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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1929-03-01 · 12 (3.1929) · p. Seite 315

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
8 (1928-1929)
Issue
12 (3.1929)
Date
1929-03-01
Page
Seite 315 (sequence 11)
Language
German
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I. Nr. 12 Monatsschrift der berliner logen u.o.b.b. Seite 315 't. Vurnhagcn von Ense, Heinrich Heine, Henriette Herz, Eduard ' Dcvricnt. Die Freundschalft mit dem letzteren, der zugleich ein bedeutender Sänger und Schriftsteller war, ließ eine Reihe i geist- und gemütvoller, atjch humoristischer Briefe entstehen, die uns einen tiefen Einblick in Felix' Seelenleben geben. Eine durch soviel Sorgfalt, Liebe und Freundschaft verschönte Jugendzeit ilbte ihren Einfluß auf Mendelssohns ganzes Leben aus. Als ihm der erste schwere Schlag, die Nuchricht vom Tode seines Vaters traf, War er kaum für Trostesworte zugänglich. Erst später fand er in Ausübung seines musikalischen Berufe^, mehr noch durch seine Ehe mit Uücilic Jcanrenaud Beruhigung für| sein Seelenleid. Gemeinsames Streben verband ihn mit seiner Schwester Fanny, der geistreichen Gattin des vollständig .unmusikalischen Malers Hcnscl. Bei ihrem frühen, plötzlichen Tode, verlor er ullc Fassung. Ein fast zärtliches Verhältnis [verband ihn miT seiner anmutigen jüngeren Schwester Rebekka, der späteren Gattin des Mathematikers Professor Dirichjct. Kaum konnte er sich in ihre Entfernung vom Elternhuükc finden. Docli hatten Mendelssohns Eltern nicht nur für die geistige Entwicklung ihrer Kinder ■ gesorgt; ein kleiner Turnplatz iin Vaterhause bot Gelegenheit für körperliche Leitungen. Auch Schwimmen und Reiten wurde gepflegt, Lust und Humor verschönten die Jugendzeit. Lie gemeinsame * Lektüre des. damals sehr beliebten Jean Paul trjug viel dazu bei, einen eigenartigen Humor zu begünstigen, in flein sentimentale Schwärmerei und Witz zusammenwirkten. Welch inniger Freundschaft Felix fähig war, zeigt in seinen Jünglingsjahrcn dad 'Verhältnis zu dem vorerwähnten Eduard Devricnt, den er echt berlinisch gern Ede nannte, sowie zu Klingeniurin. der später;:ur Gesandtschaft nach London versetzt wurde. Mit ihm machte er jene Reise' nach Schottland, der wir die bekannte Ouvertüre zu den Hebriden und die wunderschöne poetische schottische Sinfonie verdanken. Klingemann war es auch, der den Freund in schwerer Krankheit fern von der Heimat pflegte. Eine solche Aufopferung vergaß Felix’ weiches, dankbures Gemüt nie; in dieser Stimmung, weihte er dem getreuen Pfleger drei reizende kleine Capriccios. Die Bescheidenheit seiner -Knabenzeit . behielt auch dbr Jüngling’ Ihm. Seine große Verehrgng / für Lehrer und Erzieher tritt besonders in seinem zärten Benehmen gegen dpn . oft groben, und in musikalischer Hinsicht'vielfach überschätzten Zelter hervor Ms Mendelssohn nach Zelters Tod nicht die Direktion der ilcrlincr Singakademie erhielt, deren geeignetster Direktor er gewesen wäre, half ihmdaß heitere rheinische Lehen in Düsseldorf und schic ihn. dort befriedigende Tätigkeit' aber diese Enttäuschung hinweg. Gegen Fürsten und Große 'verhielt sich Mendelssohn stets achtungsvoll, ohne allzu devot zu werden. Der kunstsinnige König Friedrich Wilhelm IV, von Preußen, dgV Mendelssohns sinniges, wunderbar ausgeglichenes Klavierspiel und besonders die Kompositionen zu antiken Trauerspielen, wie Antigone, hochschützte, suchte ihn dauernd an Berlin zu fesseln. Zu gleicher Zeit war |Mendelssohn Dirigent der Gewandhaus-Konzerte zu Leipzig, die er zu hoher Blüte .brachte. Er fühlte sich in diesem Beruf glücklich, wurde dort hoch geehrt, das Leipziger Musikleben sagte ihm'besser zu/ als das Berliner; seine häufigen Reisen nach Berlin und die dumit verbundene Unruhe strengten ihn an. So mußte er von dem Gedanken zurücktreten, den Wunsch des Königs zu erfüllen, ebenso wie denjenigen des sehr musikalischen Königs von Sachsen, der ihn auch zu regelmäßigem Vorspielen gewinnen wollte. Ein solcher Zwung vyidersprach stincr. Künsflermytur. ’ Groß war sein Talent im freien Fantasieren, einer damals * sehr beliebten LOESER & (90UT höchster jFei Zigarren nheit und Arbeitskunst Ich schlage alles . 15 Pf. unübertrefflich in dieser Preislage Donjia Lucia . . . 20 Pf. in Deutschland meist gerauchte 20 Pf>^ Zigarre!; nebenstehend abgebildet! Boy«ro.25 Pf. m. feiner St. l'elixu. Havana»Einlage Bernhard Loeser 30 Pf. unsere Neuschöpfung! Haui>ffabrik . . . 40 Pf. mit jteinslem Havana c V 0C‘ J5 s* 0 ki CU c ja "3 c c O •6 •6 </> V O 120| Niederlagen in Gr*6-Berlin und auswärts Zentrale: Bdrlin-Lhhtenberg, Frankf. Allee 268 Donnä LucU AUSSTATTUNGSHAUS bEnuN/\ya leip2iger;str 10a AUSSTATTUNGSHAUS bEnuN/\ya leip2iger;str 10a Porzellan Kristall Haas und KOcliengerflte Badezimmereinrichfungen Nickel - K le inmöbel Frigidaire Kühlschränke Neu eingeführf:./ E> e l e u c h 141 n g JkjK cp r p e r

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