Der jüdische Handwerker
- Journal
- Der jüdische Handwerker
- Volume
- 26 (1934)
- Issue
- 8 (10.1934)
- Article
- Beilage: Der Jüdische Mittelstand Nr. 7
- Date
- 1934-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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Ständische Aufgaben Der Rcichshcauftragfc für deu I m/< Ibande I. |)r. I»»r. ließ einen Aufruf m'i den Einzelhandel ergehen, in drin er zunächst bekanntgibt, ilufi er nach 'Ii i ungeordnt ich Anerkennung der L\V"■ i-1 —< h.111i up|h- Einzelhandel" als Pflicbtorgunisatioii /um Ftjhrer des Gesa tut Verbandes .bestimmt Koidm sei. In dem Aufruf heilt) es weiter, für den Ber.ufsstuiid habe nunmehr . eine neue Eimm*Ih* der Zntiiin«-ii.irj»«-i 1 begonnen', künftig werde jeuer Einzelbau-' dclsbetrieh ausschließlich Mitglied «I<• - (ü-snuitve ihnndcs des. Einzelhandels -ein. Der j l luhnii der Organisation, werde 11 «I < Ii seinen Anordnungen erfolgen. Der (icsamt verband umfasse .1 I I e I- 11 r 111 en: 11 11 d 15 e t r i e Ii - g r <i ß e n des Einzelhandels. Vlciniingsvcrsi hicdciihcilcn und Interessengegensüt/c sollten kundig durch den Berufsständ selbst gcschficlltcl «erden. Dieses gemeinsame. W ollen lege den < ■ i i> Uli <■ i i i e Ii e n die ("flicht .inf. -ii h für du» Schicksal des Kleinen mitverantwortlich /u Fühlen, dem kleineren Betriebe dagegen die Bereitschaft, Verständnis für -notwendige Vrbcitsgrillldlugcfh der größeren 1 iilernchiiiuIlgen aufzubringen. Es liege der lührung fern, eine /ijnftlcri-chc Abschließung zu erstrebeu,'sondern >ie wolle im (Segenteil /ur rechicn Zeil die beste Leistung au den besten Platz [bringen, den Verbruneber ror Pruscher'tunt und Eula merken schützen und gleichzeitig die V c r s e lb s t ü n d i - g ii n g d t' tüchtig e u ii n d I .1 c Ii k II u d i g e; n K a ii I in .i ll Ii s g e Ii i I I e u /nr sozialen AitTsticgsliiiies im Einzelhandel machen. I iji die« /u erreichen, sei es nicht r ii I I i e Ii e V o r t b i I <l u u i: des ■heu. am Ii die Im (ständigen kiiufmuiinc* zu verbessern und /u verliefen. Verkaufsstellen Verlegung •'l)i<' Bestimmungen über die Verlegung eines, Geschäfts (einer Verkaufsstelle) in andere Räum«.....ter -Aufgabe di r bisherigen Verkaufsruume i-t reie)t»reehtli'chi durch das Ein/olhiindclsschutzgcsf tz [geregelt. Nun ist für Berlin eine neue Vorschrift ergangen., aus der siel| im Zusammenhange mit den bestehenden reichjsreehtlicheii Vorschriften folgende Regelung ergibt, die ab J\ August I9>4 gilt. Als „Gemeindebezirke" gelten für das Gebiet der Sladtgcinciiulc Berlin deren V e r w a I t u n g's b e / i r k <•. I Mesc neue Bestimmung wirkt sich nun folgendermaßen aus: Ohne weiteres, d. h. ohne Genehmigung ist in Berlin nunmehr eine Gcschäfts- Mileguug nur noch innerhalb <l esse Iben Vcrwal- 1 ii Ii g s b c / i r k e s statthaft, wobei die allgemeinen \ Ol;« aiisset/iliigeii für die Goschäftsvcrlcgiini; ohne Genehmigung, 'llällllicli dall die Verkaufsstelle in den bisherigen Räumen von dem Inhaber mindestens ein Jahr laug betrieben worden ist und die neuen Vc mehr als ein Zehntel größer als die gegeben sein müssen! i kaiifsraumc bisherigen im Iii sind,. Ve Ii II II- Gc- Dagegeii lallen (iescllüftsverlegllllgeil-aüs eincin waltiuigsbc/irk in einen anderen Verwaltungsbezirk mehr unter die sogenannte ..Im Ticlitungsspcrrc",'.< die sc|iäf|s\erlegung ist also einer .Neuerriclilung gleich/iiachleu. Dafür gelten die, einschlägigen Vorschriften. Die Verordnung einhält aber eine erleichternde Uebergangsvor- |.s<hrifl: Die-Verlegung einer Verkaufsstelle in einen anderen Verwaltungsbezirk bedarf] k e i u <• r ErluuhniS. wenn bereits vor Inkrafttreten dieser; Verordnung /u diesem /wecke Verkaufsräume gemietet oder gepachtet oder bauliche Veränderungen an einem (iriiudsiück vorgenommen worden sind. Die Ausdehnung der ErriehiungBsperre auf Geschäfts« Verlegungen spielt also keine Rolle, wenn die Räume, in die das Geschäft verjegi werden soll, .scltoit \ or dem 2* August gemietet oder gepachtet worden sind, nehmen wii an z. B. /um i. Oktober. . Inj allen diesen Fällen braucht man sic h also um die neuen Vorschriften uiclit zu kümmern. Arbeitszeitordnung i und Ladenschluß Die im Fluiernelnue Rcichsniiiiistern vuinj Reit Ordnung, die der Arbtlitszt war notwendig geworden, gen \ über die Arbcits/eit immer wieder geändert Verordnungen zersplittert schwellen. Bis /um Ja keine allgemeine Nor mit gab nur den sogenannten Gewerbeordnung und d Ii mit den anderen beteiligten :hsafbeitsminister erlassene Vcritverordhung eine neue Form gibt, lic rechtlichen Bestimmunder Arbeiter und Angestellten ii.rden und in zahlreiche Einzel- Waren, die die sUeberstehl er* 19,18 hätte es in Deutschland (ting der Arbeitszeit gegeben. Ei llöclistarbeitsiag nilfj'Grund der kindeisc hul/geset/es. In. Vach der I mw nl/ung Xormalarbcitstag /unach Unternehmern bei clem gemeinschnfi \ereinbart gierung w uiden clann al von 1918 wurde der achtstündige st von den Gewerkschaften und Abschluß der Zentralen Arbeits- In Verordnungen der Rcicbsrcald Einzelheiten für die Arbeiter und Angestellten Ordnung für alle Buhrk.iluples am :ercgell. Die eigentliche A l hcits/ci 1^ ei K.itegorieu wurde nach Bcendiguii _»'♦,' Di /eniber |«>J^ . Wirklichkeit am VcIltSlUlllbflltat! |es| be|l aber V Ii hieb gruiidsätzlii'h am Vchtstiindiliitag lest^ heß iibi gebende Ansiiuhijien z,u, Soiiderregeluiiiieii ergingen lüi \rbeii in Bäckereien und in Krankenanstalten. Die a meine Verordnung von l'lji winde in der folge/eil 'schiedentlieh geändert, vor allem durc h ,1'ill Iii -i l/ l'»J". das die I i beiein>iiiiiuiiing niii den iiitciriiirlioualen tu.ic Iniligeii 'herstellen SMJJ4+*:—TJlflerdciU wiirdeii Zallln Vüsfiillriiugsitliweisungi'n erlassen, die den Bereich ViisnahirK'ii zum Acvhlstundciiiiig |Arlij-ilslH-re-itselt^fl iläher unisc hrieben. Die neue Zi^aiiliiM'iVfnVsiliig. die im Ri'ichsgesel/blatl veröffentli({lil vvo'rdi'ii b*ts enill kein e w i' s , ii | | i < h i n in a I e i icll i u \ c II <| e.1 gen. Sic übernimm.! aber aus der (•esei/esciiiluiiug die Stimmungen Ulier die kinderarbeit. die Besclrr.iiiknngeii der Beschäftigung' von Jiigencliic heu und flauen die stinimungeii über die Vrbeits/eil dei (.»eliilfen. I ■Iii I und ~v|e eitdie :'<■- »er \ Oll VI. ic he d. I I^s \\ .1 el/l It ii n lic bei Ii. Iljff u ng hm the lllig iße- II ml I Vfbeifer in ollenen V ei ka u I-gc-sc hal teil und sü;lll s eine ersc höpfende Kodifikation de« im-IiciicIcu Arbeitzeit rechts dar: nur die .Nomlerrcgeluii^eii für die Bäcker and K ran ken pfleg, m um, 11 teil' bleiben a u I rec h I e I ha 11. 11. Von besonderem Interesse ist. dal! die neue Venn ausdrücklich au dem von I rühcr-her gebenden " l hr-l seil hiß lül Offene Verkaufsstellen festhält (die Vpc keu sind iwie bisliej' iiiisgeiioiiimi'ii). Vöi der (icmchmi; Mm Aiisiiahnieii haben die (Jrtspojizei-Bcliördcii die V ruiig des zuständigen Aufsichtsben inten einzuholen diesem die erteilte Vusnaliiiie-Gt^iiehtiiigjiuji mit zu teilen. Halt der Viifsichtsbeiuilte die AuKnalime-(<eiichiiriguiig füi nicht M-reinbar mit dein >c liul/e. der Angestellten, s« hat er imM'i/üglich die Elltscheiduit^ der höheren Vei luiigsbeh.irde herbei/ul ühren. Die BcstimmilllgCII über neu werktäglichen Lailenschluß tüjt offön^ V-i,rkaiifssielh,|ii Iii den keine Anwendung auf den Verkauf von Waren .ms sehsttätigen \ erkau-fscinriehtHflgen 1 VV areu-Aiiloiiiat -ui soweh sie in räumlichem Zusammenhang mit der Veikibi stelle uufgestellt sind. Der organisierte l'.in/elli.uidel halte siehl bc'kann eist \or kurzem gegen lokale Bestrebungen zur Wehl setzt, dielinier Berufung ai.l singeblic he beliiudlielle S< nun den Seclis-ühr-iiiidenschbiH erzvvingen w"o|lten. Einzelhandel konnte '-ich scluin-'klainftis darauf be'/ie daß das Reiclisiirbcitsministcrtiini mit solchen luk Vklionen nichts ZU Itlii habe. V\ euii ihr V tbei tvm i n i-i i r in einer Verordnung, die das Datum des 2b. Juli (rügt, nein eleu Si«'beili-I Ii r-1 aclcnsch biß mit rec In lic her VecbimU lic hkcil dekretiert so darf daraus wohl gesclibtsvCli wei len daß eine grundsätzliche EadenschlnSzeit in ■ si« htijg' uiidernfalls hätte mau verinul Bestiiiimiitigeii über den Sieben-l Verordnung herüber/uiielunen. Vbni wird also vcirersl am Slöbell-L hr l adensc hluß festhalten, und die weitere I w ickluirg beobac hten, bevor mau den Wünschen der Vi stellten nach einem früheren Schlußtermin näher tritt. ich. eker ICH. ii nun Aenderuiig in be/ug uul die nächster Zeit nicht be.iht i>t: lieh darauf \ ei/ic htcl. I adeuschliiß in die Mietserlaß bei Nichteröffnung In der Frage, ob der Mieter von Geschäftsräumen kur ErfUlbihg des Mietvertrages verpflichtet ist. wenn die Xeuer richtü ii g des Geschäfts (VerkuufliteHe) ntif (.rund eh r im Einzelhandelsschatzgeseiz enthaltenen. .Sperryorschriflen untersagt wird, hat elas Ka in inerg. ric Ii t Berlin I Akten/, i. IT U >'(> "U) wie folgt eiitscliieden: ..Wer Räume /um b trieb einer Verkaufsstelle gemietett hat, wjird von der I iu- I'ichtlllitg«des Mietzinses befreit, wenn die I r.ilfnuiig Ii Geschäfts infolge diu I ili/elliaiidelsschut/geset/cs nnm lieh geworden ist." Verkauf aus Automaten Vlii der Verordnung vom 14. August i<»%4 i-Rejcttsgesel/« blutt s. sui werden die Bedingungen festgesetzt tuiiel ,denen der Verkauf VOIl Waren aus Automaten während allgemeinen I.adcnschluß/eitei: zulässig isi ivergl. Aug Xiunnier d. Jüd. Handwerken. Insbesondere dürfen nocjl Waren abgegeben werden, die für die rilgehör ollen.• Verkaufsstelle fac hüblich sind und uilsHchlicßlfc'l oder in erheblichem l mfurtge in der ollenen Verkaufsstet Ii selbst gefiiliri werden. Die V n c Ii ü b I i c Ii k e i i besinn nl im Zwcilelsfalle der ReichsarbeitSmillister. Waren, die in II an d w c r k s b e I r i e b e u geführt werden. ohne in diesen hergestellt oder verai'bcitel /u werden, diirfen nie allgegeben werden. Warenhäuser, sind \ oin Verkauf ausgeschlossen. Kleinpreisgeschäfte u lic II e ihl 114ge* , [ r* - -tn ii r In w. 11