Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 6 (1926-1927)
- Issue
- 10 (1.1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 16)
- Language
- German
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Seite 200 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr 10 f! Berliner Städtische Wasserwerke Aktien-Gesellschaft, Berlin" Von Regierungsrat Carl Kühne, Direktor der Berliner Städtischen Wasserwerke A.-G. Eine zentral geregelte Wasserversorgung besteht in Berlin seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Bis zu dieseCZeit behalf sich die Bevölkerung durch Entnahme des Wassers aus Hof- und Straßenbrunnen, denen im Gegensatz zu anderen Städten der reichhaltige Untergrund der Spreetalmulde verhältnismäßig gutes Wasser zuführte. Trotzdem hatten schon Kurfürst Joachim II. uTd später Kurfürst Friedrich III. versucht, die stetig anwachsende Metropole mit einer ..Wasserkunst" zu versehen, doch scheiterten diese kühnen Pläne an dem niedrigen Stand der Technik in damaliger Zeit, und die Versorgung mit Brunnen wurde bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts beibehalten. Als später — in der_prsten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts — die Berliner Tinwohnerzähl das dritte Hunderttausend bereits weif überschritten hatte, erwies sich "eine zentrale Regelung der Wasserversorgung und der Abwässerbeseitigung als unbedingt notwendig. Der Staat ergriff die Initiative und trat nach Beendigung der erforderlichen Vorarbeiten mit der Stadt wegen Ausführung der Wasserversorgung in jVerhandlungen. die jedoch zu keinem Ziele führten. Die Staatsregierung schloß daher einen Vertrag mit den englischen Unternehmern Fox und Crampton ab. In diesem wurde den Unternehmern das Riecht zugesprochen, vom 1. Juli 1856 ab der Stadt Berlin durch die zu erbauenden Wasserwerk? auf 25 Jahre Wasser gegen Entgelt zu liefern. Das mit einem Anlagekapital von 1 500 000 Talern ausgerüstete Unternehmen verpflichtete, sich, der Stadt das ' Wasser zum Zwecke der Straßenreinigung und Straßenbesprengung-, sowie für Feuerlöschzwefck'e unentgeltlich zuzuführen, währendihm bei gewissen Einschränkungen der Höhe des zu erzielenden Reingewinnes die Festsetzung ^er Tarife für Privatabnahmc überlassen blieb. Die Grundsteinlegung zu dem ersten Wasserwerk auf dem Ufergelände an der Spree vor dem Stralauer Tor fand am 2. Oktober 1853 statt. Die bauliche und technische Ausführung der Anlage wurde derart gefördert, daß bereits 1856 der Betrieb eröffnet werden konnte. Die neue Wasserversorgung wurde aber zunächst von der Bevölkerung in so geringem Maße in Anspruch genommen, daß die Gesellschaft bis 1860 mit Verlust arbeitete. Indessen hob sich die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens mit dem rapiden Anwachsen der Bevölkerung und der Errichtung mehrstöckiger Häuser, so daß 1870, die Versorgung bereits einen recht ansehnlichen Ueberschuß abwarf. Die englische Gesellschaft war zu dieser Zeit an das Ende ihrer Leistungsfähigkeit gelangt, nachdem der Ausbau des Röhrenoet/cs bereits über die vertragliche Grenze hinausgeschritten war und bis zum Jahre 1867 die Erhöhung des Aktienkapitals auf 4 000 000 Taler erforderlich gemacht hatte. _ Die Gesellschaft erklärte sich deshalb zum weiteren Ausbau <}er Anlagen nur dann imstande, wenn die sichere Aussicht auf eine weitere Verlängerung des Vertrages mit der Stadt -um weitere 25 Jahre bestände. Da in Anbetracht der fortgeschrittenen Entwicklung hierfür keine Neigung vorhanden war, entschloß man sich zum Ankauf der Werke: Mit Wirkung vom 1. Dezember 1873 gingen die Wasserwerksanlagen zum Kaufpreise von 25 125 000 M. in den Besitz der Stadtgemeinde Berlin über. Nachdem zu gleicher Zeit bereits die Kanalisation vollendet war, baute die Stadt die Wasserwerksanlagen derart aus, daß alle bebauten Wir bitten die Herren Mitglieder um freundliche Beachtung unseres Aufrufes auf Seite 194 Brüder-Verlagsgesellschaft m. b. H. »Karl Fischer. \ C. J. Gegründet 1854 Teleohon Köniqstadt 2193 * 9 p Q UAN DT Flügel- und Piano-Fabrik . \ Inhaber: Max Baum Vielfach prämiiert Paul - Singer « Sir. SO Küstriner Platz Dr. Martin Wallach Grunewald, Ilmenauer Strafte 9 Telei»f:*m :_£hlHtid .'»7D6 Versicherungen jederArt t»c*on^ers Lebens - Versicherungen Sorgfältigste Beratung vorteilhafte Bedingungen für { Allianz - Konzern | u. «netcre er*te Gesellschaften ntet« lotTitlg Soerlkanische Journal mH 16.14.12. K> und 8 Rubriken 9 Ii<hfhlatt*i'ont<K.orrente ganz Molesquin inltl- 200 Blatt und Register jetzt nur 27.— 91. Gebr. 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