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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1930-02-01 · 11 (2.1930) · p. Seite 238

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
9 (1929-1930)
Issue
11 (2.1930)
Date
1930-02-01
Page
Seite 238 (sequence 18)
Language
German
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Seite 238 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr. lt Angebot und Nachfrage {Bezahlte Anzeigen im Fettdruck nur durch den Brüder-Verlag: Für Brüderverein und Logen 30 Pfennig das.Wort. Vorauszahlungen. Kostenlose Aufnahme kann nur durch die Büros der Logetvuml des Vereins erfolgen; gewerbsmäßige Angebote sind unter allen Umständen kostenpflichtig.) Junge Zahnar/twitwe sucht für die umfangreiche Praxis ihres verstorbenen Mannes (Berlin) tüchtigen Nachfolger. (Erstklassige Referenzen und \ ermögen unbedingt erforderlich. Näheres unter Brüdern erlag Nr. 96. I iir eine durchaus arbeitsame, schwierigsten Verhältnissen gewachsene Dame wird Position aK Wirtschafterin gesucht. \uch llortleitung usw. Bescheidene Ansprüche. Beste Referenzen. Näheres unter Brüdcr-N erlag Nr. 99. Cnäumigc K-Zimmcrw ohnung mit Bad. elcktr. I.ieht usw.. elegant eingerichtet. Zentrum. 2. Klage, gegen Mietzahlung ton 165 HAI. und Pension für Vermieterin ahzugeben. 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Moses erscheint Tie ine als ein Künstler, der seine Kunst in der Praxis betätigt, sie an praktischer Ciestaltung und durch sie bewährt. Dieser Moses gehört zu den besten Figuren, die Heine je gezeichnet hat; in seiner Art steht er dem Marmorwerke Michelangelos nicht nach. Dem ist so, weil Heine hier aus der tiefsten liefe seines Innern schöpft. Sein Moses ist Heines eigenes Spiegelbild, ein Spiegelbild freilich nicht des realen, sondern des idealen Heine, des Heineschen Ideals. Was dem realen Heine nicht gelingen will und kann, erscheint diesem in der Idcnlgestalt des Moses als verwirklicht. In Heine sind sowohl das Künstlerische angelegt, welches in der romantischen, wie auch das Sittliche, das Politisch-Rcformatorische. welches in der rationalen Seite seiner Psyche wurzelt; allein während zwischen beiden Wesenszügen hei ihm ein unausgleiehbares dialektisches .Spannungsverhältnis besteht, sieht er sie hei Moses in friedlicher Vereinigung. Moses ist ihm Künstler und sittlicher Reformator zugleich, und zwar in dem Sinne, daß die sittlichen Rcformbcstrebungcn des Moses aus der Tiefe^ seines Künstlertums seihst hervorquellen. Damit entfernt sich Iteinc weit von seinci ursprünglichen Wertung des Moses. In den Helgoländer Briefen vom Sommer 1830 gilt ihm Moses als der Vertreter reiner Geistigkeit, des bloßen Spiritualismus; seinem neuen Standpunkt zufolge gehört aber Moses offenbar in die Reihe derer, von denen Heine damals sagt, daß sie nach einer Synthese von Körper und Geist, Sensualismus und Spiritualismus, streben. Fine solche Synthese ist Heines Ideal jetzt genau so wie früher, mag für ihn vorher auch das sensualistischc Moment im Vordergrund gestanden haben und nunmehr das spiritualistische im Zentrum sich befinden. (Fortsetzung folgt! l Scfüafzirr.mer von RM 393.- an, Dielen-, Landhaus-, Einzelrr.ctte’., GarderobenschrSnKe, Töchferzimmer, SfilmCbel Riesenauswahl! Eesuch lehnend! 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