Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 6 (1926-1927)
- Issue
- 10 (1.1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 202 (sequence 18)
- Language
- German
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Seite 202 MONATSSCHRIFT DER B E R LIN E R L 0 G E N U.O.B.B. Nr. 10 Tegel, so daß zu dieser Zeit zusammen mit dem alten Werk am Stralauer Tor fünf Versorgungsanlagen bestanden, von denen Tegel und Stralauer Tor das Rohwasser, und zwar Oberflächenwasser, lieferten. Im Ausgang der achtziger Jahre mußte das älteste Werk am Stralauer Tor infolge der fortschreitenden Verschlechterung des Spreewassers an der Schöpfstelle aufgegeben werden. Als Ersatz entstaüd ein neues großes Wasserwerk für Oberflächenwasser ■ stlich von Friedrichshagen am Müggelsee mit einer Zwischenanlage in Lichtenberg. Zugleich mit dessen Inbetriebnahme im Jahre 1893 stellte das Werk am Stralauer Tor seine Tätigkeit ein. Der Uebergang zum Grundwasser, den in Deutschland die Wasserversorgungen in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wegen der zweifellosen Vorzüge des Grundwassers allgemein einschlugen, veranlaßte auch die Stadt Berlin, die Werke Tegel und Müggelsee in den Jahren 1900 bis 1905 in Grundwasserwerke umzubauen. Die Grundwasserversorgung in der Nähe von Berlin wird dadurch besonders begünstigt, daß die Spree- und Havelniederung die Urstromtäler der Eiszeit darstellen, die bis zur Tiefe von 30 bis 60 Metern mit- Kiesen und groben Sanden diluvialen Ursprungs ausgefüllt und daß diese stark wasserführend sind. Durch die Auswaschung der in der norddeutschen Tiefebene überall vorkommenden Schwefeleisenlager ist das Grundwasser bei Berlin stets eisenhaltig. Der lösliche Eisengehalt wird durch Belüftung mittels Rieselung in unlösliches Eisen übergeführt und dieses durch nachfolgende mechanische Filtration zurückgehalten.^©as Endprodukt ist ein von Bakterien und Eisen freies wohlschmeckendes Trinkwasser von ungefähr 15 Grad Härte, das auch für die allermeisten gewerblichen Gebrauchszwecke ohne weiteres verwendbar ist. Im Jahre 1914 wurde ein weiteres großes Grundwässerwerk in der W uhlheide in Betrieb genommen, während der Bau eines großen im Westen von Berlin bei Heiligensee projektierten Werkes mit Rücksicht auf die durch den Krieg geschaffenen wirtschaftlichen Verhältnisse vorläufig zurückgestellt worden ist. In ein neues Stadium trat die Berliner Wasserversorgung durch die Bildung Hvon Groß-Berlin. Außer Alt-Berlin hatten eigene Wasserversorgungen im Gemeindebetriebe: Spandau, Charlottenburg, Reinickendorf, Hermsdorf, Tegel, Pankow, Rosenthal, Niederschönhausen, Hohenschönhausen, Lichtenberg, Cöpenick,. Adlershof. Alle diese Vorortswerke wurden mit der Alt-Berliner Wasserversorgung 1922 zu einer einheitlichen Wasserwerksverwaltung vereinigt, die im Jahre 1924 in die Berliner Städtische Wasserwerke Aktien-Gesellschaft umgewandelt wurde. Diese Gesellschaft, die die städtischen Werke auf die Dauer von 50 Jahren von der Stadt gepachtet hat und deren Aktien sich ausschließlich in den Händen der Stadt Berlin befinden, versorgt von den 4 000 000 Einwohnern der Stadt zurzeit rund 3 100 000, während der die südlichen Teile der Stadt bewohnende Rest von 900 000 Einwohnern von der privaten Charlottenburger Wasserwerke Aktien-Gesellschaft versorgt wird. Der höchste in Berlin bisher erreichte, von den Wasserwerken geförderte Wasserverbrauch betrug im Sommer des Jahres 1925 bei der Berliner Städtische Wasserwerke A.-G. rd. 575 000 cbm bei der Charlottenburger Wasserwerke A.-G. rd. . 225 000 „ zusammen . . . 800 000 cbm Der tatsächliche Verbrauch ist höher, da viele private Unternehmen die günstige Wassergewinnungsmöglichkeit in den in der Spreeniederung liegenden Teilen von Berlin zur Herstellung eigener Was^ergewinnungsanlagen benutzen, deren Förderung auf mindestens 10 000 000 cbm im Jahre geschätzt werden kann. Die Jahresförderung für Groß-Berlin beträgt etwa Berliner Städtische Wasserwerke A.-G. . . . 120 000 000 cbm Charlottenburger Wasserwerke A.-G. 40 000 000 „ ( private Wasserwerke. 10 000 000 „ zusammen . . . 170 000 000 cbm Dies entspricht bei 4 000 000 Einwohnern einem durchschnittlichen Verbrauch pro Kopf und Jahr von 42,5 cbm, pro Kopf und Tag von 117 Liter. Der höchste Verbrauch pro Kopf und Tag im Jahre 1925 hat etwa 215 Liter einschließlich der privaten Förderung betragen. MMNNNMMMNNNMIMMIMItlMHHIIIIU 1 A * KRAKAUER! i vM (Wr '*8 UodMhttdic Lüttow 4819 | | ASv B«rlin W M, (•■rlilArMtraB« 1« f | Unter Aufsicht de* Berliner Rabbinats. | I Ausrichtung von Festlichkeiten zu jeder Gelegenheit | "‘U-Z in bekannter Güte. 1 Einzel verkauf von: Mantireflürel, Aufschnitt, | | WuMt waren, Feinkost, Mayonnaisen, Salate, Weine. f nitiimutmHtinuNmiuHiHMiHUMttiiHimmiiiiimimmiimiMMMMnwHmMMNtmNiiiHMiiiiNMiHmHnimimnuiiMiiitminR r t i $ t t i. {Josef Zettel ‘"Juwelier Spez.: ‘Umarbeitungen S&erlin HO 8 französische Str. 46 -1 t t t t Benannte Schriftstellerin veriaßt schnellstens entzückende Gelegenheit -Dichtungen, Theaterstocke, Tanz-Couplets, Tafel Lieder, vom modernsten bis klassischen Genre. Studiert alles persönlich ein, begleitet auf Wunsch auch die Vorträge selbst. Allererste Referenzen. 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