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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1928-09-01 · 6 (9.1928) · p. Seite 175

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
8 (1928-1929)
Issue
6 (9.1928)
Date
1928-09-01
Page
Seite 175 (sequence 19)
Language
German
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Nr. 6 0 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U O B. B Seite 175 Die Bibel in Bildern für unsere Kinder Nach dem Zusammenbruch der froheren wirtschaftspolitischen Verhältnisse, in weitem Ausmaße auch der Auswirkungen der geistig moralische^ Ideenwelt einer abgeschlossen hinter uns zurückliegenden Zeit finden wir uns heute genötigt, beide auf tragfähigeren Grundlagen wieder neu aufzubauen. So kommen wir denn zu der Ueberzeugung, daß das Religiöse mehr als bisher vor allem durch die tief in der Persönlichkeit wurzeln- Iden und frei aus ihr heryorstrebenden Kräfte übertrugen werden müsse. Die hierfür wie j für ulles Geistige als Mittlerin eintretende Sprache beschränkt sich nicht länger auf das ihr aus ältester Zeit überlieferte Schrifttum, sondern gibt sich auch über dessen verschiedene Formen und Arten Rechenschaft, um alles, was sich ihr als wirkungskräftig erweist, auch für jene hehren Zwecke einzusetzen. In der gesamten schriftlichen Darstellung lussen sich drei nacheinander auftretende Schriftarten unterscheiden, die Bilder-, die Sinn- und die I. u u t s c hl r i f t. Diese ist die in unseren Tugen über die ganze Erde verbreitete jüngste, die alle früheren Systeme verdrängt hat, | heut aber allen modernen Völkern gemein ist und 'sie miteinander verbindet. Sie beruht bekanntlich darauf, daß die gesprochenen Wörter der zusammenhängenden Rede in ihre einzelnen I.uute zerlegt werden und für jeden Lautteil ein Buchstabe in Druck oder Schrift eingesetzt wird. Die Sinn - oder Wortschrift hatte, ehe sie sich zu dieser sinnfälligen Darstellung der einzelnen I.uute weiter entwickelte, ganze Wörter durch Bilder zu erfassen gesucht. So findet sie sich unter den Babyloniern und Aegyptern, iip Kulturkreis der kleinasiatischen Völker und ist heute noch eine der vielen bei den Chinesen üblichen Schriftarten, die für ein volles, bei ihnen in der Reget einsilbiges Wort eiir Zeichen cinselzt. Auch unser hebräisches Alphabet geht uuf sie zurück, und nach dem Funde auf der Sinuihalbinsel ■ wird jetzt angenommen, daß es in Anlehnung an die .ägyptische Ilicroglyphcnschrift von einem Semiten gebildet Worden sei. Das Aleph ist ja ursprünglich ein Rind, dus Beth>ein Haus,- Gimc) ein Kamel, Duleth die Tür, \\ aw der Pflock, Zain ein - Dolch, Chef ein Zaun,., Thet ein Schlauch, Jod die Hund usw. Schon die Inschrift des auf du» neunte Jahrhundert ■ zurückgehenden schwarzen Mcsusteines, der lBfili nahe Dibon, der ulten Hauptstadt des Moabiferlundes, gefunden wurde, zeigt die Alphabetschrift. Mitten drin zwischen der Sinn-, der Bilder- und einer Lautschrift ist'dje Keilschrift stehen geblieben. Die älteste und primitivste Schriftart, die Bilderschrift, trat an die Stelle der ursprünglichen Merkzeichen verschiedener Art, die noch nicht zu Schriftmülern fortgeschritten waren, wie Botenstäbe, Muschelgürtel, Kerbhölzer, Knotenschnüre oder Bergfanule aus lhjuch und Feuer. ' Sie stellte ganze Ideenkomplexe durch 'einghritzte Bilder anschaulich zusammengefaßt dar und stund anfänglich im Dienste der religiösen Wahnvorstellung des Totemismus, denn Zeichnungen von Tieren und anderen Lebe- oder leblosen Wesen, die an den Wänden der unterirdischen Höhlen vorgefunden .wurden, welche von vorgeschichtlichen Menschen bewohnt waren, sollten dazu dienen, die diesen Wesen inne*wöhhenden 'drohenden Geister zu bannen oder ihre Gunst zu erwerben. Aber selbst heute noch wird dieselbe Bilderschrift in ungeahnt ausgedehntem Maße zu praktischen Zwecken angewendet' In den dicht gedrängten Massen von Analphabeten’ iin Sowjetstaate dient sie nicht allein Perlkefjen- B NAA/ Vergrößerungen ■ -1 1 Wiln 4. i Berlin C1Ö wv II™ II Moderne Juwelen | la Ja VV 1 1 II [ | Jerusalemer Straße 25 III II Umarbeitung Tel.: Zentrum 535 II f II \Ä/ alter Schmuckstücke nach neuesten Entwürfen Juwelier 1 Gegr. 1767 Vs/ \ FflrZuckerhnnhe Neues wohlschmeckendes )IabetlKerbrotiir.ZOOo nach Dr. Stüber etwa 25#/0 Kohlenhydrat.' Außerdem: Ogupon-Zwieback, Teekuchen, Schokolade Konditorei F. V. Gompert Hygienische Abteilung: Berlin C2, Königstr. 22-24 E 1, Berolina 0025 ~ 4&aufJ}aus - tttöj; diesen mafrajie 42. CskAfiÜsüSstrsi & Söhne, Freiburg I. Br. Kaufe gut, aber billig 1 Bettfedern* und Daunen-Steppdecken-FabriK Hauptgeschift: Im Stsdtbshnhof Börse. Zwdgeeschift: Am Kurfürstendtm. Wilmersdorf er Straße 84 Bettfeder und Daunen, Fertige Betten, Bettinlette, Bettwäsche, Schlafdecken, Daunen-Steppdeckeit HETAIL-BETTSTELLEN Polstermatratzen int Haar, Wolle, Indiafaser, Seegras» Kapock usw. i r

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