Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 8 (1928-1929)
- Issue
- 8 (11.1928)
- Date
- 1928-11-01
- Page
- Seite 234 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 234 MONATSS DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr. 8 f - Agnon, S. J. Nachdruck ans der Encyclopaedia Jndaica. mit Genehmigung der Rschkol A.G. Nähere Ausführungen auf Seite 232 ’*r> hebr. Schriftsteller. A. ist das Pseudonym des Samuel Josef Czaczkes. Er wurde in Buczacz (Ostgalizien) am 17. Juli 1888 geboren. Seine literarische Tätigkeit begann im J. 1904. A. verfaßte zunächst Erzählungen und Gedichte sowohl in hebräischer als in jiddischer Sprache, schreibt aber seit 1907 ausschließlich hebräisch. Schon seine 1907 im palästinensischen Alroanach ,,ha-Qmer* veröffentlichte Novelle „Agunot“ (erschienen 1921 in Buchform in seiner Novellensammlung „be-Sod Jescharim“) lenkte durch ihre eigentümliche Stilart die Aufmerksamkeit auf ihn. Noch prägnanter zeigte sich die Eigenart A.s in seiner Erzählung „we-Haja he-Akob le-Mischor“, die zuerst Inserenten erhalten unser 1909 in der "palästinensischen Wochenschrift „ha-Poel ha-Zair“ und später in Buchform Jaffa 1912 und Berlin 1919 erschien. Mit diesem Werke schuf A. aus bisher vernachlässigten Sprachbczirken einen volkstümlich-hebräischen Stil — ein Novum in der hebräischen Belletristik. Von' Max Strauß übersetzt, erschien es 1919 u. d. T. „Und das Krumme wird gerade“, wurde von der deutschen Kritik gut aufgenommen und erlebte mehrere Auflagen. A. lebte die letzten Jahre vor dem Weltkriege (1909 bis 1913) in Palästina und kam kurz vor dem Kriege nach Deutsehland, wo er seine wichtigsten Werke auch deutsch herausgab. Nach dem Kriege ließ sich A.'in Palästina nied.er. A. veröffentlichte in den letzten Jahren eine Reihe größerer und kleinerer Novellen und Erzählungen sowohl in Zeitschriften als in Buchform. Besonders erwähnenswert ist „ha-Niddach“ (der Verstoßene), worin der Kampf zwischen dem Chassidismus und seinen Gegnern in poetischer Form geschildert wird (erschien in „ha-Teküfa“ IV, 1919, deutsch in der Monatsschrift „der Jude“' 1920—21). Mehrere kleine sagenartige Erzählungen vereinigte A. in der oben genannten Sammlung „be-Sod Jescharim“. Im J. 1923 gab A. eine, Reihe seiner Liebesnovellen in Buchform u. d. Ti „al Kappot ha-Manul“ heraus. Eine dieser Novellen, „Aggadat ha-Sofer“ (zuerst im Sammelbuch „Arachim“, 1919 veröffentlicht), erschien auch deutsch in der Uebersetzung von Max-Strauß („Die Erzählung vom Toraschreiber“, 1923). Einen Zyklus jüdisch-polnischer Legenden, die zum Teil in „ha-Tekufa“ V erschienen waren, gab A. u. d. T. „Polin“ 7 (1925) heraus (deutsch im „Buche von den polnischen Juden“, Berlin 1916). ln Buchform erschien ferner 1925 die Legende „Mäasse Rabbi Gaddiel ha-Tinok“, zuerst in der Monatsschrift „Miklat“ I V, 1920, deutschvon G. Schole/n u. d. T. „Die Geschichte von Rabbi Gadiel dem Kinde“ im „Juden“ 1920-21. Scholcm übersetzte ins Deutsche auch die Novelle A.s „Der Schatz meines Großvaters“ („Der Jude“ 1925), deren hebräisches Original in der SimonsenrFestschrift 1923 erschiei). Während die meisten Werke A.s das altjüdische Leben der vergangenen Generationen zum Thema haben,’ behandeln seine Novellen „Gibeat ha-Chol“ (der Sandhügel, 1920) und „bi-Nearen ubi-Sekenenu“ (Jung und Alt) Ausschnitte aus dem neujüdischen Leben. Einige Werke A.s wurden auch ins Polnische, Schwedische, Ungarische, .Kroatische und Italienische übertragen. A. M. L i p s c h ü t z , S. J. Agnon (hebr.), 1926; M.J.bin- G o r i o n , bi-Sede Sefer III, 97—98; D. A. Friedmann, ha- Schiloach XLII, 80; M. E. Jacques, Miklat V, 133 ff.; Max B ro d , Neue Rundschau, 1919; F. M. Kaufmann, Vier Essays über ostjüdische Dichtung 1919. M. E. M. E. J. ADOLF BRECHLER ÄLTESTE WEINSTUBE AM KÜRFORSTENDAMM KUfJfFURSTENDAMM £2./23 JA, BISMARCK 1835 :.;iinr .i!iiiiiiiiii!ii!iiiiiiiiiniiiiiii Für Festlichkeiten '•wyjr r ff. Torten, Kaffeg- und Teegebäck Carl Jaedicke, Berlin SW68 lickitr 51 Ferupr.: Diikift 3121-28 Versand nach aiiSarhalb I» «lltn tinicMSglgtn Gtschiftm erhältlich Chocolade BERUH SU1MARGEHD0RF Brriiestr8 Te'ef Pfaliiurg 514. Pilsner du eckt* Pilaacr Bier m 4»m Btrfcrlickca Briakaai ia Pllaaa An Bekömmlichkeit unerreicht. In Flaschen u. Siphons in einschlägigen Geschäften erhältlich, wo nicht, erfolgt Nachweis durch die Generalvertretung PILSNER URQUELL Biervertriebsgesellschalt m. b. H- (vorm. F. & M. -Camphäusen) ‘ > Barlia SW 1t, Mödcemstrafee 118 Fernsprecher: F 5. Bergmann 4723- 25 Sorgfältige Ausbildung als Kraftwdgenführer BcschnHung des Führerscheins 3b. Ausbildung ln Einzeludd Gruppenkursen Die Bruder-VerlagsgeseDschaft empfiehlt auf Grund persönlicher Erfahrungen die nachstehend genannte Fahrschule den Mitgliedern der ihr nahestehenden Organisationen. Es liegt im Interesse der auszubikfenden Damen und Herren, die FahrschuBeiler persönlich auf die Mitgliedschaft ganz besonders aufmerksam zu machen, da dann besondere Vergünstigungen gewährt werden. Fahncbule „Am Rathaus SleglltJ“ Inh. Hans SdbOckel, Sthloßslr.34-35 Steglifc 7910 Vertag: Brfider-V9rtdgsgeseUsciidft11iab.lt, Berlin W62,Kurfürsten StraßeIt5-1t6(Brüderrereinshaus). Verantwortlich ffir die Logen-Redaktion: Kerl M. Bder, Berlin W 62, Kleist Straße ia Für den Anzeigenteil: Karl Fischer, Berlin W 62, Kurfürsten Str. 115-116. Druck: Arthur SchoTera, Berlin SW 68, AlexandrinenstraOe 154. AbonnementsbesteUungen durch den Vertag: K. 3.— vierteljährlich, Ausland 3.30.