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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1932-12-01 · 9 (12.1932) · p. Seite 92

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
12 (1932-1933)
Issue
9 (12.1932)
Date
1932-12-01
Page
Seite 92 (sequence 8)
Language
German
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Seite 9*2 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr. 9 Vererbung! Käthe Kruse gestaUele einen neuen Puppenfyp. Jhreleigenen Kinder waren ihre Modelle, die die Welt nunmeM kennt. Käthe Kruses älteste Tochter Sotie widmet sich ebenfalls der schaffenden Kunst — sie ist Bildhauerin Ihre* Kinderhusten fanden auf einer holländischen Ausstellung «Mutter und Kind“ starken Beifall. Unsere Bilder zeiget Soft Kruse und zwei ihrer Kindejbüsten; als Modell di ihre Oeschwister. ' tlin starkes Talent offenbart sich hier. Chrysanthemen 1 »ii ailbc hervorragende Stelle, die in der deutschen lfluint,n\volt Rosen und Veilchen. Nelken uijd Orchideen ein nehmen, behauptet seit Jahrtausenden in Japan das Chrysan themuin Oie Staatsflagge tragt das Bild der Blume und einer der -chön-ten japanischen < >rdep-dst der ‘Chrysanthemumorden. Oie farbenreichen Blumen werden in ihrer Heimat mit. . I'.hreii aller Art ausgezeichnet; in den Gärten des Mikado werden ~ie mit I.iebc und Aufmerksamkeit gepflegt und dem wird eine glückliche Zukunft in Aussicht gestellt, dessen Blumen in tadelloser Form und Größe entfaltet sind. Oie Riesin ihre- Geschlechts ist ..Madame Carnot" und ..I.ittlc Bob", ein zierliches Blümbön; es .gibt einfac he, ancmnnenblütige. röhrenstrahlige. einwärts gekrümmte, auswärts gekrümmte, Rhantasie- und _ behaarte Chrysanthemen. Oie Farbenpracht der Chrysanthemen ist ungemein. Alle Farbcrttunc. vom reinsten Weiß, zartesten Rosa, matt Lila und Gelb bis zu Rubinrot, Violett, Altgold. Amethyst. Orange sind bei der Kikublume, wie der Japaner da- Chrysanthemum nennt, vertreten. Auch in China wird das Chrysanthemum 'seit uralter Zeit, gepflegt. Oer Chinese Tua-yuan-ming. der um iil lebte, hatte 'solche hervorragenden Lrfolge in seiner Kultur zu verzeichnen, daß man später die Stadt, in der er lebte. Tschihsien. das heißt Chrysanthemumstadt, benannte.' Nach Europa kam die Blume erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts. England nahm sich direr in besonders liebevoller Weise an und als im Jahre 18'2!f irf Norwich und zwei Jahre später in Wien die ersten Chry-. santhcmumausstellungen gehalten wurden, begann seine allmähliche Verbreitung über ganz Europa und auch bei uns ist die Chrysanthemumzüchtung bei Gärtnern und Laien zur f dankbaren Liebhaberei geworden. Wegen des Glanzes und des ■' Earbenreichtum’s der Blumen, der lange anhaltenden Blütezeit. vor allem aber, weil der Zeitpunkt der Blüte in den Herbst und Winteranfang fällt und sogar trübe, nebelige , Witterung die Blütenentfaltung nicht verhindert, ferner wegen der Dauerhaftigkeit der Pflanzen selbst, sind die Chrysanthemen ein wertvoller Gegenstand für Gartenzwecke geworden. Was ist der Mensch Was ist der Mensch. Wenn er als Kind Zuerst der Sonne Licht erblickt. Mit seinen Händchen, greifts geschwind Nach ihren Strahlen, und beglückt Glaubt es sie fest zu halten, o kindische Einfalt, süßer Traum! Wie bald gibst dem Verstand du Raum, Ade ihr Lichtgestalten! Was ist der Mensch. Als Jüngling fühlt Ilr sich als Herr der g;inzen Welt. Noch unbewußt, was er cr^jelt, Ragt kühn sein Bau zum Himmelszelt, Glaubt alles zu erreichen. < l schöner Zeiten Wonnequell. Warum versiegst du auch so schnell? Wie bald mußt du entweichen. 4 Was ist der Mensch. In Mannes Kraft Sieht er mit Stolz sein Werk gekrönt. Was er in saurem Schweiß erschafft. Hat ihn mit seinem Gott versöhnt. Der Traum wird sich erfüllen. Doch was der Zeiten dunkler Schoß In sich verbirgt, wer kennt sein Los? Wer möcht es ihm enthüllen? Was ist der Mensch. Gebückt als Greis Hält er noch fest sich an den Stab, Ach, immer enger wird der Kreis, Der viel verheißend ihn umgab, Wie schwanden doch die Jahre. Von allem, was ihm lieb und wert Was ihm das Schicksal hat gewährt. Blieb nichts ihm auf der Bahre. Albert Fabian.

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