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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1926-06-01 · 3 (6.1926) · p. Seite 57

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
6 (1926-1927)
Issue
3 (6.1926)
Date
1926-06-01
Page
Seite 57 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 3 Seite 57 ' MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Abb. 2. Knksauf bereit itng im Gaswerk Tegel * Int IliiitergrunJ die Ofenhäuser und KohtenspeieUer \ Gesellschaft Dessau“, die den kleinen südwestlichen Bezirk1 um Wannsee versorgte, trat ihr Versorgungsgebiet an die Deutsche Gasgesellschaft ab, ^so daß sich heute nur die Berliner Städtischen Gaswerke A.-G. und die Deutsche Gasgesellschaft in das gesamte Groß-Berliner Versorgungsgebiet teilen. Von den 4 Millionen Einwohnern Berlins wohnen im Gebiet der Städtischen Gaswerke 82,1%, im Gebiet der .1 Deutschen Gasgesellschaft 17,8%, 0,1% sind ohne Anschluß. Folgende Daten erhellen die Bedeutung der Berliner Gasindustrie: ’ i -* ■ Die' Berliner Städtischen Gaswerke verfügen mit den sechs in Betrieb befindlichen Anlagen übefr eine Leistungsfähigkeit von insgesamt 1 75ÖOOO cbm Gas, die einem Verbrauch-von etwa 4000 t Kohlen pro Tag entsprechen, wovon auf das Tegeler, das größte deutsche Gaswerk, allein etwa■ 1500 t entfallen (s. Abb. Gesamtansicht des Werkes). f>l .i Das Straßenrohrnetz der Berliner Städtischen Gas- 's werke A.-G. zur Versorgung d*es Groß-Berliner Gebiets ist etwa 3400 km lang, was eineV Entfernung von Moskau'.bis Madrid entspricht. Die Entgasung der Kohle findet heute zum größten Teil in modernlen Gnaßraumöfen sUtt (Schrägkammeröfen, ( Horizontal- und Vcrtikalkammeröfen).! Die Kammern 1 solcher Oefen fassen je nach Konstruktion 5 bis 10 t Kohlen, die in etwa 24 Stunden entgast werden (Abb. 3, moderne Horizontalkammer). Die Oefen werden durch Generatorgas beheizt, das in Zentralgeneratoranlagen erzeugt wird. I? Ausschlaggebender Faktor der Rentabilität der Gasproduktion ist die Gewinnung der volkswirtschaftlich höchst wertvollen Nebenprodukte: Koks, Teer, Ammoniak, Benzol und Schwefel, die ihrerseits wieder Ausgangsprodukte großer Industriezweige sind. Mit größter Sorgfalt wird daher auf qualitativ hochwertige Erzeugnisse hinge-;|:y •- arbeitet. Teilweise erfolgt die Weiterverarbeitung in eigenen Benzol-,' Ammoniak- und Schwefelsäureanlagen. Es sind im Jahre 1924 in den Berliner Städtischen Gaswerken aus 933 517 t entgaster Kohle gewonnen worden: 708 473 t Koks, , 33 313 t Steinkohlenteer, 6 228 t Benzol^yodukt, 1 252 t reines Benzol, 110 719 t Ammoniakwasser, 5 750 t schwefelsaures Ammoniak, 4 377 t Schwefelsäure. Abb. S. Gaswerk Lichtenberg Horizontulkammeranlage mit Kokslösehbtthnc l Abb, 4. Zentralgcntralorenanla ge des Gaswerkes' Liehtenberg § I i I

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