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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-10-01 · 7 (10.1927) · p. Seite 128

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
7 (10.1927)
Date
1927-10-01
Page
Seite 128 (sequence 16)
Language
German
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V Seite 128 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr. 7 ausgeführte Bau ausgesehen hat. Ein schlichtes rechteckiges Gebäude mit durchgehendem flachen Dach zeigte eine gleichmäßig sich wiederholende Architektur. Ueber dem 4 m hohen Sockel sehen wir in breiter. Achse schlanke Fenster, deren vornehme Wirkung. gegensätzlich noch gesteigert wird durch die sehr niedrigen kleinen Fenster des Obergeschosses. Inmitten der Vorderfront führen an beiden Seiten Freitreppen unter einen mit Skulpturen geschmückten, frei vortretenden Säulengiebel, dessen Wandarchitektur inmitten der seitlichen Längsfronten durch flache Pfeilervorlagen angeklungen wurde. Was diesen Bau architektonisch wertvoll macht, ist nicht nur die klare und' wohlproportionierte Anordnung der wenigen Motive, es ist ganz besonders auchrdie fein empfundene und geschickt durchgeführtc Detaillierung aller Einzelheiten. Mit dem Opernhaus kommt die katholische Hedwigskirche zu Gesicht. Die Ausführung des Baues begann nur wenige Jahre später als die ihres vorderen Nachbarn, des Opernhauses, ruhte aber während des Siebenjährigen Krieges und wurde später von dem Architekten Boumann fortgesetzt. Ein mächtiger sechssäuliger Giebel mit jonischen Säulen, deren gerundete Kapitäle in den vollen Kindergestalten des Frieses weiterklingen, ist der mächtigen Kuppel vorgelagert. Der stattliche Kuppelraum hat im Lichten einen Durchmesser von 34.5 m, ist also nur 9 m . schmaler als der Innenraum des Pantheons zu Rom. Zu gleicher Zeit war Boumann mit der Ausführung des jetzigen Universitätsgebäudes, des früheren Palais des Prinzen Heinrich, beschäftigt. Ueberraschend ist hier die großzügige Bauanlage von 150 m seitlicher Ausdehnung um den vorne offenen. 76 m breiten und 48 m tiefen Vorhof. Die breiten Fensterachsen, die in den drei Geschossen verschieden gestalteten und auch in ihrem Höhenwechsel zur Hervorhebung der Fenster des Hauptgeschosses bestimmten Oeffnungen. das Betonen der mittleren Fenster der seitlichen Risalite durch schlanke Pilaster und das stärkere Hervorheben der fünl Achsen des inmitten der Fassade hervortretenden Bauteils durch frei vorgestellte Säulen, sowie der reizvolle Schmuck deroberhalb der Säulen und der Pilaster die Attika schmückenden zierlichen Figuren bringen, bei der fein empfundenen und schönen Detailbehandlung, das Aeußere des ausgedehnten Gebäudes zu einer ruhigen, klaren und vornehmen Gesamtwirkung. Zu dieser Wirkung tragen weiterhin bei der Abschluß des Vorhofs nach der Straße durch ein einfaches und dabei schön geteiltes Rokokogitler und seitlich des Tors die Torpfeiler mit ihren oberen liebenswürdigen Kindergruppen. Schade ist nur, daß die beiden später hinzugebauten Humboldtstatuen in ihrer Auffassung und Ausführungsweise zu der Architektur des Gebäudes und zu den älteren Skulpturen nicht stimmen, und dadurch der ganzen Anlage und sich reibst schädlich sind. * Dem Opernhaus seitlich gegenüber wird der Platz durch das alte Bibliotheksgebäude abgeschlossen Bei seiner geschwungenen Gestalt, bei den inmitten und an den Seiten gruppenweise vorgestellten Säulen und oei den mächtigen Skulpturen kommt dieser Bau zu einer freien und überaus malerischen Wirkung, und doch erscheint er bei den so viel ruhigeren und strenger gegliederten Bauten der Universität und des Opernhauses nicht als Fremdling. Mit dem Bau -des Kgl. Schlosses ist der Name „Andreas Schlüter" für alle Zeiten eng verbunden, und das in ehrenvollster Weise. In den letzten Jahren vor 1700.hat er die Pläne zur Umgestaltung ui^d zur Weiterführung der älteren Schloßteile gefertigt, 1699 begann er den Umbau der den nördlichen Hof umfassenden Bauteile sowie den Neubau nach dem Lustgarten. Und nicht nur an den äußeren Architekturen zeigte er seine außerordentliche künstlerische Befähigung, auch bei der Gestaltung und Durchbildung der prächtigen „Paradekammern" führten ihn seine reiche Phantasie und seine bewundernswerte Gestaltungskraft zu den höchsten künstlerischen Leistungen, bei welchen 2r Architektur und Skulptur in glücklichster Weise miteinander verband. Ein tragisches Geschick, daß er nach solchen Leistungen im Jahre 1706,. infolge eines konstruktiven Versehens bei der Ausführung des at der Nordwestecke des Schlosses im Bau f,FLVUOEL- _, \PIANOS Alleinvertrieb für J '““"BNeimumn Kleines Piano I Oiasana-Produkte ein wahres Labsal für den Diabetiker= K « i ■ Sacharia :: Kein Surrogat Diasana - Zuckerlösuns. Schokoladen. Pralinen. 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