Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 7 (1927-1928)
- Issue
- 2 (5.1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 32 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 32 Nr. 2 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Berlin als Kunststadt Von Dr. Max Osborn. (Forts, u. Schluß.) Die eigentliche Begabung Begas offenbarte sich günstiger in dem Schiller-Denkmal auf dem Gendarmenmarkt, und in dem barocken Neptun-Brunnen auf dem Schloßplatz. Von dem umfangreichen Werk der Begas-Schule, den Fürstenstandbildern der Sicgesallce, konnte vollends nur hier und dort eine Einzelheit befriedigen, wie etwa das Denkmal Ottos des Faulen von Adolf Brütt. Wenn wir das Denkmal für Rudolf Virchow auf dem Karlsplatz von Fritz Klimsch, das Goethe-Denkmal von Fritz Schaper am Rande des Tiergartens an der Friedrich-Ebert- Straße, das schlichte .Marmorbild der Königin Luise von Erdmann Encke im Innern des Tiergartens, die Sandsteinfiguren Fichtes und Savignys vor dem Aulagebäude der Üniversifät von Hugo Lederer nennen, so sind die Kunstwerke dieser Art, die künstlerische Bedeutung beanspruchen dürfen, fast schon erschöpft. Berlin hat, so stellen wir heute melancholisch fest, in diesem Punkte die gleiche Ungunst der Zeiten erfahren, wie die _Städte der ganzen Welt in den letzten beiden Menschenaltern. Eine Kunststadt aber hat ihr Lebenselement nicht nur im Schmuck ihrer äußeren Erscheinung und in der Existenz ihrer wissenschaftlichen Institute, sondern auch im rollenden Fortgang der wechselnden Ereignisse, die sich in ihr zutragen. Für den Verkehr und Gedankenaustausch zwischen der Künstlerschaft der Zeit und dem großen Publikum der Einheimischen wie der fremden Besucher ist dabei von ausschlaggebender Bedeutung vor allem das Ausstellungswesen. Wir sahen bereits, daß Berlin zwar nicht so zeitig wie Paris und London, aber doch immer noch verhältnismäßig früh begonnen hat, auf diesem Gebiete mitzusprechen. Auch hier brachte das letzte Halbjahrhundert eine rapide Entwicklung. In der Biedermeier-Epoche und noch wVit darüber hinaus begnügte sich die preußische Hauptstadt damit, alle zwei Jahre eine akademische Kunstausstellung herzurichten, die im alten, nunmehr verschwundenen Akademiegebäude Unter den' Linden (an der Stelle der heutigen Staatsbibliothek) stattfand. Das war nicht viel. Aber gerade diese Zurückhaltung' brachte es mit sich, dalL die Abstellung, die nach so langer Pause die Kunstfreunde wieder zu sich rief, jedesmal als ein Ereignis begrüßt wurde. Noch in der Kaiserzejt blieb man zunächst recht bescheiden, Wenn die Ausstellungen jetzt auch allsommerlich wiederkehrten, so traten sic doch immer noch wenig anspruchsvoll auf. Ihr Quartier war damals ein Barackenbau auf dem Kantianplatz, dem Gelände, auf dem heute das Kaiser-Friedrich-Museum steht. Erst 1886. da man das Jahrhundert-Jubiläum der Akademie-Ausstellungen leierte, trat der Umschwung ein. Damals vollzog man die Uebersiedlung in das weitläufige Landesausstellungsgebäude am Lehrter Bahnhof auf dem fiskalischen Terrain, wo in den Jahren kurz vorher die erste Berliner G4werbe-Ausstcllung großen Erfolg davongetragen und (1883) eine Hygiene-Ausstellung stattgefunden hatte, für die der Glaspalast erbaut worden war. Wenige Jahre später, im Sommer 1886, gab es in Moabit etwas für Berlin Neues: eine sorgsam vorbereitete, mit bedeutenden Mitteln .hergerichtete Internationale Kunstausstellung, wie man sie. in jener Zeit in Deutschland nur von München her kanbfe. Von diesem Zeitpunkt an blieb die „Große Berliner Kunstausstellung"; wie man sie ntn nannte, bis heute an der glcicl cn Stelle. Sie hat mancherlei Schicksale erfahren und ihre Organisation oft verändert, aber die Reihe der jährlich wied< :rkehrenden Veranstaltungen wurde nur in der Kriegszeit unterbrochen, um.nach der Staatsumwälzung in verjüngter Form fortgesetzt zu werden. Die Akademie zog sich nun ganz’aus dem (für die festliche ‘Gafel (Konditorei elschow tBestellungsarmahme: {Notlendorf 2023, 2024 :: {Bismarck 5806 Derdegante //§£ trägt Karftsfc 164* Kaiser Alfeezoo STEINBERG^fCO FLÜGELUPIANO FABRIKEN SPEZ'STUTZ FLÜGEL JL VERKAUF NUR IN DER HAUPT¬ FABRIK BERLIN Q34 FRANKFURTER ALLEE 1Z SCHUIPISÜ