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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-12-01 · 9 (12.1927) · p. Seite 171

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
9 (12.1927)
Date
1927-12-01
Page
Seite 171 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 9 Seite 171- MONATSSCHRIFT DfeR BERLINER LOGEN U.O.B.B. Graphologie und Berufsberatung Von Dr. med. Ernst R o s e. j In der letzten Zeit sind zu wiederholten Malen Veröffentlichungen in den Tageszeitungen erschienen, die das Thema der Graphologie zum Inhalt hatten. Die wissenschaftliche Zulänglichkeit und der verwertbare Nutzen dieses Teilgebietes angewandter Psychologie ist heute eine bereits unbestreitbare Tatsache. Es ist nur mehr Aufgabe, sie der Allgemeinheit zur Kenntnis zu geben, damit die Graphologie in weitestem MaOe aus dem Rahmen rein wissenschaftlichen Forschungsgebietes heräustreten kann und denen helfen mag, denen sie. eine willkommene Hilfe sein kann. Die graphologische Analyse einer Handschrift bildet in mancherlei Hinsicht ein Seiten£tück zu den Eignungsprüfungen, die die moderne Psychotechnik zum Zwecke der Feststellung einer Berufseignung ausgearbeitet hat. Wird bei diesen der Mensch einer Reihe mehr oder minder komplizierter Prüfungen unterworfen, wobei der Ausfall einer jeden nur den Rückschluß auf eine bestimmte physische oder psychische Leistungsfähigkeit gestattet, liefert uns seine Schrift ein Prüfungsmaterial, das zumindest seine psychischen Qualitäten in ihrer Totalität aufweist. Obwohl hier nicht der Platz ist, sich über Wesen und Eigenart graphologischer Deutungsmethodik auszulassen, sei wenigstens folgendes ausgeführt, um denen die Materie etwas näherzubringen, die der Graphologie beziehungslos gegenüberstehen. Es wird einem jeden ohne weiteres begreiflich sein, daß eine energische und rücksichtslose Natur keine kleine und zarte Schrift aufweisen wird, daß ein unklarer, konfuser Kopf keine übersichtlichen rhythmisch gegliederten Schriftzüge zustande bringen wird, daß ein leidenschaftlicher hemmungsloser und willensschwacher Mensch keine regelmäßige, perlend sich gleichbleibende Schrift haben wird. Und ist der Laie auch in der Lage, einzelne ausgesprochene und hervorstechende Charaktereigenschaften aus dem Eindruck abzuleiten, bleibt es dem Fachgraphologen Vorbehalten,' Einzelheiten und feinere Nuancen 'zu unterscheiden. Und in der Tat gibt es nicht eine charakterbestimmende Qualität, oje nicht in der Schrift ihren Ausdrück fände, die der Schrift nicht ihren spezifischen Stempel aüfdrückte. Wie auch immer ein Mensch sich zeigt und gibt, in seiner Schrift spiegeln sich ' gleichsatn in verkleinertem Maße die Antriebe wider, die seine Handlungen bestimmen. Durch die ,vdn Ludwig Klages geschaffene Ausdruckslehre und Charakterlehre, die eine gesetzmäßige Beziehung zwischen Impuls'und Gestaltung, zwischen Absicht und Formgebung lehrt, hat die Graphologie ein wissenschaftliches Fundament und objektive Richtlinien erhalten und sich so von einem unzulänglichen subjektiven Dcutungsverfahren emanzipiert. Drei Komponenten finden nun’ bei der Berufsberatung ihre Berücksichtigung: Neigung, Fertigkeiten (Veranlagung, Talente) und Charaktereigenschaften. Wer ausgesprochene Neigungen oder Fähigkeiten besitzt, unterzieht sich keiner Berufsberatung. Nur-die große Zahl derer, die keine besonderen Neigungen odpr Fertigkeiten zeigen, begrüßen», in ihrer Unschlüssigkeit einen Fingerzeig, den sie von gerufener Seite erhalten. Rdcht bestimmend für die Berufswahl sind nicht sowohl die vorerwähnten Faktoren'wie Neigungen Und Fertigkeiten als ganz besonders die Charakterqua/litäten./. .Jemand mag wohl ängstlich und nervös sein und dennoch einen 'guten und geschickten Mechaniker oder Werkstättenarbeit^r abgeben, nicht aber ein solcher Mensch für den ‘Beruf, eine« Schofförs oder Xokomotiv- . führers tauglich sein. Wohl mag einer tüchtig und begabt sein, und dennoch nicht zum ausdauernden und fleißigen Arbeiter geschaffen sein, von dem Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit gefordert werden. So lassen sich Beispiele'in beliebiger Zahl und Variation finden. : / , Sima Ausmiiung als Beschaff uns des Führerscheins 3 b Ausbildung in Einzelu. Gruppenkursen Die Brüder-Verlagsgesellschaft empfiehlt auf Grund persönlicher Erfahrungen die nachstehend genannt. Fahrschulen den Mitgliedern j der ihr nahestehenden Organisationen. Es liegt im Interesse der ( auszubildenden Damen und Herren, die Fahrschulleiter persönlich auf die Mitgliedschaft ganz besonders aufmerksam zu machen, da dann besondere Vergünstigungen gewährt werden. Fahrschule jollendoif , FiMiule 1 „am Rathaus steg'ltz" Fahrschule „Zentrum" Ing. Job. Kraschewski Inh. Hans Schocket Ing. Otto Kraschewski . W 57, Bülowstraße 97 Schloßstraße 34-35 SO 16, Cöpenicker Straße 116 Kurfürst 9380 Steglitz 7910 Moritzplatz 1639, 4197 i. MIT EINZELHEITEN STEHER DIE FAHRSCHULEN GERN ZU DIENSTEN i 3886845

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