Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 10 (1930-1931)
- Issue
- 5 (8.1930)
- Date
- 1930-08-01
- Page
- Seite 81 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 5 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U. O. B. B. Seite 81 \ c I' I c i I II n p II u [ |i c r 11 11 Gesamtzahl, davon Logenmitgliedcr ü> 2" i. I ..li',, 8« n Die freien Berufe, Beamte und leclinisehe Angestellte, welche in obiger Spczialgruppc enthalten sind, verteilen sieh auf tollende einzelne Borufszweige innerhalb der Gesamtheit der Berliner Logen wie folgt: Handel und Industrie Uli 7t>8 a) 50° «> selbständig 18 384 1748 b) 50° n unselbständig 18 384 *4 Ohne Berufe 13 38h 75 Freie Berufe (Intellektuelle, Beamte) ä itöl) 477 davon Gesamt- Logen Prozente zahl mitglieder d. Gesamtzahl Aerzte . . i . . . . liltiö 112 <> Zahnärzte. 288 lö tt> u. „ Anwälte.s. 1112 131 in Oberlehrer. in; w 8 (i Lehrer.. . j 2t 10 11 7 ";o Apotheker. 40 Ingenieure. Architekten. 778 4 1 i H V-'i. Chemiker ....... Professoren.j Kl 14 18 ",u Babhiner ...... til 23 38 Beamte, Bichtcr. . . 177 22 13 Schriftsteller, Bedakteure ÖK$ 11 o ° n 12 2 l» ,, 1 öll.i'l 177 Die Statistik beweis), daB die Mitgliedschaft der Logen vcrhältnisnuiBig einseitig: zusammengesetzt ist. \\ iihrend die Angehörigen des selbständigen Mittelstandes in Handel und (iewerhe mit der jüdischen Gcsamlhcvölkcrung Berlins aus dieser Berufsgru|>|>cj in den Logen vertreten sind. Ielile*i die Lnselhstäiuligen aus diesen Lrwerbszw eigen fast ganz.. Deren /tdil ist aber in ständigem Steigen Begriffen und hat in Wirklichkeit, wenn llie Weiterentwicklung berücksichtigt und die KlciiigcvvcrbetrL‘ihcndcu (Handwerker und Händler) nicht mehr zur Gruppe j des selbständigen Standes gerechnet werden, weil ihre L\isl{' Angestellten und Arbei schuftlieh iind materiell des selbständigen Mittel den Hintergrund ge<lräii| Die Krncuerting tiny jahrzehntelang v ornchml Seihständigen in Handel rufe in günstigen l.inkoi svhlechterung der allgcm sen der ersteren Gruppt starke \ erringerung uu Die bisher übliche halb der unseren Brtid; somit nicht mehr als au Die vorstehend angc Bild «Ittr jüdischen Gesc rurmung der Bcrufsgrii| künftige /usammensetzui ohne LinfluB bleiben. Ls zclhciten eingetrelen. si /all lenzusammciistcl lulig geslaltung der Loge hin;. geb|iisse einer LogcnsU l Die Betrachtung der Gesichtswinkel der sich tuug der w irlschaflliche l W irkungsgrad unserer hällnis zur berullichen sthichlen stehen muB i ruiigci) einer vergange Lw ig und unicrrüc unseres Ordens, aber Kreise, aiis denen sich erneuern' Den W undcl aiisla ciliing auch, in der genmilglieder zur Gellur möglich vverdende Lrhöhu tativei. Wiikung <les () volle \ulgabc der Bcrli nzbedingungeii denen tlcr Masse der Iler gleichen, die ursprünglich gcscllaucli zahlehiinäBig stärkere Gruppe •tandes in der Nachkriegszeit weit in ■ff»-' eres Milgliederkreises vollzog sich ich .aus dem starken ' lieservoir der und .Industrie sowie der freien Belinensv erhältnissen. Nachdem die Ver- .inen W irtschaflslage sieh in den Kreihesonders stark ausvvirktc, trat eine scres Milgliedcrzuwachses ein. form der Mitglicdcrw erbang innerrn nahestehenden Berulskreise kaini streichendbezeichnet werden. ’iihrten /ablcii zeichnen' ein deutliches IscharisschicliUtng ip Berlin. Die Lm- »pen kaim natürlich auch auf die ig . unseres Mitgliederbestandes nicht soll hier nicht in Lenrtcrung der Linndgrn nur auf die Bedeutung dieser in /usaiiimenh'.iiig'mit der /unkunflseve iesen und die Beachtung dieser Lrilislik enipfohlen werden. zahlenmäBigen Feststellung unter dem gegenwärtig vollziehenden Lmgcst.il- \ erliiiltnjsse läBt erkennen, daB der \uBenpropaganda im richtigen Verliliederuiig der gegenwärtigen Bernfsnd 'nicht mehr nur nach den Lrfalinen Lpoclie berechnet' werden darb l.har sind die hohen ethischen Ideale wechselnd und veränderlich sind die seine Anhänger zusanuiiensctzen und i|ler /eilen zur I ürderung der OrdensieselUchaltlichen Schichtung der l.oig kommen, zu lassen, die hierdurch ing der quantitativen neben der «pialideiis, darf ‘als eine sein'' bedeutungsiicr Lögen angeselibn werden. Bücherschäu Macht und (ieheimnis der Jesuiten. Ktillui historische Monographie von Bene Fühfp .Miller. Grclhlein & Co., I.cipzig- /.üriclr. Der Autor, der hefeits mit einer groBen Anzahl von Arbeiten auf kulturgeschichtlichem Gebiete hervorgetreten ist. gibt in dem vorlicgcndcnj Bafule eine vorzügliche Monographie des Jcsuilen-Ordcns, einü Lnz.yklopüdie, die von den Anfängen dieser Ordcn.sgcnicinschu(t bis zum heutigen Tage den Theorien und der Wiiksamkeil [derselben nachgeht'. Lin gewaltiges Tatsachenmaterial ist aijfgeliäuft und gesichtet worden. Der starke Band in Lexikonformul ist eine unerschöpfliche Fundgrube für jeden, den das 1‘roblem geistlicher Orden überhaupt und die v ierljunderl Jahre umstrittene Lruge der Gesellschaft Jesu im besonderen interessiert. Das Buch ist ein Stück Kulturgeschichte der Neuzeit: das Jerusalem der W allfahrer, das Deutschland des dreiBigjührigcn Krieges, BuBland zur /eit Iwans dds Schrecklichen, das Born der Benaissance - in tuusenef Lichtern, deren Brennpunkt immer wieder der Jesuitenorden ist, zeigt Miller den Gegenstand seiner Forschung. j Lin besonders interessantes Kapitel ist der seltsamen Jesuitenrepublik in Pajaguuy gewidmet, dieser klerikalkommiinist^schell. Sicdlui g, die'die Jünger Loyolas als erfolgreiche Kolonisatoren zcijgl. Biographie Von Ignatius von Loyola und findet sich in ihm. durch ein zahlreiches, sorgfältig gewähltes Bildmaterial ergänzt. Interessante Beziehungen zwischen dem geistlichen Orden Loyolas und dem modernen Lnübunde der Freimaurer verleihen dem Werke ein besonderes Interesse lür unseren Leserkreis. Line ausgezeichneten gehört in «fieses Buch . ngebot und jNadh frage siehe Seite 84 | DIE BIBLIOTHEK ♦ i ) der Berliner Logen U. 0. B. B. ist von Montag]bis Donnerstag abends 71 s bis 8* i Uhr geöffnet, ab 6. Septem bgr auch an den Sonnablend Abenden. DER BIBLIOTHEKS-AUSSCHUSS Paul Mannheim, Vorsitzender