Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 10 (1930-1931)
- Issue
- 1 (4.1930)
- Date
- 1930-04-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/4885084-6352732-6352923--1060-4886085- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 8 ' MONATSSCHRIFT DER BERLINER L0X3EN U.O.B.B. Nr. 1 Schwestern-Vereinigung der Abraham Geiger-Loge Mittwoch. <len 23. April 20'.. Uhr 21 Uhr Arbeilssitzung. Bericht über die Distriktstagung. Teilnahme am Vortrage der Loge. Mittwoch, den oll. \pril v 2(B •. Uhr 21 Uhr Kurze Arbeitssitzung. Vorträg von Frl. Ilannuh Karin in ski: ..Fragen der weiblichen jüdischen Jugend“. Mittwoch. den 7. Mai 20' .. Uhr 21 Uhr Arbeitssitzung. 'Teilnahme am Vorträge der Loge. Mittwoch, den 14. Mai 20' Uhr 21 Uhr Kurze Arbeitssitzung. Vortrag von Frau Dr. Gertrud Klausner: „Schule und Haus im neuen Staat“. Jugendabt. Montefiorc-Logc Dienstag, den 22. \pril Dienstag.* den 29. \pril 2m Uhr Dienstau. den Mai 201 Uhr Dienstag, den 13. Mai ^!0i J Uhr Jugend-Abteilung der Spinoza-Akiba Eger-Loge Donnerslag. den 24. \prjl 21 Uhr Donnerstag, den 1. Mai 21 Uhr Donnerslag. den 8. Mai ' 201 Uhr Donnerslag. den I.V Alai 20i Uhr Jugcndahl. Timendorfer Juhiläums-I. oge Mittwoch, den 30. \pril 20i j Uhr Mittwoch, «len 7. Mai 20iUhr ' Mittwoch, den 14. Mai 201 Uhr Gemeinsame Veranstaltung aller Jugea id-Abteilungen der Berliner Logen Mittwoch, den 23. April 201 ., Uhr Frauen-Verein der Berliner Logen U. 0. B. B. Montag, den 23. April 17 Uhr Donnerstag, «len «'1. Mai 17 Uhr Berliner Distrikt des Schvvestcrn-Verbandcs dl ,L. O. B. B.-I.ogen Mittwoch, den 9. \pril lßi Uhr Mnntü^. den 12’ Mai - Ifii - Uhr Gemütliches Beisammensein. Aussprache über Sommer-Programm. Teilnahme am Vorträge der SchwcsternA ereinigung. Schallplatten-Konzert. (F.lektrola.) 'l eilnahme am Vortrage der SchweslernA ereinigung. Teilnahme am Vortrag der SehvveslernA ereinigung der Spino/.a-Loge. Teilnahme am musikalischen Abend der Spinoza-Loge. ..Aberglaube und Zauberei“. Herr Fritz l.evinger. „\\ ohnungskullur und moderner Städtebau“. Herr Claus .1 a e o b o vv i t Hunter Abend. Kur/.e Sitzung. \ ortrag des Herrn l)r. Werner Hab: ..Der Wert dos Lehens“. Kurze Sitzung. (Redner und Thema werden noch bekannlgegcben.) Vortrag von Frau l)r. Kschel bacher: „Jüdische Friedellsarbeit“. 42. Generalversammlung. Sitzung. Sitzung. Sitzung. Krankenschwesternstation der Berliner Logen U.O.B.B.: \V 62, Kleiststr. 11, B 5, Barbarossa 4781. , Beratungsstelle der Schwestern Vereinigungen des Berliner Distrikts. Die Beratungsstelle kann gute möblierte Zimmer mit und ohne Pension in allen Stadtgegenden und allen Preislagen nachweisen. I.ogenangehörige können durch die Beratungsstelle Nachweise für Stellungen erhalten. Tägliche Sprechstunde von 11 bis 12 Uhr, außer Sonnabend und Sonntag, in der Geschäftsstelle des Distrikts bei Schw. S e^m a Michaelis, Charlottenburg, Mommsenstr.27 part., Telefon: Bismarck 768. Auch schriftliche Anfragen sind an diese Stelle zu richten. Daraus ergibt sich. ch*ß Probleme zeitlos seien und auch Spinoza sei zeitlos. Vor 10 Jahren habe der damalige Großprii-idenl Br. Timendorfer anerkannt, daß die Loge immer auf die Bildung um Charakteren besonderen Wert gelegt habe. Im Sinne Spinozas müsse der Orden fceine Mitglieder auch weiterhin /u Leidenschaftslosigkeit, zu Ruhe und zu Idealismus zu erziehen suchen. ANdann ergriff der hochw. Großpräsident Br. Bacck das Wort, um die Glückwünsche der hochw. Großloge zu übermitteln. Kr wies zunächst auf die enge persönliche Verbundenheit der Großloge und der Spinoza-Loge hin. weil sic durch Br. Großsekretär Gotylschmidt. durch Br. Holländer un i andere F.-vpräsidenten an den Arbeiten der Großloge besonders stark beteiligt sei. Aber auch in gedanklichem Sinne stehe die Loge ihr l>esonders nahe. Die Spinoza-Loge sei von Anbeginn eine Pionterloue gewesen, die durch eine Revolution der .fugend entstanden . sei. F.s sei richtig, daß man nichts anderes habe erreichen wollen als die anderen l>ercits bestehenden logen, aber es war doch mehr da: der Wille zur F.igcnheit. Ks gehörte auch Mut dazu. si<^i nach Spinoza zu nennen, der aus dem Judentum ausgestoßen wurde. Wenn etwas als Dank der Großloge ausgesprochen werden darf, ' dann muß es die Feststellung sein, daß die Loge sich selbst treu geblieben sei. W ie Spinoza mit seinen Gedanken ernst gemacht habe, so habe es auch die Loge, "die seinen Namen trage, getan Meistens Ivegnügc man sich damit. Ideen zu besitzen. Spinoza aber habe gezeigt, daß eine Idee nur soviel wert sei. wie sie ins Leben führe, und daß auch ein Gedanke nur Geltung b.esitze, in dem .Umfange, wie man ihn ernst nehme. Darin liegt die Größe Spinozas. Wolle man die Spinoza- I.oge würdigen, so müsse man ihr danken für die Hebung des Geistes, die sie allezeit erstrebt habe. Danken aber auch dafür, daß sie ,in einer Zeit schwerer wirtschaftlicher Not führend und anregend daran gegangen sei, rechtzeitig die Schaffung eines Jubiläumsfonds für die Großlogc anzubahnen. Sie hat hei den Logen im Reiche damit freudigen Widerhall gefunden und ein W erk bleibenden Wertes geschaffen. Auch damit halte die Spinoza-I.oge wieder einen Beweis dafür geliefert, daß sie immer den Mut zur Tal aufzuhringen vermöge und mit vollem Rechte dürfe sic den heutigen Tag feiern. Die Großloge wünsche ihr, daß sie sich stets selber treu bleiben möge, treu dem Besten, was sie vollbracht, treu aber auch dem Ernste zur Tal. Damit sei sie gerade vorbildlich und führend geworden. So sei es auch kein Zufall, daß diese Logg führende Männer in ihren Reihen habe, die es mit dem Geführten ernst nehmen und die an sich selbst die höchsten Ansprüche stellen, denn nur der könne ein Führer sein, der von sich und von anderen zu fordern verstehe. Br. Bacck schloß seine Ausführungen mit dem Wunsche, daß es der Loge niemals an solchen Männern fehlen möge, daß sie immer