Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 8 (1928-1929)
- Issue
- 3 (6.1928)
- Date
- 1928-06-01
- Page
- Seite 119 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 3 Seite 119 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U. Ö. B. B. .« Neue Bücher „Hippokrates der Große“ von Hans Much. Verlag: llippokrutes-Verlug, Stuttgart-Berlin. Fs ist eine ungenelime und erfreuliche Aufgabe, an dieser Stelle aul ein Buch mit dem obigen Titel hinzuweisen, das den hochinteressanten Versuch macht, die Gedanken des berühmtester griechischen Arztes, der schon von Aristoteles uls der „Große“ bezeichnet worden ist, in Verbindung zu bringen und zu vergleichen mit der modernen wissenschaftlichen Heilkunde. Dieser Versuch ist dem gelehrten Verfasser, Hans M uch, ohne Zweifel gelungen. Das Buch ist mit einem heiligen Feuer geschrieben, das nur derjenige aufbringt, der die Heilkunde innerlich erlebt hat. Hans Much ist nicht nur ein ganz modern denkender, wissenschaftlicher Kopf, sondern auch eii^ genialer Schriftsteller, der das Wort meistert und es versteht, einem gebildeten Laienpublikum die Probleme, um die es sich handelt, meisterhaft und mit innerer Besessenheit nahezubringen. Fs ist selbstverständlich leichter, über irgendein spezielles Tbema aus dem grohe.i Gebiete der ärztlichen Tätigkeit in einer Tageszeitung oder Wochenschrift einen Artikel zur Aufklärung zu schreibeh, der das Interesse des Lesers, der mehr unterhalten uls unterrichtet sein will, mehr oder weniger befriedigt. . Der ärztlich noch so interessierte Leser vergißt nach kurzer Zeit das Gelesene — oft, ist der Schaden größer als der Nutzen. , Hier ist aber ein Buch, das einen andern Weg beschreitet. Von der untiken (ägyptischen) Kunst ausgehend, führt er den Leser zur griechischen Philosophie und ärztlichen Wissenschaft, diese allerdings stets verneinend und sie mehr uls Kunst hinstellend. Mit ungewöhnlicher Klarheit zeigt er die Grundsätze der hippokratischen Heilkunde und setzt sie in plastischen Auseinandersetzungen in Beziehung zur modernen Heilkunde. Gewiß, es ist nicht alles von Hippokrates; so manches wird ihm zugeschrieben, was nach wissenschaftlicher Forschung unbekannten griechischen Aerzten gehört. Fs ist auch selbstverständlich, daß nicht alles, was Hippokrates schrieb, für die Ewigkeit Gültigkeit hat. Darauf kommt es aber gar nicht an. Fs ist auch gar nicht möglich, da Hippokrates vor 2500 Jahren gelebt hat und das ärztliche Wissen in der Zwischenzeit keine geringen Fortschritte gemacht hat. Worauf es ankommt: die allgemeinen Grundsätze sehen aus und lesen sich so, uls ob sie für den heutigen Tag geschrieben seien. Liest man das Nluchsche Werk, dann versteht man erst die hohe Wertschätzung des ärztlichen Standes im alten Hellas. Man versteht es, daß nur ein Mann wie Hippokrates den berühmten Sutz prägen konnte: „Die ärztliche Kunst ist von allen Künsten die vornehmste.“ Ob Much sich mit der hippokratischen Lehne von der Bedeutung der Konstitution auseinandergesetzt oder das Wesen der Allopathie und Homöopathie, die Säftemis.chung, die Individualisierung in der ärztlichen Kunst erklärt oder, oh Much die Bedeutung des Ethos der ärztlichen Persönlichkeit besonders hervorhebt und den noch heute gültigen ärztlichen Eid in das richtige Licht setzt, stets trifft der geistreiche Verfasser den Nagel auf den Kopf. Ueberflüssig ist es, weitere Einzelheiten zu erwähnen. Man muß das ganze Buch lesen, um einen nicht alltäglichen Genuft zu erleben. Wer Interesse hat für allgemein lebenswichtige Probleme, kann sich kaum eine inhaltsreichere Lektüre vorstellen. Der Leser wird hingerissen und lernt hier einen Schriftsteller, von ungewöhnlich großem Format kennen. Fs ist ein Verdienst von Hans Much, die Denkarbeit eines Hippokrates uns in so anschaulicher Weise nahegebracht zu haben. Dr. L. üSaSSr IOHAT** NEUTRODYN-EMPFÄNGER WELLENBEREICH 200’ 2000 METER OHNE tPULENAUi- WECHSELN KlNOERLEIChTEf AUfflNDtN DER f EHMTATIONEN 9U0CM GE¬ EICHTE VTATlOm WALEN STARKER U. KIAN6AEINER __ LAUTtPRECNEfl FERNEMPfANÖ FUNf ROHREN V tECHtftOHREN N£UTROOYN-En*ANGER NEUTftOCYN-EMPFRNOEö rotm tws form ew SM «CLAMKMUm-tCMNU» fNO. AN*ChlU*ViCHf*U0 01# unorroichton Nora - Lauf Sprecher, def bequeme . Hochleistung*-Neutrodyn- Empfingar tri. StstionsskaLen, Nora-Qusiltlts- Elezettelli f. Belbstbau u. Fabrikation, Nora-Kopfhörer, laicht u. lautstark, NftzanschloAgerite, vollkommen störungsfrei, mit Glttervorsp., Nora-Duplex. -Triplax, -Quedruplex, die unpbertrpff. 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