Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 7 (1927-1928)
- Issue
- 10 (1.1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 202 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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[ Seite 202 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr. 10 haben. Zu dem Ende sollen sie gleichfalls lernen, nicht nur einen lockeren Pasteten-, sondern auch Brodtteig zu bereiten und nicht allein ein Rebhuhn oder Hasen zu specken, sondern auch einen tüchtigen Stockfisch und herzhafftigen Kohl zu kochen. Von den anderen Lehrerinnen hingegen 'sollen in Religion beständig Stunden gehalten, auch die Sprachen und darunter vornehmlich ein reines, zierliches Teutsch. die Zeichnungs-Kunst, die Music, die Beredtsamkeit, die Vernunfft-, Natur-’und Sittenlehre, die Rechen- und Mess-Kunst, die Erd- und Himmelsbeschreibung samt den vornehmsten Geschichten, insonderheit ihres Vaterlandes Jahr aus Jahr ein vorgetragen werden. Oie Gesetze für die Academie sind diese: Keine Tochter, die unter zehn Jahren, wird auff meiner Academie auffgenommen und bleibt auch daselbst auffs Späteste nicht länger als bis zu Ende ihres sechszehnden Jahres: Die Pflege und die Unterweisung soll nicht höher als auff 100 Rthr. jährlich zu stehen kommen und das , Übrige von Vermächtniss-Geldern zugeschossen werden. Keine Schülerin soll nach 6 Uhren im Sommer und nach _ 7 Uhren des Winters noch im Bette seyn. Zum Ankleiden wird des Werckeltages über eine Viertelstunden nicht verstauet. Wenn sie aber in grosse Gesellschaften oder zu einer Hochzeiten gehen, eine Stunden und nicht darüber. Niehmals soll Thee. Caffee oder Chokoladen getruncken w erden, ohne was Gutes dabey zu” lesen! Keinem Mitglied« dieser Universität ist es 'erlaubt, sich des Schnupf-Tobacks zu bedienen oder gar den Toback zu kauen. Perlen und Juwelen, auch andere als bloss güldene Ohrringe zu tragen, ist verboten. Niemand unterstehe sich bey Straffen der Narrenkappen sich zu schminken oder Schön-Flecken zu legen. Spitzen zu tragen, davon die Elle über 24 P. kostet, sie mögen geknüppelt oder' genähet seyn, ist gänzlich untersaget. - Ein Fechel zu tragen, der mehr als zwey Rthr. gekostet, auch Fechel und Muffe zugleich ist nicht vergönnet. Eine Uhr zu tragen, stehet frey, doch ohne Portraits und Edelgesteine. Des Gebrauchs von schwartzem Puder soll sich Niemand unternehmen. Alle Töchter sind gehalten, sich eine kleine Hauss-Bibliothek zuzulegen, darunter aber keine Romane ohne mit Vorbewusst der Lehrerin zu dulden. Keine Studentin soll sich müßig und nicht öfter als zwey Stunden die Woche beym Spiele finden lassen. Andere durchhecheln, lügen und fluchen wird mit der strengsten Straffe bestraftet. Keine Besuchung soll länger währen als aufs höchste zwey Stunden. Wenn sie zu Gaste gehen, wird ihnen aufferleget sich vorher satt zu essen, denn Gefrässigkeit stehet Niemand wohl an. Über zwey Spitz-Gläser Wein sollen sie niehmals über die Mahlzeit trinken. Aller Branntewein ist den jungen Frauenzimmern vorzuenthalten. Kein Tochter soll sich älter ausgeben oder jünger als sie ist. Sich zu enge einschnüren und die Füße zu sehr einpressen, ist verboten. Fischbeinerne Röcke sollen nicht breiter getragen werden, als sie lang sind. (Anm. der Red. Umgekehrt wird es unser Zeitalter sicher auch noch schaffen.) Niemand soll sich jehmals anders treffen lassen, als gewappnet mit Zwirn, Garn, Seide, Nadeln und Scheeren. Jedwede soll, was sie an Linnen-Geräthe, Kopff-Zeugen und Strümpffen gebrauchet, auch ihre Unterröcken und Nacht- Kleidung selbst verfertigen. Geschäftl. Schwierigkeiten Ausgleichsverfahren. Verhiitungdes Konkurses, sachgemäßen Hat und Hilfe, evtl, unter Beschaffung von Kapital, durch gerichtl. beeidigten Sachverständigen und Treuhänder. Große Erfolge! Unverbindliche Aussprache, s:reng diskret. Anfr. durch Telefon Merkur 1032 CARL BERNSTEIN Bl BLUMENAUSSTELLUNG Sp«siallt8ti Tafoldokoratlon TrauarJtrinxe TauentzlenstrsB* 9 BERLIN W TauentzlenstraBe 9 IAAAAAAAAAAAAAAAAAA 4 Diasar a*Produkte ein wahres Labsal für den * Diabetiker= I ■ Sucfcaria :: Keil Sorroeat 2 Diasana-Zuckerlösung. < Schokoladen. Pralinen, 4 Kompotte. KonfttOren 2 unübertrefflich m krrtiica »nenwiml a. mnotaaiM 3DIASANA G M.B.H. 2 Berlin W50. Passauer Str 15 -4 Verlas*. Sie unser neu erschienenes 2 Kochbuch LEINENHAUS R. FLEISCHHAUER BERLIN W 50, Tauentzienstral^e 7a gäsche jeder £7Lrt Höchste Leistungsfähigkeit durch eigene Herstellung Für Festlichkeiten I IL Torten. Kailee* und Teegebäck Carl jaedicke. Berlin sui 68 Necnstr. 58 Ferispr. Mifioii 312828 — Versand nach auBerhalb — Kaufe gut. aber billig I Bettwäsche,inietteSpeisung Inventur-Ausverkauf H.uptüercbut: Im Staatbahnhof Börse. itwe^^eschift Am Kurfü»stendadim. DaunenSteppdecken in allen Farben 36.-, 42.-, 50.- Ne«* GiatescblackUcdera m. Daunen, Brusliedern u. allen Federn, wie sic v. d« r Gans fallen, Pfd. 2 5#, dies. bess. LM weiche graue Federn 0 $0, weiße t 75, bess. tot gereinigte 1.-, 12S, 1.50, 3.20, 4 50 &50. Scbleißledera und nalbdsaaea, keine FiSgelfedern, 3.50, 3 75, 5.20, besser 7 50, Daunen 5 75, 7.50, 10.—, 12.—, 15—. Großes frederdackbett. cs. 12U x 2U0 cm, 9.70 UnUrb«tt,ca.lOOx2tOcm7 60. Kopfkissen, ca. bO x 80 cm, 3M.