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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-04-01 · 1 (4.1927) · p. Seite 8

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
1 (4.1927)
Date
1927-04-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Nr. 1 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.Ö.B.B. Die . Ausgestaltung des gemütlichen Beisammenseins der Rrüder nach den Sitzungen sollte sich der geistige Ausschuß gleichfalls angelegen sein lassen. Will man nicht die immerhin gehobene.Stimmung, in der wir uns im Tempel befinden, vollständig zerflattern lassen, so muß auch nach der Arbeit für anregende Unterhaltung gesorgt werden. Wenn man das geschickt anfängt und allgemein interessierende, aktuelle Themata, am besten in Anlehnung an den gehörten Vortrag, zur Erörterung bringt, so kann man wohl einen großen Teil der Brüder fesseln und sie in diesem gemütlichen Kreise auch rednerisch aktivieren. Soll aber der geistige Ausschuß seiner Aufgabe, das geistige F eben der Loge zu befruchten, gew achsen bleiben, so muß er auch .irr sich selbst oder — richtiger gesagt — an se.inen eigenen Mitgliedern erzieherische Arbeit leisten. Für diesen Zweck hat sich ir. der Spinoza-Loge die Einrichtung der sogenannten Heimabende aufs beste bewährt, die durchschnittlich einmal im Monat abwechselnd bei den einzelnen Brüdern des geistigen Ausschusses stattfinden. Dabei ging man von der Erwägung aus, daß noch überall, wo der persönliche Zusammenhang von Arbeitsgenossen . ein besonders inniger ist, die sachliche Leistung derselben eine wesentlich höhere wird. Und nichts schien geeigneter zu sein, den Konnex und damit das persönliche Interesse aneinander zu (ordern, als w«nn wir uns gegenseitig in unserer Häuslichkeit be selbst zugute kamen, sind hier zutage gefördert worden. Diese .Heimabende, die selbstverständlich nur im allerbescheidensten äußeren Rahmen gehalten sein dürfen, um jedem die Aufnahme des geistigen Ausschusses bei sich zu ermöglichen, erfreuen sich großer Beliebtheit, und manche bisher abseits stehenden Brüder haben sich schon zur Mitarbeit gemeldet. Allerdings übernehmen sic damit die Verpflichtung, eifrig mitzuarbeiten. Sie müssen regelmäßig an den Sitzungen und an allen Veranstaltungen des geistigen Ausschusses teilnehmen, da Anwesenheitszwang besteht. Wenn auf diese Weise eine größere Anzahl Brüder für die Mitarbeit im geistigen Ausschuß gewonnen ist, könnten diesem vielleicht ganz bestimmte Aufgaben zugewiesen werden, nämlich die Ausarbeitung von Denkschriften über Fragen, die die Loge besonders interessieren. Ich denke dabei an die Ausgestaltung bzw. Modernisierung unseres Rituals, insbesondere unserer Gebeti, an die Ausgestaltung unserer Feste und Feiern usw. Arbeitet der geistige Ausschuß der einzelnen Logen auf diese vorgezeigte Weise, dann läßt sich docl} mancherlei erreichen, und es müßte gelingen, ihn aus seinem Scheindasein zu erwecken, das er bisher geführt hat, und ihn zu einem willkommenen Mitarbeiter für den jeweiligen Präsidenten und zu einem wertvollen Faktor in der Loge zu machen. Der Weg ist vorgezeichnet. loruern, ais v.nn wir uns gegenseu-i}; ui unserer rlausucnKeil ue,_*- - —-> — - - — -—e»- «lichten, ln diesem gemütlichen äußeren Rahmen, im intimen Bleiben wir uns bewußt, daß Kunst und Wissenschaften, für deren Kreise weniger gleichgestimmter Brüder ergibt es sich von selbst, daß man .sich eröffnet, seine eigene Person mit allem Denken und' Empfinden mehr sprechen läßt, als es in einem größeren Germium der Fall sein kann. Der Ablauf dieser Heimabende war nun so. daß derjenige Bruder, der die Mitglieder des geistigen Ausschusses bei sich empfing, für die geistige Kost des \bends durch ein kleines Referat zu sorgen hatte, dessen Thema er aus seiner Berufstätgikeit oder einem sonstigen, seinen gungen entsprechenden Gebiete entnahm. Die sich daran* ’n- Wmipfendc zwanglose Diskussion gab Gelegenheit zu einem Meinungsaus^iusch, der sich dann wie von selbst auf allgemeine Logendinge erstreckte- Manche Anregungen, die dem Logenlebcn Pflege der geistige Ausschuß zu sorgen hat, auch in der Loge ihre besondere Aufgabe haben. Ist es die Mission der Kunst, die Welt besser und glücklicher zu machen, so ist es die der Wissenschaften. sie rtiit Inhalt zu erfüllen und zu vertiefen und sie auf diese Weise reizvoller und lebenswerter zu gestalten. Sie sind die Pfeiler, auf denen die Brücke ruht, die in das Reich des Schönen und Guten führt» Von hier ist es nur ein Schritt in das Land der Erkenntnis, das wir alle ersehnen und erstreben-, „Nur durch das Morgentor des Schönen ' Drangst du in der Erkenntnis Land. An höh’ren Glanz sich zu gewöhnen, Uebt sich am Reize der Verstand!" (Schiller.) LOESER& WOLFF /l Zi garrenf abr iken Zentrale: Berlin C 25, Alexanderatr. 1 Hauptfabrik in Elbing Größter zentralisierter Fabrikationsbetrieb der Branche in Europa * r Probieren Sie unsere Spezialitäten: I Donna Lucia. 20 Pf. 1 s die in Deutschland metstgeraoehte 20 Pf Zigarre Schloß Rottersheim 30 ff. würzige, abgerundete Qualitätsrtgarre mit feinster Sumatradecke Hanptfabrik . . . . 40 Pf. ein Edderzeagnis Die Qualität entscheidet! Zigarren feinsten Genres für Festgelegenheiten und dergl. in eleganter Ausstattung und Teichhaltiger Auswahl Zigaretten * Ranchtabake Postversand nach dem Inu. 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