so weiter als ..Nutzvieh” halten und sich von deren Ausscheidungen ernähren. I.ubbock dagegen machte die Beobachtung. daß Ameisen auch die kleinen braunen Fier von Blattläusen mit der größten Sorgfalt sammeln und mehrere Monate lang im Neste ebenso sorgfältig hüten wie ihre eigene Brut. Die kleinen Blattläuse werden dann nach dem Auskriechen mit großer Vorsicht auf diejenigen Pflanzen gesetzt, die ihnen die beste Nahrung bieten und auf die bekannte Weise fdurch Streicheln mit den Fühlern) ,, gemolken”. F.benso sorgfältig wird er'n Käfer (Claviger testaceiisi im Bau gehütet, der blind ist umb selbst die Fälligkeit zu fressen verloren hat. Fr wird' von dep Ameisen‘j;efüttert und zahlt ein Kostgeld in.Form eines" süßlicher^ Saftes, deh er am fnterleili absondert und den die Ambisen mit Gier ablecken. ( Fin Kuriosum berichtet Wheclcr .'nach Herders Jahrbuch der Naturwissenschaften;. Fine nordämerikanische Ameisenart fand er in dem trockenen Aste eines Niißbnums eingebaut. Zunächst aber konnte ’ der genannte Forscher gar keinen. Fingang sehen, bis sich das, Rätsel folgendermaßen loste. Die Fingänge verschloß je eine ..Wache” So genau mit dem Kopfe, daß sie ganz unsichtbar -waren. Kam eine Arbeiterin vom Aus. gange zurück, so klopfte sic an. diese lebende Tür und sofort ließ sie tler Wächter passieren.' Das Merkwürdigste dabei ist W-heelers Bcoba'cKtung. daß die . Wache auf die Berührung mit einer Federfahne öder dergleichen nicht eftneie, vielmehr nach wie vor auf dem Platze blieb. — i- Tafelbestecke! Sic \v< nh*n rin pa^MMuIrrrs Geschenk für Vlir Mutter, die Gattin, dir liraut. di** Toducr finden,/als,gerade rin OIS- / » PaU-lbesteck in massiv Silber odef/l'nß gr. Versilberung! F.s i't eben ein Geschenk, das zeitlebens, Freude und Gefallen bereitet; der Silbersehntz, -ein Stolz jeder Hausfrau! Wollen Sie darum etwas --besonders Schönes, 'ein sachlichmodernes und vornehmes Muster, legen Sic /w ert darauf, lachtnätmisch beraten zu werden, niedrige Preise und günstige Zahlungsbedingungen zu erhalten, dann lassen Sie sich einmal unverbindlich Katalog und Ansichtsmuster von der Brstrck- ' tabrik Carl Mertens. Solingen llOXx , kommen, die direkt an Private liefert! 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