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Der Aufstieg · 1930-10-01 · 5 (10.1930) · p. Seite 136

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
5 (10.1930)
Date
1930-10-01
Page
Seite 136 (sequence 14)
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du Abwehr-Literatur, wird die antisemitische üciahr nicht gebannt werden können. Auch nicht mit Zaubcrfitichcn wie „Kultursciunde" oder „(jiftgewürm". I.iiic Bewegung, die in einem Kulturreich mehr als hundert Parlamcntsitzc crobeffl iHtllll, iniili mit Takt und Wurde behandelt werden." Oder gar: „Ls Isl die Figcnart der ludenfragc, dali mau niemals eine1 V e r s t An dl IU III "i i t. dem (Je (IIe f versucht hat und ich hin Kuhn genug zu behaupten, dali ich .111 die Möglichkeit einer Verständigung /.wischen jüdischen Führern und Will« i ionischen Führern glaube, Zur \ cisiändigiiiig braucht man aber Verständige." Was gerade diesen letzten und kühnsten Satz betrifft, darf man sich freilich nicht Vcrbchleri, dali die Antisemiten kaum vcrständigungshcrcitcr sein dürftet), als du- Araber. Allein es beut ein richtiger Kern in dem tiedanken. Wer siji uii den schon mehrfach von uns hervorgehobenen Gegensatz zwischen dem Antisemitismus anständiger und vernünftiger Leute und dem von Schurken. Lumpen und Tollhiiuslcrh erinnert, wird diesen Kern zu finde« wissen. DKUTMt 1U; I \K.\ rWKi;T tt.is ist der Titel eines Aufsatzes. demj>r. Max Naumann, der bekannte splfffiis reebn des „Verbandes natioiialdcuJ*g«licr Juden'" kürzlich in der ..Deutschen Allgemeinen Zettung" veröffentlichte. Warum das Matt dein .Artikel die Worte ..Wir geben den folgenden Ausführungen aus (iründen der Billigkeit gerne U'.ium", die sich wie eine Entschuldigung anhören, vorausschickte. . können wir nichl ergründen. Till aber auch nichts zur Sache. Wenn Dr. Naumann der von den luden geleiteten grofkll und der jüdischen Nie/Ig)presse den Vorwurf macht, dali sie „unfähig sind, die Welt im ganzen und das Vaterland im besonderen anders zu betrachten, als unter dem Gesichtswinkel ihrer jüdischen Sonderinteressen", so riecht er wohl von ferne 'Wahrheit, aber seine Unzulänglichkeit, die sich mit seiner Ueberheblichkett ausgezeichnet paart, vernebelt ihm sofort diese Wahrheit so sehr, dali er statt ihrer eine vollkommene Unwahrheit verkündet. Iis ist wohl wahr, dali eine gewisse Sorte jüdischer Intellektueller und. von ihnen verführt, ein sehr großer Teil der jüdischen Bevölkerung sozusagen nicht begreifen kann, dali sich drV Deutschen in allen Fragen ihres öffentlichen Lehens vor allein danach richten .müssen, was nach ihrer Meinung ihnen, ihrem Staate und ihrem Volke, frommt und nicht danach, was jene gewisse Sorte jüdischer l^litikmacher. Zeitungsschreiber und Zcitungs- •Irser für~-£uäfrig hält. Allein trotzdem oder gerade deshalb steht folgendes fest: Jtidikfhe Smderintcressen sind für jeden, der geschichtlich denken und naturlich fühlen kann und von der alten Schwäche der Deutschen und der deutschen Juden. Staatstum und Volkstum. Patriotismus und Volkstreue nicht unterscheiden /u können, geheilt ist. vollkommen legitim legitimer als alle anderen (Jruppen- Sondi^interessen m der Welt. Und es ist nur Dr. Naumanns und efwa auch noch seiner Aszendenten Schuld, wenn ihm der Sinn hierfür iehlt. Wenn er obendrein alle Betrachtung ..über .Wesen' und .Problematik' des Judentums" als tieschwatz bezeichnet, so gewahrt solche unerhörte Dreistheit einen F.inblick in die Dualität seiner Oeistigkcit. Jüdische Sinderinteressen betreffen nur die Frhaltung des Judentums und des indischen Volkes fUr dieses. Sic sind mit innerlichster Staatstreue vereinbar und stören speziell in Deutschland nicht eine geschichtsgew achsene Anhänglichkeit au das deutsche Staatsvolk. Hu .judischen Sonderinteressen ", die Dr. Naumann meint haben nicht nur out den w/rklkhcn judischen Sonderinteressen nichts zu tun. sondern gefährden

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