Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 9 (1929-1930)
- Issue
- 3 (6.1929)
- Date
- 1929-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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1 derBEBLINE ,0<5 E N UO.RB. BERLIN W62, KLEISTSTR. 10, LOGENHAUS' « 9. JAHRGANG , 1 JUNI 1929 < NUMMER 3 Der Gemeinsame Ausschuß im Termin 1928/29 (Aus dem Bericht des Br.-Vorsitzenden.) Eingltngs meines \or jährigen Berichtes versuchte ich, Tätigkeit und Befugnisse des B.G.A. kur/, zu umreißen, und ich habe. diesen Ausführungen kaum etwas hinzuzufügen, du sieh weder Aufgabengebiet noch Durchführungsgrenzen geändert haben. Doch scheint cs mir nicht überflüssig, einer Auffassung cnlgcgcnzutreten, die ich im Laufe des verflossenen Termins aus mehr als einer Bemerkung heraushören zu müssen glaubte: daß nämlich der B.G.A. ausschließlich auf materiellem Gebiete sich betätige. Wenn man seine Arbeit und Wirksamkeit aber lediglich als materielle ansieht und somit uls minderen Grades wertet, I so tut man uns allen unrecht, denn man übersieht dubei völlig, daß Schaffung und Sicherung der materiellen Grundlagen die notwendige Voraussetzung ist für sorgenfreies Arbeiten der Logen an ihren ideellen Aufguben. Man kann düs wohl nicht prägnanter uusdrücken. uls es jüngst Br. Großschutzmcistcr llut'li tat, der gelegentlich einer Hede in der Spinoza-Loge diesen Gedanken in den lapidaren Satz zusuinmcnlußtc: „Ethische und soziale Aufgaben kann man doch nicht erfüllen, wenn kein Geld da ist!“ Im uhgeluufcncn Termin hat iuhcr der B.G. A. auch besonders zwei Aufgaben in Angriff genommen, die fraglos nicht als materielle ungesprochen werden dürfen. Zuerst die sogenannte Sterbckassc, die es ermöglichen soll, beim Ableben eines jeden Bruders seinen Hinterbliebenen sofort einen namhaften Betrag zur Verfügung zu stellen; wenn wie wir hoffen dieser Gedanke sich verwirklichen läßt, dient er unserem hingcschicdenen Bruder in seinen Angehörigen und entlastet gleichzeitig! die I.oge. Dann die Schaffung neuer, gemütlicher Bäume im l.ogcnhause, die vorwiegend der Geselligkeit und Behaglichkeit der Brüder und ihrer Angehörigen nach der Logensitzung dienen sollen. Damit wollen wir dem ständigen Mangel an gemütlichen Räumen abhelfen, diesem fühlbaren L'ehclstandc. der an jedem I.ogenabentle Brüder in großer Anzuhl veranlaßt, sogleich nach Sitzungsschluß dem Logenhause zu entlliehen, sich aber oft noch im Rcstuurant oder Cafö zusammenzufinden. Wir glauben, durch den geplanten Umbau des Wintergartens nicht nur die Behaglichkeit im Logenhause, sondern auch den engeren Zusammenschluß der Brüder sehr zu fördern. Aus der Anzuhl gemeinsamer Angelegenheiten, die uns im Berichtsjahr beschäftigten, seien weiter nur folgende erwähnt: Der Grundbeitrag jeder Loge zum B.G.A. wurde von 1000 HM. auf 1200 RM. erhöht. Ein P e n s i o n s f o n d,s wurde gegründet; er soll ulis unsere Verpflichtungen erleichtern, die‘später unsern turilinjtßig angestelltcn Beamten gegenüber entstehen werden. \ ier M i n i m’a x - A p p a r a t e sind aufgestellt. Eine Hausapotheke, die allen neuzeitlichen Anforderungen entspricht, ist im Vorraum zur Toilette der II. Etage angebracht: vv ir danken noch an dieser Stelle besonders Br. Expräs. Benno Sulinger hcr/lichst für seine gütige Schenkung. Das lungersehnte Logen a d r c ß b u c h ist erschienen. Der Verband aller Berliner Logen ist ins Leben getreten, mit dem der B.G.A. frcundschaftlicbst zusammenvv irkt auf verschiedenen, genau abgegrenzten Arbeitsgebieten zum gemeinschaftlichen Ziele: dem Wolde der Berliner Logen. Die harmonische Zusammenarbeit wird dadurch gewährleistet, daß .die jeweiligen Vorsitzenden beider Gremien gleichzeitig Vorstandsmitglieder des anderen Verbandes sind. i ' i Die () e k o n o m i c des Logenhauses ist in neue Hände übergegangen. Ein zweites Harmonium wurde angesehafft, dessen Kosten zum großen Teile drei junge Logen uufbruchtcn. Vom neuen Termin ab wird der Ge m eins u in e W o h I - f a h r t s u u s s c h u ß dem B.G. A. angegliedert, so daß von nun an alle geldlichen Anforderungen für Berliner Angelegenheiten von einer Stelle aus und gleichzeitig un die Logen gelungen (wie bisher schon die Logcn/uschüssc zum l.ogcnheim durch den B.G. A.). . ' Wir gehen nun Uber zu den Berichten der einzelnen Unterausschüsse: Mitteilung Durch behördliche Ve r f ü g u n g ist dem Büro der Berliner Logen' U. O. B. B. die Sonntagsarbeit untersagt worden. Das Büro ist daher'von jetzt ab an den Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen geschlossen. Der Auaachufi für die gemeinaamen Angelegenheiten der Berliner Logen U. O. B. B. Norden, Voraitzender ,• , . t " ..11 1 --:-- —---