Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 10 (1930-1931)
- Issue
- 7 (10.1930)
- Date
- 1930-10-01
- Page
- Seite 124 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 124 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr. 7 Um dies zu begreifen, überlege man sich einmal, wohin die dcistische Auffassung Gottes als des persönlichen Urhebers der Welt führt, überhaupt die Auffassung Gottes als einer Pcr.-nn. wenn man sie folgerichtig fortbildet. Als Person muß Gott offenbar wie jede Person in Raum und Zeit sein. Kann er nun gleich jeder anderen Person als in einem bestimmten, einzelnen Raum und während einer bestimmten einzelnen Zeit existierend gedacht werden? Das ist wohl nicht möglich, da Gott doch alles' sieht und hört, die Welt an jedem Orte und zu jeder Stunde'-beherrscht oder zum mindesten so geschaffen hat, wie sie an jedem Orte und zu jeder Stunde ist. Wenn, dem aber so ist, dann muß Gott an jedem Orte und zu jeder Stunde sein, d. h. dann muß er mit dem All zusamtnenfallen. Ks ist nicht ausgeschlossen, daß solche Erwägungen in Lessing wirksam sind, daß er sieh folglich zur Zeit seines Todes mitten in der Entwicklung vom Deismus zum Pantheismus befindet. Diese I.ntw ieklung-,w ürde dann zu verstehen sein als die letzte Konsequenz aus l.essings früherem, bis zu. seinem Ende gedachten Deismus, und zwar-in Verbindung-mit Lessings auch sonst hervortretendem Lnendlichkeilsstreben. Daß" Moses Mendelssohn eine solche Entwicklung Lessings, falls sie überhaupt Geschäftliche Mitteilung Das Deutsche Teppichhaus Emil Lefecre, Berlin, seit 4li Jahren nur Oranienslr. 158, Nähe .Moritzplatz, hat seine Ric—cnlüger in Teppichen, Läuferstoffen, Vorlagen, Gardinen, Si.ues, Bettdecken,' .Stepp-Schlafdecken. Tisch-, Divandecken. Möbelstoffen usw. mit entzückenden Herbstneuheiten zu bekannt billigen Preisen reichhaltig eingedeckt. Ferner ist eine große Partie Teppiche mit geringen Webfehlern weit unter Preis vorhanden. Auf Wunsch Zahlungserleiehterung ohne jeglichen Preisaulschlag. Spezialkalalog kostenlos. stattfindet, trotz ihres innigen Freundschaftsverhältnisses nicht erkennt, braucht keineswegs wunderzunehmen. Mendelssohn ist gewiß ein hervorragender Repräsentant der Aufklärung, aber auch nicht mehr; er vermag im Gegensatz zu Lessing über den Horizont der Aufklärüng nicht hinauszublicken. So ist es denn durchaus nicht überraschend, daß ihn schon die bloße Behauptung von Lessings Fortschreiten über den Aufklärungsdeismus hinaus in der Richtung des Pantheismus mit Gram erfüllt, der so tief ist, daß er vielleicht seine sowieso bereits stark erschütterte Gesundheit vollends zerrüttet und sein Lebensende beschleunigt. Damit ist denn der Kreis geschlossen, die Betrachtung wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurückgekehrt, nämlich zu der Beziehung zwischen Mendelssohn und Lessing. Diese Beziehung wird nicht zum mindesten auch gerade durch den Pantheismusstreit sehr klar, und zwar sowohl nach der menschlichen wie auch nach der sachlichen Seite. Es zeigt sich die ungemein große Innigkeit der Freundschaft Mendelssohns zu Lessing, die es nicht dulden will, daß an dem Namen des toten Lessing etwas haften bleibt, was Slendelssohn als Makel, als Schimpf erscheint; es zeigt sich jedoch zugleich, daß Mendelssohn der Gedankenentwicklung Lessings, falls diese wirklich zum, Pantheismus führt, nicht ganz und gar zu folgen, nicht mit ihr Schritt zu halten weiß. Man mag über den Pantheismus, dem gegenüber die größten Bedenken angebracht sind, urteilen, wie man will: soviel ist sicher, daß Lessing, wenn er allmählich zum Pantheismus kommt, wieder einmal die Aufklärung, die den Pantheismus höchstens in materialistischem Gewände kennt, weit hinter sich läßt und den Grund legt zu anderen, späteren Geisteshaitungen. Zwar ist der Pantheismus in nichtmaterialistischem Gewände* sieht man noch vom Altertum ganz ab, auch in der Neuzeit bereits vor Lessing vertreten worden, besonders er- ..... | „Die 3 von der Tankstelle“ ü' „Liebling, mein Herz läßt dich grüßen44 Best.-Nr. 23513 „Hailoh! Du süße Frau44 Best.-Nr. 23517 1 „Ein Freund, ein guter Freund44 Best.-Nr. 23516 | „Der Greifer4* s „Kannst du mir sagen, wir spät es ist?“ Best.-Nr. 23528 1 „In meinem Herzen ist nur Platz für Eine“ Best.-Nr. 23519 | „Ich sag’ dir heimlich Du** Best.-Nr. 23519 | „Unter den Dächern von Paris“ H „In Paris, m Pari«, sind die Best.-Nr. 23478 1 Mädels so süß44 1 Pariser Originalatifnahmes | „Sous les toits de Paris44 Best.-Nr. 521716 S und viele andere DESTMMI HEMN* Sdutynathm 99 La Boheme auf S Platten mit Helte Roswaenge ArmlnWeltner i f Waldemar Henke / Hüni- Mlhacsek / H. Jungkurth „CARMEN“ / „DER TROUBADOUR“ / „FREI- SCHÜTZ“ / „LOHENGRIN“ / „ZAR UND ZIMMER- , MANN“ / „DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR“ „HANSEL UND GRETEL“ 2 Kurz-Operetten: „DIE FLEDERMAUS“ / „DER BETTELSTUDENT“ in ganz hervorragender Besetzung auf 4 — 5 Platten VORSPIEL BEREITWILLIGST IM Sr amm opiton-Spexialh aus b.M Berlin W, Frledrlchstroße ISO * Kurfürslendamm 24 * Sieglitz, Schloß*Iraße 23 und in sämtlichen offiziellen Verkaufsstellen der Deutschen Grammophon Aktiengesellschaft ^iiiiiNiinmiHii HIIIIIIIIIIIIHIIIiü