Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 8 (1928-1929)
- Issue
- 6 (9.1928)
- Date
- 1928-09-01
- Page
- Seite 166 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 166 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U. O. B. B. Nr. 6 Angebot und Nachfrage Die ßrSder werden dringend gebeten, alle ihnen bekannt werdenden Existenzmöglichkeiten, offene Stellungen. Beteiligungen, Vertretungen oder dergleichen dem Logenbüro mitzuteilen, das auch über die untenstehenden Vakanzen Auskunft erteilt. Alle auf untenstehende Inserate bezügliche Zuschriften sind unter Chiffre-Angabe an das Logenbüro zu richten. Die Redaktion. 2 jg. Mädchen find. z. 1. Oktober Aufnahme als Pensionär Nr. 53 2«. Pensionär od. Pensionärin f. best. Ilaush. tn. Familienanschl. per sof. ges., nicht rit., Geg. Dahlem. Nr. 80 28. Logenwitwe verm. -nuibl. Zimni. mit od. ohne Pens., nicht rit., Komb, Geg. West. Nr. 85 28. I.ogenbr. sucht zu drei Kind. (9. 7. 3 Jahr.) tagsüb. jg. Mädch,, liberal, energ., zielbew. Nr. 86 28. Erfahr, jg. Dame. bes. Erfahrg. i. Zeitungsfach, sucht Stellg. i. Verlag od. b. i^eitg. Nr. 93 28. I.ogenangeh. sucht 2*; Zimm.-Neubauwoling. m. all. Kombi. I.ichterf.-Ost geg. 31 - Zimm.-W ohng. m. Komf., gl. welch. Cieg.. nicht höh. als I. Etage, z. tausch. 97 28. Torf. Stenot.. sprachenkund.. sucht Halbtagsstellg. Nr. 99 28. Toeht. ein. verstorb. Brud.. G\innasialbldg., gute engl., frz.. ital. Kenntn.. Buchführg.. Stenog. u. Schreibm. sucht z. 1. Okt. Stelle als Sekr.et. od. i. Büro. Nrl UN) 28. _ I.ogenbr. tenn. gutmöbl. Wohnu. Schlaf/iin. m. all. Komf., Bad. Mädchenz., Tel., evtl. Küchenbenutzg. Nr. 102 28. I.ogenangeh., perf. i. Stenog. u. Schreibmasch., sucht Ilalbtagsslellg. Nr. 103 28. l.ogentocht.. stud. phil. ert. Nachhilfeunterr. i. Engl., Franz., Mathein. Nr. 104 28. l.ogentocht.. stud. phil, .ert. Nachhilfeunterr. i. Dt sch.. Franz., Engl.. Dt sch. Konservationsstund. f. Ausländ. Nr. 105 28. Schwestern f. engl. Konserv .-Zirkel (priv.) wöchentl. einmal, l.eitg. engl. Lehrerin in Charlbg.. ges. Nr. 106 28. l.ogentocht. sucht Stellg. als perf. Buchhalterin. Nr. 107 28. l.ogentocht. fertigt elegante Nachmittagsu. Abendkleid, an. Nr. 108 28. Damen u. Herren f. d. Verk. v. Textilvvareijr z. Fabrikpreis, an Private ges. Filialenlager vverd. eingerichtet. Nr. 109 28. Kaufni., Bankfach. m. Versicherungspraxis, kautionsfähig, sucht b bescheid. Ansprüch. geeign. Stellung. Nr. 110 28. r I remdenpension. seit 20 Jahr, bestehend, beste Lage, an Dame od Ellepaar aus I.ogenkreis. abzugeben. Nr. 111 28. Seriös. I.ogenbr. sucht Ilausvervvaltg.. prakt. Erfahrung. Vorhand. Nr. 112 28. Hausdame m. langjährig. Zeugnissen sucht Stellg. i. frauenlos. Haushalt. Nr. 113 28. I.ogenschvv. vermiet, nahe Bahnh. Bellevue schön. Zimm. m. allen- Komb Nr. 114 28. I.ogenbr. empfiehlt sich b Buchführg., Revisionen. Bilanzen, Vertrauensarb., viele Jahre i. leit. Stellg. Nr. 115 28. \ un Fabrik vfird 22 23jähr. jung. Mann ges.. mögl. aus Armaturenbranche (W asserleituhgSu. sanit. Armatur.}, od. au« der Metallvvar. verarbeit. Indiistrie. z. sof. Eintr. od. z. 1. Okt. Nr. 116 28. Priv. Kindergart., Nähe Hallesch. Tgr, nimmt noch Kinder-auf. Nachm. Kindergymnast. Nr. 117 28. I.ogenangeh.. perf. Steuotyp., franz. u. engl. Sprachkenntn., gewohnt selbst, z. arb., sucht Stellg. als Privatsekr. od. erste Stenotyp. Nr. 118 28. S c l\w estern! Die Handarbeitsausstellung wird am Montag, dem 15. Oktober d. J., nachmittags > -5 Uhr, im Damenzimmer des Logenhauses mit einer Feier, zu der wir Sie hierdurch herzlichst einladen, eröffnet.. W ir rechnen auf Ihre tätige Mithilfe, indem Sie zu jeder Gelegenheit Handarbeiten kaufen und auch Verwandte und Freunde hierzu veranlassen. Diejenigen Schwestern, die uns Handarbeiten zur Verfügung stellen wollen, werden gebeten, diese am 8., 9. und 10. Oktober, vormittags zwischen 10 und 1 L’lir, im Damenzimmer des Logenhauses abzugeben. De/ Verkauf findet von der Eröffnung ab an jedem Logentage von nachmittags 5 Uhr an statt. Tragen Sie alle mit bei zum guten Gelingen unseres Vorhabens! Der Distrikt der Berliner Schwesternvereinigungen Minna Schwarz, Vorsitzende. ' Die beauftragte Kommission: Dora G u t k i n d , Lili K o h n , Ida Meye r. Jüdische Zeitschriften Das soeben erschienene Augustheft der ,,M onatsschrift für Geschichte und W issenschaft des Judent u m s“ zeichnet sich wieder durch einen besonders reichhaltigen Inhalt aus. L. Levvin gibt einen L'eberblick über Neuerscheinungen, die Geschichte der Juden im Osten betreffend, S. Schulsohu führt seine Geschichte der Juden in der Bukowina zu Ende* F. Friedmann bespricht ein besonders interessantes Kapitel aus dem Emanzipationskampf der polnischen Juden. V. Aptowitzers Nachweis der Lehre, daß die Welt aus einem LTlichl geschaffen worden ist, und A. Marmorsteins Behandlung volkstümlicher Bräuche im mischnischen Schrifttum erläutern die jüdis'che Gedanktfpiweld in sehr lehrreicher Weise aus weitverbreiteten V orstellungen umwohnender Völker. .Archivdirektor I.öv inson-Pama zeigt aus ungedruckten Urkunden, mit welch seltsamen Mitteln die Kirche bestrebt war, den Kreis der Täuflinge zu erweitern. H. M. W iener setzt seine Auseinandersetzung mit der neueren Bibelforschung fort, indem er den Wechsel der Gottesnamen in der Thora einer eingehenden Untersuchung unterzieht. Man bezieht die Monatsschrift, 'indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der. Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von 10 RM. an diese Gesellschaft (Postscheckkonto Paul Veit Simon, Berlin 7030) oder an einen der Vertrauensmänner sendet, welche in jedem Heft der Monatsschrift aufgezählt sind. Werther der Jude Roman von Ludwig Jacobowski. 7. Auflage; geheftet RM. 3,^-, in Leinenband RM. 4,50. Zu den interessantesten kulturgeschichtlichen Romanen gehört dieses Werk, das, <ler Literaturhistoriker Georg Brandes als das beste des begabten aber leider so jung verstorbenen Dichters bezeichnet. Die Lage eines gebildeten Juden der jüngeren Generation in der von nationalen Gedanken erfüllten deutschen Gesellschaft, sein glühendster Wunsch, als vollgültiger Deutscher anerkannt zu werden, alles das ist hier typisch geschildert. „Das Buch ist viel gehaßt und viel geliebt worden“, schrieb Jacobowski iiit Geleitwort zur 3. Auflage. Carl Russe nennt es außerdem „die wundervollste Passionsgeschichte eines liebenden betrogenen Mädchens“.