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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1928-09-01 · 6 (9.1928) · p. Seite 159

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
8 (1928-1929)
Issue
6 (9.1928)
Date
1928-09-01
Page
Seite 159 (sequence 3)
Language
German
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I! Nr. 6 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U Ö.B.B.; Seit« 159 Kraftwagenbesitzer! -»* i Der Deutsch^ Auto-Club wirbt um Ihre Mitgliedschaft! Was will der Deutsche Au^o=CIub? Der D. A. C. will ein Deutselicr Auto-Club sein. Hin Deutscher Auto-C'luh sein, heißt sein \ nterland, also’ die Deutsche Republik und ihre I loheitsah/eiehen achten und ehren. Wohl in jedem Staat betrachten es die in einem Automobil- Club zusammcngcschlosscncn Automohilisten und Motorbootseigner neben der Pflege des Sports und geselligen Lebens sowie der Schaffung wirtschaftlicher Vtirteile für ihre Mitglieder als vornehmste Pflicht, im (j'luhwimpcl und in der Clubplakettc die Hoheitsah/.eichen ihres Staates zu führen, um ihre ijationale und staatliche Zugehörigkeit dur/utun. Vor dem Weltkrieg haben die führenden deutschen Automobil-Clubs dieses auch erkannt und hiernach gehandelt. Seitdem das Deutsche Reich eine Republik wurde, halten diese) Chilis den jetzigen Reichsfarben nicht die gebührende Achtung und Geltung in ihren Abzeichen verschafft. Die von langer Gelluld getragenen Rentühungen, diese selbstverständliche Forderung nationaler W ürde in den bestehenden Deutschen Automobil-Clubs durchzusetzen, wuren vergeblich. So war die Gründujng des „Deutschen Auto-Clubs“ eine Notwendigkeit! i Der D. A. C. führt in seiner Plukette und in seinem \\ impcl zu Land und zu Wasser die Farben Schwarz-Rot-Gold und kommt damit nicht nur cjiner nationalen Pflicht, sondern, wie seine. Entw icklung beweis!, einem lebhaften Bedürfnis und dem Herzenswunsch zahlreicher deutscher Automobilisten entgegen, die mit dem Bewußtsein, daß man zwar Vergangenes ehren soll, die Erkenntnis verbinden, daß kein Volk, noch weniger eine sportlich und gesellschaftlich zur Größe strebende Organisation von Traditionen allein leben kann. Wie kann ein Deutscher Achtung für seine Nation jenseits der Grenzen. beanspruchen, wenn er nicht selbst seinem Staat und dessen Farben Achtung entgegenhringt. Die Republik und ihre Farben sind Herzenssache der Mitglieder des Deutschen Auto-Clubs. Wir wollen der repräsentative Automobil-Club der Deutschen Republik sein. Unser Bekenntnis zur 'Deutschen Republik und deren Farben hat mit Parteipolitik nicht das Geringste zu tun. Wir betreiben keinerlei politische Agitation. Wer etwas anderes l>ehauptet, der verkennt den Unterschied zwischen Staatsbejahung und Parteipolitik. Was wir erstreben, ist nicht die Förderung der Ziele irgendeiner politischen Partei, sondern die Förderung der vaterländischen Interessen im wirklich edelsten Sinne! Der bisherige .Aufstieg des D. A. C. rechtfertigt die Idee seiner Gründung. Wer mit uns denkt und fühlt, denkt als wahrer Deutscher! Der I). A. C. |vill ein Auto-Club sein. Wir leben im Jahrhundert des Automobils. Die Entwicklung dieses Verkehrsmittels ist gewaltig, ln Deutschland sind wir.im Vergleich zu-tanderen Kulturländern fri vielen, das Automobil wesen betreffenden Angelegenheiten noch, in der Entwicklung begriffen. Viefq wichtige Fragen sind noch zu lösen; vieles ist noch zu-organisieren, zu verbessern und durchzusetzen. An diesen Aufgaben will der 1). A. C. . tutkräftig mitarbeiten. Er w ill den, Automobilisten in' ihrer Gesamtheit und insbesondere seinen Mitgliedern dienen,. sowohl in sportlicher, wie auch in, touristischer und technischer Hinsicht. _ Die Clubleitüng richtet ihr besonderes Augenmerk darauf, durch Intcrcssehvvahrung und Zusammenschluß das mit der Haltung eines Kraftfahrzeuges verbundene», jetzt noch recht hohe, Kostenniveuu aur ein erträgliches-Muß herabzusetzen. Der IX A. C. wird iii dieser Hinsicht peue Wege heschreiten und nach kaufmännischen und praktischen Gesichtspunkten verfuhren. Ohne sich in wirtschaftliche Vorgänge einzumischen oder etwa ausländische Erzeugnisse, deren Vorzüge in gewisser Hinsicht nicht zu verkennen sind, zw bekämpfen, .verfolgt der Deutsche Auto-Club mit Sympathie die Entwicklung der deutschen Auto- und Zubehör-Industrie und wird jede Bestrebung unterstützen, den deutschen Erzeugnissen auf dem Automobilmurkt Geltung zu verschaffen. Der D. A. C. will endlich ein Club sein. Er will ein Club.- lehen im besten $inne des Wortes bieten. Seine Mitglieder sollen nicht nur in den Listen geführt werden. Die Clubleitung und zahlreiche än diesen Bestrebungen ipit Freude und Interesse mitarbeitende Clubmitglieder/ vVerden mit aller Tatkraft dahin streben, einen engen kamqjrudsch tätlichen Zusammenhalt im Deutschen Auto-Club zu schaffen, die innere Verbundenheit der ff Clubmitglieder zu fördern,, sowie iRr Zugehörigkeitsgefühl von Stadt zu Stadl, von Land zu latiul zu stärken. Nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität der Mitglieder wird ausschlaggebender W ert gelegt. Nicht die Zahl der Mitglieder ist entscheidend, sondern ihr Geist.' Die Veranstaltungen des Deutschen Auto-ClüRs werden nicht nur ein geselliges, sondern auch ein gesellschaftliches Bild unter Teilnahme aller Berufsschichten zeigen. Zur Aufnahme in dem Deutschen Auto-Club ist die Einführung durch wenigstens ein Mitglied, das für die Persönlichkeit des Aufzunehmenden die Gewähr übernimmt, oder die Aufgabe von mindestens zwei vollwertigen Referenzen erforderlich. 5

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