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Der jüdische Handwerker · 1936-01-01 · 3 (3.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Handwerker
Volume
28 (1936)
Issue
3 (3.1936)
Article
Beilage: Der Jüdische Mittelstand Nr. 24
Date
1936-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Der JüOtfche tttelftanö Nr. 24 Beilage zum „Jüöifchen HanöroerUer' Mär: 193o Sotli (Infi mit Ii i c Ii t des II,ms. ■i luchkiin- Vom Einzelhandelsschutzgesetz In EiuzclhundcIskrciseH herrschen imitier noch über dus Kin/clhaiidcls-,Schutzg<fsct/ vom I. Miii l<>i>| »Ins i»zw i-<hen manche Abänderung erfahren hat. falsche Vorstellungen. Kinzelitandcds-Scljutzgesetz wollte niemals die Xeifufrichliing .von Verkaufsstellen gänzlich verbieten, sondern njj.ligenchtnjgitngspfIichdig machen. Die Errichtung einer titifsstcllc konnte genehmigt werden, wenn, der 15«-- ■jer durch -eine bisherige Tätigkeit die erforderliche iknmle nachzuweisen vermochte oder diesen Nachweis <l«-r anerkannten Prüfirngs'stelle erbringen konnte,' zweite Voraussetzung i-t selbstverständlich seine |ierliehe Zuverlässigkeit. Sind diese beiden Voraussetzungen erfüllt, so kann die Gen c h in i ä n n g n u r d .1 n n \ e'r - S .1 'A I werden. weih» durch .die Neuci ric Ii111 ng elfter \ erka 11 fssteile in der betreffenden Gegend eine nußergewöhnliche Lebcrsetzting eintritt. Dabei bleibt zu (»erücksiehtigen, daß eine außergewöhnliche I cbersetziing nur dann vorliegt, wenn durch eine Neuen ichtung der gesamte 'Handelszweig der betreffenden Gegend in eine kommt. * *1 , ' Daniii i>i eindeutig /um Viisdruck gebracht, dem Linzelhandcls-Schutzgeset/ eine > p e r 1 e b e.a b.si c.|i t i g 1 war. einmal nicht im Interesse besitzers und zum andern nicht im Interesse dt digen Nach« ucliscs.' \ ielfach herrscht auch noch t nkenntius darüber, dal! auch die IVhcriiiihmc bereits bestehender Verkaufsstellen genehmigungspflichtig i-t. Der L'ebernelitnende nitill ebenfalls persönlich zuverlässig sein und die erforderlichen Suelikeiintnis.se besitzen.- Die Verlegung einer Verkaufs* stelle innerhalb desselben Gemeiiidebczirks ist nur dann genehmigungspflichtig, wenn mit ihr eine räumliche Erweiterung verbunden ist. die das neue Ccscliaflslokal um mehr als 50, (Quadratmeter vergrößert, laue Verlegung, die bei einer gleichzeitigen Vergrößerung unter diesen (Quadratmeiern bleibt, bedarf keiner Genehmigung. Keine Chiffreanzeigen von Gewerbetreibenden mehr Zur frage der Chiffreanzeigen von Gewerbetreibenden hat ih r W e r b e r a t d e r d e 11 t s c h c n Wirts c h a.f t folgende Entscheidung getroffen: Waren und Leistungen dürfen nicht lediglich tinter einer Kennziffer (Chiffre) einer Feriisprechnuminer oder einer sonstigen Dc'ckbezcich iiuug des Werbenden gewerbsmäßig öffentlich angezeigt oder gesucht werden. Bei zu beachten, daß sie nur Gestielte gilt, also für so stungeii beziehen, die ( sind. Für n ich I g treffen die dargelegten Gesichtspunkte nicht zu': »'s gi| im Gegenteil Gründe, die gerade hier I)eckhc/eijhiiuIlgen als notwendig erscheinen lassen. Wer keinen Gewerbebetrieb hat. kann auch'keine gewerbsmäßigen Anzeigen aulgeben. Gewerbsmäßig sind für einen Händler nur An/eigen für Waren, mit dcncil er handelt: für einen Fabrikanten An/eigen für Waren, die er bestellt. S t e I fit 11 g s g e s u'C h e und S t c 11 u ii g.s u n g c b o t e. M I e t- und QarTeb.nsg e s u <■ he s i 11 d k c i 11 e g e w e r b S III ä II i g e n A 11 - zeig c 11. I Die Entscheidung de» Werberates bezieht sich nicht im( auf Anzeigeli für Waren, sondern auch für Leist u Ilgen . das heißt /. B. auch lauf An/eigen von Transportgeseltäften. Yerniittlei'11 usw. Sie gilt ferner nicht nur für Angebote von Waren und Leistungen, sondern auch für Anzeigen, durch die gewerbsmäßig Waren und Leistungen gesucht werden: sje macht, also keinen Unterschied, ob /. B. ein |nstriimentenhändler Klaviere /um Verkauf anzeigt, oder gebrauchte.kla\iere für seinen Handelsbetrieb zu kaufen sucht. Endlich ist zu beachten, daß die lieh"*' unter einer Deckbezeichnung dürfen. Neben dein Namen und gegebenenfalls schrift des Werbenden können natürlich noch ntimmer und andere Bezeichnungen aufgeführt Für die Entscheidung des Werberates kommen A 11 i n B e t r a cht. di e b e z w e c k e 11 . d aß s i Leser in i t (I e 111 A n z. e i g e 11 d e 11 p <• r S Ön I i c h o d e r s c h r i f 11 i*e Ii i n V C r b i n <l u n g setz t. Da der Inserent eine Dcckbczcichnung nicht wählen darf, wird er Werbenden gewerbsmäßig öffentlich ler Lutscheidung ist im einzelnen ür gewerbsmäßige Anzeigen und che. die sich auf W'arcn und Lei-- legenstund ,dcs Gewerbebetrielies w e r b s m ä ß i g e A n z e i g e n Anzeigen nicht .'.ledigvcröffentlicht w erden der A11- Telefonw erden, z ei g e n c h d e r nicht tltese iiiälü umhin können, N11 inen und Vnschrift auziigijjen. Alle Angaben Sinei aber keineswegs |,ci jeder geweidisi'ii Anzeige erforderlich: /. 15. braucht ein staefp bi'kai nies Geschäft nicht seine A'ischrifl l»esOndcr> an/n bei : die Werbung für eine bekannte. . in den ei lisch länge» (.eschäften erhall belle Markenware winl oft nicht einmi I den Namen des Fabrikanten nennen. /1 Dttre Albe Albe kraft Tarif im B der die / \ w erd in a c e n d solch Ii,ihn i Beil I Iren emäß Ii I it Ii iii i Rückwirkung von Tarifverträgen A>4j)»e| I * ) der \ler/ehnt'en Vfilordniing. /ui des Gesetzes tut ürdnttng de» uutioanlcii vom I"'. <)kio|>ei l*>»5 kann der I reühülidor det oder ein bestellter SonderlrCnhänder für das lnreteil und für «Iii* Aulhebiin^ einer um ihm erlassenen lordtiung einen vor dem fagf der Bekaniitmachtjing •ichs.i rbeilsbl.it I lii-genden /eitputikt festsetzen, 'itpitukl länger trls einen Itislimmitng des Reich on einer mit Btickw irküng < ii Arbeitsverhältnisse», die \ Illing der I arilorduiing im t sind, n i C Ii I erlaßt. I )it n Tarifordnung übet die sses w i rken au f, eine " vor Dum Arb< I reu seh i i trieb der , Taril Iii hei .dit trifft beda über der / Mein,it /Hin« k liegen, s a i beitsininistei ~ erforilerlic ■lassenen I itriforiltiHmg or d e r ■ Ii r k a Ii Ii I ■ Beii'listl rbeitsblatt b e - Bestimmungen eiuei Kündigung des Arlieitsverilirer Bek.intitm.i< hnog .i>■■ iurbeitsblatt erfolgte kümligitng nicht /uriieJv.- De: änder dei Atbeit kuilll in besonderen fällen mit /n siitniriiung tles- Reichsarlieitsininistefs in der ||iiirifordi|irlip \bw< teilendes bestimmen. Herausnahme einzelner Betriebe aus der Tarifordnung Verordnung ziir der nationalen 1J4Dt kann der Bezirkes durch riebe oder Be- (iefolgvehnftsniitglie- Bestinliuiingen iTner ihm ,nis w irtscluift- oder sozialen Gründen dringend geboten erscheint: \lnordliung kann auch mit Bückwjrkung erfolgen. Bebe Anordnung ^Betriebe 'oder Bei i iebs.ibtei Iu imen? s#» l sie bei Tarifordiiungen. die nichr nur unwesentlich len Bezirk des Treuhänders der Arbeit hinntisgeheiKtistimmune de» KeichsarbVitsiniiusters: mal! Artikel I * 2 det Vierzehnten iführüng des-GeSefzes cur Ordnung vom 15. Oktober |9"il (RGBl. I S nder der Arbeit innerhalb seines Iiiliche Anordnung lür einzelne Be jhtcilungcu oder für Ix'stininitc iiier oder ein/elnei chließen. wenn es bt( ii Geltung irdnutig au Gütebedingungen für Möbel w i ( h bedin schal iji'n ie re r< /iiv ei das' B I iin v\ IC e rtingen w on mancl|mal wol ihn u tont. Iöb< ■in v öllii Möbel Dt Ipc-r tatsäcl dal! eine mit den einfallsreich freie Hand e t c It s k u r a I o r i u in I ü r W i i t > < Ii ,i I It mitteilt, sind in letzter /eil Kntvvürfc /u (.utefür MoIm'I und InnenaiislMit aus ||()|/ lm-- ,,.en. Die (i'üteliediliginigeii werden sich auf ttndsätzlichen Anforderungen an die Werkstoffe linct Verarbeitung-, ersireckeirr Industrie und Handwerk ladurch die Möglichkeit gegeben, ordentliche und cherätiszustefleil gegenüber Waren, die einen hohen Gebrauchswert vortäuschen, ich nicht be.sitzeiij Aitsclrücklich vvjrd be- Normung oder T yp is i e r n n g Gütebedingttngt.'n nicht verbunden n" Ulid phantasiev ollen - Sc höpler efassen. iss|",- W a i der ist. w i I (I Die Ausbildung von Lehrlingen De Wirtschaf tsgruppe Fipzelhnnclel hat Richtlinien über lie Ausbildung von Lehrlingen im Einzelhandel erlassen Darin wird gelordert, daß der I ehrherr außer dett n >twendigen• fachlichen und sachlichen-Voraussetzungen P ei c h sb U[tr g;e r ist. -Für die jüdisc hen Geschäftsinhaber des Einzelhandels ergibt sich nach diesen Richtlinien die praktische Folge, dal! die Inhaber für die Ausbildung arischer Lehrlinge einen besonderen Ae.rtraüensiii.um benennen müssen, der'als ihr Vertreter die Lebtlingsa isbildling übervvacht. Wie sich im ein/einen diese Biehtl tiien in der Praxis auswirken werden, muß abgewatle werden. 11 4

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