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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1929-09-01 · 6 (9.1929) · p. Seite 109

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
9 (1929-1930)
Issue
6 (9.1929)
Date
1929-09-01
Page
Seite 109 (sequence 9)
Language
German
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1 f si , ‘ " Nr. 6 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.Ö.B.Bf. , Seite 109 -------1- I Bücher und Zeitschriften . . ■ Moses Mendelssohn. Dos Märchen seines I.ehens. \Mn Jukoli Seifensieder. Berlin 1!I2!>. Pliilo-X erlüg, Berlin SW »itt. Preis: 2.50 HM. (•erade zur rechten /eit lejjt uns der \ erfasset*, der uueh der (jeschiit/te Biograph (iahriel Hiessers ist. seine fesselndej Schrift Ciher den Mensc|ien Moses Mendelssohn upd sein Werk vor. Die Feier ilos 200. (ieliurtsta^es Moses Mendelssohns läßt den W unsch lebendig «erden, dalt diese lebensvolle, ebenso kur/. f>cfüllte (!)J Seiten) «ie «obifeile Schrift um jedem Logenbruder aiifieschafft und seiner Bücherei einverlcibt wird. Sie rinnet sich hervorragend dazu, uns das Wesen und Wirken des grölten Mannes niilier/uhringen und lältl vor uns den Zauber, den seine Persönlichkeit ausgeübt hat. lebendig erstehen. Darüber hinaus wird uns eine vorzügliche Darstellung des Kulturkreises des Id. Jahrhunderts vermittelt. Der Verfasser zeigt uns die fast noch ghettoiuültige Absperrung der Juden von ihrer deutschen Umwelt und den erfolgreichen Kumpf Mendelssohns um die Svnlhcse zwischen Judentum und Deutschtum, uni die Hebung des Verständnisses seiner (ijauhensgenossen für die deutsche Kultur und umgekehrt die geistige und staatliche Anerkennung der Juden. Plastisch entwickelt sieh vor dem Auge des Lesers das ,,Märchen des Lebens von Moses Mendelssohn“, der von einer guten Vorsehung mit den (Lilien eines sprühenden Geistes und einer seltenen llcr/cnsgütc ausgeslatte.t war, dem aber ein hartes Schicksal einen verunstalteten hinfälligen Körper und eine schwere Zunge mit auf die Lebensfahrt gegeben hatte. Durch alle Daseinsnot hindurch ringt sieh der junge Mendelssohn empor und macht sieb die Gedankenwelt der mittelalterlichen Philosophen zu eigen. Dus grol.fe Glück seines Lebens, der Bund mit J.essing, .wird uns im folgenden Kupitel lebensvoll geschildert, und es ist interessant zu lesen, welchen bedeutsamen Kinflult die Schriften Mendelssohns auf zahlreiche Lessiugsehe Werke ausgeübt haben. I.essing hat ja auch seinem' Freunde Moses das schönste Denkmal Nathan den Weisen errichtet', dessen Abgeklärtheit der Weltanschauung und dessen allumfassende Menschenliebe die Züge Mendelssohns, tbügt. Die bedeutsamen ' und umfassenden schriftstellerischen Leistungen Mendelssohns versteht der Verfasser uns in kurzen und prägnanten Auslührungen nahe/uhripgen. purcli L'ehert^agung der Heiligen Schrift in die deutsche Sprache führte er seine Glaubensgenossen dem deutselven Kulturkreis näher. Gleichzeitig lieft er die P s a I m e n ü h e r t r ir g u n g ins Deutsche folgen und vollendete noch die L'ebcrset/.ung des Hohen Liedes. Von den philosophischen Schriften wird das berühmte. 17f>7 erschienene W erk ,,P h ä d o n“ oder „L* eher die l n s l e r b I i e li k e i t der Seele“ eingehend besprochen, in dem Mendelssohn die Beweise für das Vorhandensein und für das Wesen der Seele zu geben versucht, und in dem er seine Ansichten über das Fortlcben der Seele nach dein ,Tode upd ihre Kntvvickhing zu immer höherer Vollkommenheit t/arlcgt. Vlit anerkennenswerter Prägnanz wird uns ferner das Werk „Jerusalem“ oder „Leber religiöse Macht und Judentum" nühergebruchl, jenes Werk, in dem Mendelssohn unerschrocken seine Ansichtei' über Staat und Kirche, über Christentum und Judentum und über die Verwerflichkeit des Glnuhcnszwangcs entwickelt. und in dem er den kühnen Satz uusspricht: „W eder Kirche noch Staathaben ein Hecht, die Grundsätze und Gesinnungen der Menschen irgendeinem Zwang zu unterwerfen.“ SOEBEN ERSCHIEN I in zweiter, verbesserter Auflage J VORTRÄGE UND ANSPRACHEN * von j MAXIMILIAN STEIN mit einem Geleitwort von i DR. LEO BAECK I lerausgeg. von derQroßloge für Deutschland VIII U.O.B.B. Umfang 296 Seiten j In Ganzleinen gebunden RM 5.— AUS DEM INHALT!: Der alte und der neue Ahasver,, — Paul llevses Memoiren und qie Berliner Salons. -- Friedrich Nietzsche und das Judentum. — Zionismus. — Judentum und Christentum* — Soziale Probleme im alten Judentum. — Der Krie*. — Die Juden im Handel. Beethoven. — Die neutralen jüdischen Jtisendvercine. — Walther Ra* thenau. — Die Existen2b]erechtij?ung des Ordens Bne Bri*s. — Weshalb der U.O.B.B. nur Juden vereinigt. — Zur Eröffnung der jOdischen Tovnbeehatle. — Zum Jubiläum des Frauenvereins. — Kritik. Uber Aufgaben des Ordens nhch dem Kriege. — Zum 25jährigen Amis* jubiiäum des Groflpräsidenten Br. Timendorfer. — Das „Geheimnis ' im Orden. — Zum Ordtnsrage. Festreden zur Einweihung neuer Logen, zur. Installation von Beamten, zur Einführung von Brüdern. — Im zXndenkcn an Maretzki. •<- Trauerreden. — Ansprachen bei ver* schiedenen Gelegenheiten. J. KAUFFMANN.VERLAG Frankfurt am Main / Sdiill er Straße 19 Karl May8 Gesammelte Werke erzielen ihre überragende ßeliebheif nicht nur durch unver» gleitblitb spannende Handlung und durch die farbenreichen, anschaulichen Naturschilderungen, sondern bieten aiich etne reiche Quelle an Belehrung durch ihren geographischest und ethnographischen Gehalt. Dier bisherige deutsche ßuchauflage hat bereits 5 ,l I Millionen Bande überschritten.. Erschienen sind zurzeit ßandnummern. Jeder Band in Ganzleinen gebunden je DM ^.i-. Ll.a.: Durch die Wüste / Winnetou Old Sureband / Auf fremden Pfaden / Der Schatz im'‘Silbersee. Verlangen Sie ausführlichen Prospekt beim Buchhändler. Die,„Frankfurter Zeikuryg“ in ihren) Literaturhlatt vom 31. März l929 erinnert daran, daß von ihr selber vor dreißig Jahren der erste Angriff auf Karl Mav ausging und kommt zu folgendem Ergebnis: Hier ist Unrecht ^»dirhcn, lüthtln und unwiurnti. Ilfi Karl Mac werden Verbre ben oft am Ort wieder gutg* macht. wo sie geschahen. So wird hier in der gleichen Zeitung, an erhobener Stelle, in geränderter ZeiJ. ieftgestellt,: Kail Mav ist ei-v i* der besten deutschen Erzähler. un 1 er wate v ielleichf der beste schlechthin, wäre er eben -kein armer, .ver* irrter Proletarier gewesen. Der Schuß.- den.* die Wohlgesinnten damals abfeuerten, .geht umgekehrt auf die Gesellschalt selbst. Beispiellos, wie dieser NJann ium NchnlUteller wurde; noch in ejer Zelle begann er zu schreiben: ..Geographische Predigten" — Ahehteuer und Jie*serungswiPe. mit feU leichter und r^her Hand. Karl May ist aus dem Gesthlech^ ' von ' Wilh« Im. Jfautf; nur mit. mehr Handlung . . . Fabelhaft gesund ist alles, eine kräftige H.utt .... KsrEMay*Verlag, Radebeul bei Dresden

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