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Der Aufstieg · 1932-04-01 · 10 (4.1932) · p. Seite 247

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
10 (4.1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 247 (sequence 5)
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Vi n ' j.^^*- V V- ...... w.V-A«v"A N nicht der andere Zweck vergessen werden: Nämlich der Vorst oss ins Lager des hulben und ganzen Abfulls, die Bückgewinnüng von Abgefallenen und damit die Gewinnung ganz neuer aktiver Kräfte für den Neuaufbau des alten Judentums. Hier bietet sieb der Agudas Jisroel wieder ein weites Arbeitsfeld. Sie muss sich von der ohnmächtigen „Glück"-im-Winkel-Stimmung loslösen, von der Heim-Genügsamkeit, d.h. von der Wichtignahmc heimischen Zanks und sonstiger heimischer Ifrfwichtigkeiten, von der unglaublichen Indolenz gegenüber Verfall und Zerfall. Hier können neue Tätige ihren Willen beweisen, Proben ihrer Initiative ablegen. Aufräumen mit dem verdammten Sichbcscheidcn! Wenn es auch geboten ist, mit Wenigen zusammen die Treue zu halten, so ist es doch nicht verboten, aus dem Zustande der Wenigen hinauszustreben, — in der Erkenntnis, dass am Ende Gott doch das Volk Israel als ihm treu und zwar vollkommen treu gewollt hat und nicht nur die wenigen Prozente, die es jetzt — noch dazu in sehr geringer Vollendung ■— im Westen sind und bald, wenn nicht Offensive einsetzt, auch im Osten sein werden. Ausbreitung. Expansion — muss eine unserer Losungen sein. Wir müssen lernen, uns auf die Seelen der Abgefallenen einzurichten und so den Weg zu diesen Seelen zu finden. Ein eigenes Institut — ein Zentralinstitut mit örtlichen Zweiganstnlten - muss geschaffen werden, das diese Aufgabe studiert und durchführt. Kampf muss es gehen, geistigen Kampf, der auch dazu beitragen wird, uns alle erstarken zu lassen und zu verjüngen. Und Erez Jisroel? Ja - und Erez Jisroel? Dürfen wir uns wirklich einbilden, bisher etwas für Erez Jisroel geleistet zu haben? Die Erbschaft, die uns die allerletzten Generationen der voragudistischen Zeit hinterlassen hatten, war mager genug. Haben wir dieses Erbe gepflegt und vermehrt? Womit denn? Etwa mit der Abhängigkeit unserer Jugend von zionistischem Vordenken und Vortun oder mit der offiziellen lTnentschiedenheit als Ve"rlegcnhcitsfolge dieser Abhängigkeit? Oder etwa gar mit dem "bisschen Palästina-Politik, das wir trieben? Lassen wir doch das vergebliche Bemühen, ohne in uns gelegene Voraussetzungen in Konkurrenz mit den Zionisten zu treten. Tun wir das, was für uns in Erez Jisroel zu tun ist. Gewiss soll die Vcrländlichung, die überall anzustreben ist. wo nur eine Möglichkeit hierzu besteht, nicht gerade in Erez Jisroel hinter den dortigen Möglichkeiten zurückbleiben. Aber vor allem gilt es, das Land mit unserem religiösen Leben wurzelhaft zu verbinden. Hierbei hat uns das politische und in Bezug auf seine Verwirklichung so problematische Ziel der 247

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