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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1928-09-01 · 6 (9.1928) · p. Seite 178

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
8 (1928-1929)
Issue
6 (9.1928)
Date
1928-09-01
Page
Seite 178 (sequence 22)
Language
German
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Seite 178 Nr. 6 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U. O. B. B. Sport und Beruf V’on Alice Caminer, Berlin» — Immer mehr greift der Sport um sich. Immer größere Kreise zieht er in seinen Bereich. Es gibt fast keine Altersschicht, die nicht in irgendeiner Weise an ihm interessiert ist, ja, kaum eine Ciesellsehaftsschicht. eine Altersstufe, die nicht aktiv an ihm teilnähme. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, Sport Die „Gesellschaft für gymnastische Körperkultur E. V." veranstaltet auch dieses Jahr wieder K u rs e in rhythmischer Gymnastik füpDamen und junge Mädchen im Brüder^rfnnshaus, hält Kinderkurse ab und er* teilt Prirorstunden im Hause. Telephon. An* fragen zwischen 14 und 15 llhr, Stephan 2179. auszuüben, denn sein Reich ist groß und v ielseitig. Jeder kann sich eines seiner Gebiete aussuchen, das eben seiner speziellen Eigenart, seinen körperlichen Fähigkeiten entspricht. Er kann schwimmen und Tennis spielen, kann reiten und boxen — je nach Liebhaberei, körperlichem und finanziellem Können. Er kann Rekorde aufstcllen oder nur „für sich etwas tun“, für die Gesundheit, für die „Schönheit“ oder um „jung“ zu bleiben. Nur eines kann man heute nicht tun: man kann dem Sport gegenüber nicht gleichgültig bleiben, man muß Stellung zu ihm nehmen. Er ist Sieger auf der ganzen Linie, er ist der Abgott der Zeit. Wie aber ist der Sport in einer so materiellen Zeit wie unserer, in einer Zeit des schweren Lebenskampfes wie der heutigen zu einer solchen Machtstellung gekommen? Wie ist es möglich, daß ernsthafte Männer, die einen verantwortungsvollen und anstrengenden Posten ausfüllen, ihre freie Zeit öben diesem Sport widmen, ja, oft um für ihn Zeit zu gewinnen, ihre Geschäfte sogar abkürzen, wenn nicht manchmal vernachlässigen? Weil der Sport ein Kind unserer Zeit ist, geboren aus dem schweren Lebenskämpfe, den wir alle kämpfen müssen, entstanden aus der Notwendigkeit, uns zu erhalten. Wir müssen heute unsere Kräfte anspannen bis aufs äußerste, bis zum letzten Augenblick. Wer aufhört, leistungsfähig zu sein, hört faktisch auf, mitzurechnen. Und so sahen wir uns um nach einem Helfer, der uns zeigt,i wie man dieses Ziel erreicht, wie man jung und tatkräftig bleibt und siehe da — wir entdeckten den Sport. Wir sahen, daß alte Sportleute aufrecht und sehnig blieben, daß ihr Körper wenig alterte — bis sie eines Tages zusammenbrachen, in den Sielen sozusagen. Das war das, was man suchte. Kraftvoll bis zum Tode. Und man begann, Systeme auszuarbeiten, wie man gewissermaßen „ohne Berufsstörung“ etwas für seinen Körper tun könnte. Als wohl am geeignetsten, weil es nie die Kräfte überspannt, jedem Körper sich anpaßt und doch vollständig durchtrainiert, erwies sich hierzu die Gymnastik. Seit drei Jahren haben nun führende Berliner Firmen und Betriebe in dankenswerter \Wise ihren Angestellten Gelegenheit gegeben, an diesem neuen „Kraftmittel“, der Gymnastik, teilzunehmen. Sie haben Kurse eingerichtet für ihre Angestell- MUSIKSCHALLPLATTEN * SPRECHMASCHINEN HOMOCORD Repertoire in allen Sprachen, auch •## HEBRÄISCH Oberkantor Manfred Lewandowski vom Friedenstempel Berlin 4 - 8 799 KADDISCH UND KOL NIDREI ßemc«4i«iF C«iripanv

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