Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 7 (1927-1928)
- Issue
- 8 (11.1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- Seite 154 (sequence 18)
- Language
- German
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Seite 154 Nr. 8 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B Aus Alt-Berlin*) Von Ludwig Bewundern wir an diesen Schinkelschen Bauten in Berlin seinen außerordentlich großzügigen und monumentalen Sinn, so zeigen uns seine reizvollen B^uanlagen im Park zu Potsdam, wie das Schlößchen Charlottenhof und das ihm benachbarte Römische Bad mit dem Gärtnerhause in ihrer Verbindung mit Hallen, Pflanzenanlagen und Wasser, ein überaus malerisches Geschick und ein sehr liebenswürdiges Empfinden. Schinkel war ein Schüler Friedrich Gillys, eines ungewöhnlich begabten, leider schon im Alter von 29 Jahren gestorbenen Künstlers, welchen Schadow in seinen Erinnerungen für das größte Genie'in der Baukunst erklärte. Er gehörte einer Gruppe von Architekten an, welche am Ende des 18 Jahrhunderts die antike Richtung bei den Bauten Berlins mit vielem und gutem Erfolg gepflegt hatten. Es war eine geldknappe Zeit, in welcher diese Bestrebungen in Berlin und anderorts in Deutschland in die Wirklichkeit umgesetzt wurden, eine Zpit, derer; künstlerische Erfolge wir noch heute in Deutschland an zahlreichen Bauten bewundernd Die Verhältnisse zwangen zu äußerster Sparsamkeit. Man suchte den Reiz seiner Werke in schönen Proportionen und in einfachen, klaren Gebilden. Mit Schmuck Wurde gegeizt. Seine Qualität schätzte man höher als seine Quantität. Und doch kann Berlin auch aus jener Zeit ein großes — wenn nicht sein 1 größtes — Kunstwerk sein eigen nennen. Es ist das Brandenburger Tor. Sein Schöpfer ist C. G. Langhans, ausgeführt hat er es in den Jahren 1789 bis 1793. So einfach dies fein empfundene Bauwerk uns erscheint, so ist es doch mit sehr viel Ueberlegung zur Ausführung gebracht worden. Dazwischen den Säulen eingefügten etwa 7 m breiten Mauern brachten zusammen mit den Säulen auch nach der Tiefe dem Baukörper Kraft. Sie gaben auch die Möglichkeit, an wettergeschützter Stelle einen bildhauerischen Schmuck hinzuzufügen, ohne damit H o f f m a n n. (Fortsetzung und Schluß.) aufdringlich zu erscheinen und ohne die einfache Gesamtstimmung des Torbaues dadurch zu beeinträchtigen. Auch konnte der kleine-Maßstab der Skulpturen die große Wirkung des Tores mit seinen 14 m hohen Säulen gegensätzlich noch steigern. Sehr -yiel mehr geschah dies am Aeußeren des Baues durch die kleinen Gruppen oben in den Metopenfeldern zwischen den geschlitzten Platten. Diese Platten sollen die an sich unruhigen Kannelüren der mächtigen Säulen oberhalb weiterführen und in dem Schatten "der Hauptgesimsplatte für das Auge ausklingen lassen. Von beiden Seiten nach der Mitte ansteigende Stufen oberhalb des Hauptgesimses führen das Auge zu dem bedeutsamste^ Teile des Denkmalbaues, zu dem Viergespann mit der Siegesgöttin von Schadow. Die Skulptur darunter an der Ostseite wurde, wie die Metopenskulpturen, zur gegensätzlichen Steigerung der Wirkung der Hauptteile und auch der Gesamtwirkung in sehr kleinem Maßstabe ausgeführt. So ist hier alles geschehen, um dieses den Haupteingang zur Stadt betonende Denkmal zu großer Wirkung zu bringen. Wer einen Blick tun will in die Straßen und auf die Plätze Alt-Berlins in verschiedenen Jahrhunderten, wer sich für das Leben und Treiben der Berliner Bevölkerung in früheren Zeiten interssiert, wer über ihr Wirtschaften und Arbeiten auf den verschiedenen Gebieten sich unterrichten will, der besuche das Märkische Museum. Und damit schon beim Eintritt in den Bau er sich losgelöst fühle von dem lebhaften Getriebe unserer Zeit, nehme ler seinen Weg durch den kleinen. Kölnischen Park. Hier wird e schon beim Umschreiten des Baues sich innerlich von Neu-Be lin loslösen. Schon hier begrüßen ihn am Museumsbau mit de Natur verwachsene, alte Architekturmotive aus .der gebrachten Abbildungen sind von uns nach Märkische Museum in Berlin liebenswürdiger- Die Red. *) Dir im Artikel „Alt-Bnrltn** Originalen hergestellt, die uns das weis« zur Vertagung,stellte. Kaut« gut, abw billig I mi 5i jaim fit iiti isckkitffiiin« Mandarinendaunen pm. 7,50 m. wiedemeiirende Groftcr Versand ab Brttiedcrniabrik. Uaitaasch gestattet Voa M Mark aa kostemtrei. im Stadtbahnhof Börse Gelegenheit, wegen Lagerverkleinerung Steppdecken, Dauaeaacckto, Bettstellen, Matratzen, Kopfkissen, fertig« Betten, Ruhebetten bis zu 50% srmasioL Kleiner FlüseU /TRAHL & PALCKE BLUMEN ''AUSSTELLUNG B ER LI N 'W 66 MAU EB-f TR9S FERNRUF.* ZENTRUM 5023 u.502* X Agenten K Herren oder Damen, welche über einen grofe. Bekanntenkreis verfügen, werden zum verkam von ßrennmaterialen für erste Kohlenhandlung (Logenmitglied) verlangt. Spätere feste Anstellung nicht ausgeschlossen. Nah unter Brüder-Verlag Nr. 56 i^FLWQEL- _, i PIANOS 'Alleinvertrieb für jp ““"RNönnann Kleines Piano I