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Der jüdische Handwerker · 1936-06-01 · 6/7 (6.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Handwerker
Volume
28 (1936)
Issue
6/7 (6.1936)
Date
1936-06-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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HANDWERKERFRAGEN Von der Reichshandwerkertagung in Frankfurt Am 7. Juni fand in Frankfurt am Main die Rcic wcrkcrtugung sunt, an «l« r auch die Vertreter ausländischer tlundwcrkerorganisationcn aus Belgien, Prankreich Jugoslawien, Norwegern, Österreich, Polen und der Italien, Schw ei/ sowie Vertreter des internationalen llandwcrkcrtnstiiuis teilnahmen. Reichsn wirl- Nach den einleitenden Begriißungswortcn sprach hundwerksmeister Schmidt. Kr setzte sich mit ii schaftlichen, sozialen und politischen Tagesfragen de werks auseinander. Im Handwerk sei eine Trennu ig nach Menschen-und Wirtschaftsführung nicht möglich. Di s Handwerk bilde einen geschlossenen Korper, und nur i r dieser Geschlossenheit könne es seine Aufgäbe erfüllen. Da aber Betrieh und Mensch so eng miteinander im Hand Wirk verbunden seien, müsse am Ii der Grundsatz Geltung haben, daß mir der in der I Inudw crkci Organisation aktiv tiitig und liilirend sein könne, der über den -Weg des l.ehrli igs-und Gesellen Meister geworden sei und in der Rciobspetrieb gemeinschaft »Handwerk" siehe. Zur Frage der wirtschaftlichen Betreuung deü Hundwerks wies der ReiclishandwerkBmeistcr darauf hin. dal! der \ Ii Ii a ii der Regiebetriebe der öffentlichen Hand erfolgreich fortgeschritten sei. Art einer «stetigen Preisgestaltung habe das Handwerk ein besonderes Interesse, damit es als \erarbeiier gegen Preissteig Tiingen und als Hersteller gegerl Preisschleuderei geschiitzi werde. Die erfolgreichen Bemühungen um die Steigern »g d e f Ausfuhr handwerklicher Erzeugnisse würden eingehend behandelt: dabei wurde darauf hingewiesen. Halt hsliandll.md ' die Zusammenfassung aller Kräfte zu Selbsthilfc-cinrichtungcn mit Erfolg weitergeführt worden sei. Bei der Präge dei F r'urig der Bauwirtschaft und der Erteilung öffentlicher Au'N trüge forderte der Reichshandwerksmeister als Endiic] eine gesetzliche Regelung der voll e'n P i n a n z i e rii i g v o n Bauvorhaben bei Baubeginn. Die Reichs'.entrale für llandwerksliefeYiingen sei als handwerklicher Allschlußpärtner allgemein anerkannt worden. Das Handwerk lehne sowohl das Wohifahrtssystem wie auch das Betteln nach Arbeit ab. Man könne den Anspruch auf öffentliche Aufträge erst vertreten, wenn die Möglichkeit der Ausführung durch die Einzelleistungert und durch die Gemeii sebaftseinrichturigen gesichert sei. i Die Arbeit des De nt sehen 11 a n d w r) r k e r inst it uts sei für die l'm tellung von der alten theoretie.mehr praktisch b Gewerbeförderung von gutem würden die Ausstell ingen sehen in d Etfblg gewesen. In Zukunft des 11 a n zentral zusammengefaßt im I w erks in Abständen von zwei bis drei 1 ähnlich wie die Reichsnühr standsnusstellung diirchgefü irt werden. Daneben würden in Zukunft dezentralisierte Verkaufsausstellungen in Ge meinschaftlmit anderen Bern sständen durchgeführt werden. I'ür die wirtschaftliche und handwerklichen Schaffens sc m issenscliaftliche Untcthaiiiing es von besonderer Bei eutuhg, daß mit Unterstützung der Stadt Prankfurt a n <l e r Frankfurter Johann - W o 1 f g a h g - G c e i h e LI n i v e r s i tat ein ..I n * t i t u t für Handwerks' p o 1 i t i k und II a n d w ( r k8 W.i r t scha f t" errichtet werde, das zugleich Forsehl ngs^ und Lehrstätte sein solle. Bt-i der großen Zahl ven klein- und Kleinst!»'trieben und .bei der I nübersichtlicliUeit der Verhältnisse seien auch fnr die Zukunft überbetriebl che Lohnregelungen notwendig, und im Handwerk könne auf T u r i f o r d n u g c n vorerst nicht verzichtet werden. Die Reichsbetriebsgemeinschaft' ..Handwerk" dürfe nicht zu 'iner Arbeitnehmer- oder einer Arbeitgeberorganisation herabgewürdigt werden, sondern sie sei die Organisation der Gemeinschaft. Dem Handwerk sei es ernst um den Sozialismus. Die Berufserziehiini; könne* für die Zukunft des Handwerks in ihrer Bedeutung nicht überschätzt werden. Wenn ins Handwerk bereit se . einem Leistungsmenschen die Ebre istellung eines Befriebsführ'ers einzuräumen, so werde es n ich den Mut aufbringen, dem. der entweder durch mindere Leistung oder sonstige Mängel nicht zum Betriebsführer geeignet sei, wieder seinefn Platz in der Gefolgschaft anzuweisen. Handwerkswirtschaft in Zahlen Der Reichsstand des D schon seit längerer Zeit mit Zahlenmaterials aus der Ha und bekanntlieh mit dem St iti fende monatliche Konjunkt irstatistik neuen Folge des „Deutschen eine Schätzung der Umsätze licht, die den Ausgangspur kt Jahren utsehen Handwerks lat sich der Beschaffung brauchbaren ndWerkswirtschaft beschäftigt istischen Reichsamt eine lau* eingeleitet. In der Handwerksblattes" wijrd jetzt von 1934 und 1935 vüröffentfür die künftige Berichterstattung darstellen soll. I).in,ich ergibt sicli /in diese Zeil folgende I msaizeniu ickbiuu TV Ii«' Verhältniswahlen ftir/IVM beziehen sieh auf den durchschnittlichen Mi iiutsumsatz des Jahres |<>>4): - Munal Januar I ein aar März \pril Mai I..... Juli A ngust Septcmbei ( »k tober \o\ einbei I )e/einbei I93S4 "s.J "3.4 '»7.11 «ls.3 101X •)'».4 IHM) 101.41 103.7 113.3 i r.i) i b'i.s Eine Betrachtung der fach liehen GlieiMrujrfg zeigt bei is llundwerkszweigen eine .Umsatzzunahme l*i den res! liehen 3 eine \bnahmc. Die Umsatzz u n u h m c liegt bei den Schuhmachern. Bäckern'. Tftpfern und f )fen-et/ei n. Friseuren. Dachdeckern, (dasein, l^meuschueidern. Kon ditoren und Müllern zwischen <».'> nml IL: bei den Klempnern und Installateuren. N Ii mieden. Mellniachein. Fleischern und Tischlern liegt die Ziinafime rwiscljen n ~ und lu.l \. II.: bei den Steinmetzen beiVJ.O k. IL und im ßangewerk, bei den Zimmerern und den Schlossern zwischen 29.0 und 50.8 v. II. Ab w är t s bewegten bei den Malern, Elektroinstallateuren und M größten war der'Umsuizriickgang bei den tlerrenschnciderhandwcTk (- 3.J und 6j| Im ganzen ergibt sich für das Han'dwerk im Jah. 1935 Sil tlern und v. 11.1. eine I ins,ii/ irr 1954. Du inen Ii! Steigerung von 9 l msatzsteigerung macht also mengenmüßig ujigcführ Monntsuinsatz ans. Bei einem Vergleich dt l.ntw icklune schiedenen Bezirken schneidet Ostpreußen im! eine ah. H An satzsteigerung von 16,2 v. H. am besten Linie liegt Mitteldeutsc hland mit 1J> \ Die l'insnt/enlw icklung allein i-t nalinlic gebend für die wirtschaftliche Lagedes Hand für sind vielmehr noch verschiedene andere Bedeutung, so namentlich das Verhält n s l e Ii ii n g s k o s t e n z tt den Preis e n f lie he Leistungen und Lieferungen, liier sj id Zeit bestimmte Gefahrenpunkte zii verzcichnii sind die angegebenen Zahlen über die l in-at/v naturgemäß mit aller Vorsicht aufzunehmen, triebe sind bei einem Gesnmtbestand von runt immerhin vCrhältismäßig wenig, wenn man auch als ausgesprochen typische Betriebe bezi Es /eigt sich aber auch bei Berücksiclitigun Standes, daß'die Umsätze des-Handwerks in - heil parallel zu dem allgemeinen wirtschaftsi Anderseits wird die Fortführung der hiermit Kon j ii ii k t ii rstatistik inatisch an der a"' und welche- Zwei; du rfen. welche 1 landw erk^/weige ante Anteil haben tellung be- I (gemeinen Belebung einen »c noch einer gewissen 1lil: die Umsätze laliikeru : am im in den der mm I \ ei l liieren h nicht maßwerk-. Hier I a k toi en \ on s der G e ir handw.erkleider zur n. Im ganzen eräilderiingen l«n« |S4» Be- 1,5 Millionen sie \ ielleic In iclinen kann, r dieses Limfliner (iesamil^fstieg steige-n, eingeleiteten Neubesetzung der handwerklichen . Meisterprüfungsausschüsse \ Der Reic h- H f I ÖS U 11g Islllllll im nern und PreußLsctr«' Wirtschart d e r bis h c; r i g e n Meister an -schlisse /um 31. Juli 1936 verfü<gt un Richtlinien für die \ e u b e s e t / u trg erlassen die entscheidende Vöranssetzung dafür geschi neue llandwerksgeset/gebiing des grollen Bef. weises in wirksamer und sinnvoller Weise in gesetzt wird. Der Reielisstnnd des deutschen Handwerk Reichsinnungsverbänden und Handwerkskc ständiger Fühlung mit dem Reichswirtsc eine gewaltige geistige Vorarbeit geleistet, um d prüfung zu erneuern. Auf Grund einer lebensnahen Berufsanalyse wurde festgestellt, Grundtätigkeiten sich die einzelnen Handwerk sannnensetzen, welche Berufe als-handwerklic anerkannt werden können und welches Maß im einzelnen gefordert werden muH. So ents I 2p handwerkliche .V o 11 b e r u f e Vorschriften für die Meisterprüfung. Die Meisterprüfungsausschüsse — für Reich rund 7000, nämlich für jeden Be/uf in bezirk etwa einer — haben die fachlichen den Prüfungen anzuwenden. je 1;ter hat die r ii f ii ii g s - gleichzeitig . Damit ist Ifen, daß die higujngsnachdie lat umhat mit den und in hat [Sininisterium e M e i s t e r - eingehenden; aus welchen -berufe Zilie Vollberufe der Leistung tchen für rund de fachlichen cias Deutsche ein Kammer- Volrschriftcn bei

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