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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1928-08-01 · 5 (8.1928) · p. Seite 148

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
8 (1928-1929)
Issue
5 (8.1928)
Date
1928-08-01
Page
Seite 148 (sequence 8)
Language
German
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Seite 148 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U O. B. B. Nr. 5 SPEZIALANGEBOT FÜR BOWLEN - 1027 St. Martin«.1 i Fl. Mk. 1,40 1027 Nittcler Oberberg . . . . * i Fl. Mk. 1,60 fWi Abnahme von 12 Fbsdicn Mk. 1,30 pro Flasdte ' Bor<hardr^Sckt,,Imperial" 1 i Fl Mk.3,50u. 1,-Steuer Hei Abnahme von 12 FK 3",* 25 Fl.^ 5* 5(fFf. Tfl„ Rabatt Ananas . . . 1 i Dose Mk. 1,25 F*W* BORCHARDT a«<s« BERLIN W8 / FRANZÖSISCHE STR« 47/48 Zu beziehen durch die Fachgeschäfte qüAc Qv+L/rj, St QJjf obi&e SUhitn. Sie beim £i ^Bßrliru2r *S ilKerrojaxjenf^rik .Adolf D<hnsSszx^ 'SiecLn. SO 36- Otxxni&rusir. 1S3- AEG Installationsbüro Berlin FriedrichstraBe 110-112 Haus der Technik Eieklr. Licht- und Milagen Heizapparate / Staubsaujer-Vampyr Norden i Luisenstr. 29 Friedrichstr.l 1012 Norden 10769-72 *>« Verkaufsräume:! / Ostoot Sfiden: Scbicklerstr. 5"-7 Oranicnstr 51 Kupfergraben 5936 Moritzpl 16612-44 WmUh x Potsdamer Str. 118 Kantstr. 3 Nnllcndo'f 6600-04 Soziologie der Tierwelt Von I,o uis Gold 1> erg, Berlin 4t F o r t ,s e l / ‘u n g. Der C li ara k ler d er Tiere , als Ausdruck ihres Seelenlebens, erscheint uns nach den Beobachtungen über die Wirkung der Churaktcräußcrungcn der Tiere untereinander ähnlich den Veranlagungen des Menschen zu sein. An den Ergebnissen ändert nichts die Tatsache, daß zeitliche Umgestaltungen des einzelnen Tieres zur Zeit der Veränderung, z. B. der Umgehung (Gefangenschaft) oder des Tricblebens (Werbungskämpfe) den Charakter anders erscheinen lassen, als sonst. Alle Abstufungen des Charakters sind in der Tierwelt geradeso vertreten, wie in der menschlichen Gesellschaft, vom Heldenmut bis zur Feigheit, von der Ehrlichkeit bis zur Stehlsucht. vom Stolz bis zur Bescheidenheit, von der Folgsamkeit, Friedlichkeit bis zur pathologischen Störrigkeit und Herrschsucht, von der Ausgelassenheit bis zur selbstmörderischen I.cbcnsvcrncinung, von der Heimatliche bis zur Nestflucht, vom Edelsinn und Mitgefühl bis zur Verachtung und Rachsucht, vom Gemeinschaftssinn bis zur Einsiedelei usw. usw.; Tiere träumen und berauschen sich, sie Aind nervös und normal usw. Fs sei an einigen Beispielen das Vorstehende erläutert, jedoch vorer.-g einige allgemeine Charakteristiken angeführt. So schreibt Oken (S. 1 52): Die Affen sind dem Menschen ähnlich in allen Unsitten und Unarten. Sie sind boshaft, falsch, tückisch, diebisch und unanständig, sie lernen ein* Menge Possen, sind aber ungehorsam und verderben oft den Spaß mitten im Spiele, indem sie dazwischen einen Streich machen wie ein tölpelhafter Hanswurst. Fs gibt keine einzige Tugend, die man einem Affen zusehreiben könnte, und noch viel weniger irgendeinen Nutzen, den sie für den Menschen hätten. Waehestehcn, Aufwarten, verschiedene Dinge holen tun sie bloß so lange, bis sie die Narrheit anwandelt. Sie sind nur die schlechte Seite des Menschen, sowohl in leiblicher als auch in sittlicher Hinsicht. Dei Charakter der meisten Katzenarten,, schreibt Brchm (S. 2 183) ist ein Gemisch von ruhiger Besonnenheit, ausdauernder l.ist, Blutgier und Tollkühnheit; doch gibt cs auch sehr edelstol/e, mutige Katzen wie die Löwen, oder sanfte wie die Jagdleopardcn. Die Hunde sind nach Brehm (S. 2 183) gemütliche Burschen, aufgelegt zu Spiel und Scherz, heiter und lustig, gutmütig und verhältnismäßig sanft, wenngleich nicht zu leugnen ist, daß cs hier wie überall, Ausnahmen gibt. Der Papagei hat (V. I 147), aut das Vogelgepräge übertragen, alle Eigen- und Leidenschaften des Affen. Fr ist launenhaft und wettcrwenderisch, selbstbewußt, stolz, auch mutig, anhänglich usw. Aus der unübersehbaren Fülle der harakterbcobachtungcn seien einzelne Fälle nachstehend vv iedefgegeben: j Heldenmut. Als die Hunde, so heißt cs in einer Beschreibung einer A f f e n j a g d , von frischem gegen die Jlamadrv as anstürmten, befanden sich nur wenige dieser Affen in der Tiefe des Tals, unter ihnen ein etwa halbjähriges Junges. Fs kreischte laut auf, als cs die Hunde erblickte, flüchtete eilends auf einen Fclsblock und wurde hier kunstgerecht von unseren vortrefflichen Tieren gestellt. W ir schmeichelten uns schon, diesen Affen erbeuten zu können, allein “fes kam anders. Stolz und würdevoll, ohne-sich im geringsten zu beeilen und ohne auf uns zu achten, erschien vom anderen Ufer herüber eines der stärksten Männchen, ging furchtlos den Hunden entgegen, blitzte ihnen stechende Blicke zu. die sie vollkommen in Achtung hielten, stieg langsam auf den Felsblock zu dem Jungen, schmeichelte diesem und trat mit ihm den Rückzug an, .dicht an den Hunden vorüber, die so

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