Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 7 (1927-1928)
- Issue
- 1 (4.1927)
- Date
- 1927-04-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr, 1 Seite 15 MONATSSCHRIFT DER BERLINER -LOGEN U.O.B.B. werdende „Deutsche Museum", Bodes Lieblingsschöpfung, das vom Walten -des deutschen Kunstgenius von frühen 'Zeiten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Kunde geben soll — zur Rechten, nach Süden zu, das Vorderasiatische Museum. Der Tag, an dem alle diese weitläufigen Baulichkeiten sich fertig eingerichtet präsentieren werden, wird ein Festtag für die Kunststadt Berlin sein, dessen Glanz über die ganze Welt strahlen wird. Ein zweites Museumszentrum aber entwickelte sich auf dem fiskalischen Gelände der Prinz-Albrecht-Straße, in der Gegend des Potsdamer und Anhalter Bahnhofs, dem Verkehr der Stadt noch nähergerückt als die „Insel". Unter dem Einfluß der Weltausstellungen zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der Reformbewegung des europäischen Kunsthandwerks, die sie mit sich brachten, entstand, wie in den anderen Hauptstädten, auch in Berlin ein Kunstgewerbemuseum, dem um 1880 Gropius und Schmieden in der Prinz-Albrecht-Straße sein Haus bauten. Unter Julius Lessings Leitung wuchs es zu einem vielbewunderten Institut heran. ln unmittelbarer Nachbarschaft wurde nach Hermann Endes Entwurf wenige Jahre darauf das Museum für Völkerkunde errichtet. Nach der anderen Seite wurde später ein weiteres Ba\werk aufgeführt, das die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums, eine rasch zu höchster Bedeutung aufgeblühte Anstalt, zusammen mit der mustergültigen Staatlichen Kunstbibliothek bezog. Heute ist die Verteilung des Materials in den Museumsgtbäuden der Prinz-Albrecht-Straße gefen früher völlig umgestaltet. Die Kunstgewerbesammlungen wanderten ins alte Hohenzollcrnschloß an der Spree. Hier bot sich durch diese neue Bestimmung willkommene Gelegenheit, nach den Stürmen der Revolution das historische Baudenkmal als solches zu erhalten und zu sichern; in der Flucht der Schlüterschen FestsälyfflV-zweiten Stockwerk an der Lustgartenfront und in den darunter gelegenen Königskammern aus der Zeit Friedrich Wilhelms II. sowie in den anschließenden, noch älteren Räumlichkeiten wurden die- Bestände des Kunstgewerbemuseums einquartiert — das „Schloß-Museum“ entstand. Das ehemalige Haus des Kunstgewerbemuseums in der Prinz- Albrecht-Straße aber nahm im Erdgeschoß die gleichfalls durch Bodes Umsicht ins Leben’ gerufene Ostasiatische Abteilung, im Obe/geschoßdie.' vorgeschichtliche Abteilung auf. Dadurch wieder wurde das Völkerkundemüscum entlastet, das lange schon urtter seinem Ueberreichlum litt’, und das nunmehr,'eine Durchlüftung und' Neuordnung erfahren hat. Der weitere große Plan Bodes, im Vorort Dahlem ein gewaltiges Asiatisches Museum fzu errichten, blieb vorderhand Fragment. Zwar das Haus,■'von Bruno Kroll-Oper Paul erbaut, ist, durch die'Kriegszeit in seinem Wachstum gehemmt, endlich unter Dach und Fach gebracht; doch seine Bestimmung hat sich zunächst geänderte es beherbergt als ein riesiges Magazin die.von der Schausammlung getrennte- Stildiertsammlung des Völkerknnde-Museums. < . Noch .immer ist mit dieser Alifzählung das Berliner Musejipswcsert nicht erschöpft. In Charlgttenburg wurde der Bau des kleinen Rauch-Schinkel-Mu$uumsvollendet, das die Hinterlassenschaft von zwei der größten Berliner Meister bewahren 'wird, lind dessen Eröffnung wir bald erhoffen dürfen. An der iiMHHiiiimiHiiiiiiiJiimiHmiinMmmiiiiimimjtHiiHiHimiHiHiiimtmiimiitmimmmmiiiiiiHHmimmiimiiiHiiimiiiMiiiitii kößJxctjc tSyavtm (Ettrofym undftück 2)i$are1te ouä fein/fen.türkifcfjen ZTobahz len «w miMMiiiimiiiimiMiimiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinimiHmiHiiHimiiimiiiiiiiiiHiimiiimiiii Im “eigenen heim hören Sie auf unuimnninniinnmniiuwnmnnmmm»Hnm ODEN mtnnmmmHMntnTnnnmi^ h Musikplatten li ,v M E X' aller großen symphonischen Orchester werke, Opern, Operetten, wellberühmte Vokal- und fnstrumentalkünsller, ferner die neuesten Tänze der internationalen Tonzliteratur, gespielt. vom Künstler- - Orchester Sfaios St-eta in unerreichter,, tonschöner Wiedergabe „ODEON“ Musikapparate — Muslkplatten Nur echt mit nebenstehender Schutzmerke Reich illustrierte Verzeichnisse get-n zu Diensten Vorführung bereitwilligst im Odeon-Musik-Haus £ü: Berlin W 8, Leipziger Str. 110, nahe Mauerstr. Fernsprecher: Amt Merkur Nr. 5176 sowie in allen guten Geschäften der Branche i 485323535323234823534823532323532348482348232348235323234823482353234848230201004800020201235301020100